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Der Blitz aus Braunschweig im BIG-Interview

08.02.2012

14 Punkte am Sonntag beim Nordderby gegen die Eisbären Bremerhaven. Das bisher beste Spiel von Youngster Dennis Schröder in der Beko Basketball Bundesliga. Das Basketball-Magazin BIG besuchte den mit allen Wassern gewaschenen U18-Nationalspieler bereits vor seinem Season-High im Braunschweiger Prinzenpark und ließ ihn auf dem Baketball-Freiplatz mit dem orangenen Leder und Skateboard posieren. Hier ein Auszug aus dem Interview…


14 Punkte am Sonntag beim Nordderby gegen die Eisbären Bremerhaven. Das bisher beste Spiel von Youngster Dennis Schröder in der Beko Basketball Bundesliga. Das Basketball-Magazin BIG besuchte den mit allen Wassern gewaschenen U18-Nationalspieler bereits vor seinem Season-High im Braunschweiger Prinzenpark und ließ ihn auf dem Baketball-Freiplatz mit dem orangenen Leder und Skateboard posieren. Hier ein Auszug aus dem Interview…

BIG: Dennis, wir stehen hier im Braunschweiger Prinzenpark an der Skateboard-Anlage, hinter uns liegt ein Basketball-Court. Welche Bedeutung hat dieser Platz für Sie?
Dennis Schröder: Er war viele Jahre lang mein Zuhause. Ich habe mit sieben Jahren angefangen zu skaten; mein großer Bruder hat mir damals mein erstes Brett geschenkt. Seitdem war ich praktisch jeden Tag hier im Prinzenpark und habe mit meinem Bruder und meinen Freunden die Tricks geübt, bei Wind und Wetter. Sieben Jahre lang habe ich intensiv geskatet und war richtig gut – allerdings nicht so gut wie mein Bruder Cheyassin, den alle Welt nur „Che“ nennt und der inzwischen 23 Jahre alt ist. Der hätte Profi werden können, hatte sogar ein Angebot von einer Skateboard-Firma aus Amerika. Wir sind zeitweise beide vom Braunschweiger Skateboard-Laden „Boardjunkies“ gesponsert worden; ich glaub, da war ich zehn Jahre alt. Jedenfalls hat mein Bruder den sicheren Job bei VW vorgezogen, und ich bin später beim Basketball gelandet.

Angeblich hat Sie Liviu Calin, Ihr Trainer bei den Spot Up Medien Baskets Braunschweig, hier im Prinzenpark entdeckt.
Ja, das war eine lustige Geschichte. Wir haben neben dem Skaten hier auch immer Basketball gespielt, meistens fünf gegen fünf auf einen Korb. Dabei hat mich Liviu mal gesehen und angesprochen, ob ich nicht Lust hätte, beim Training vorbeizuschauen. Ich hab das damals nicht weiter ernst genommen und bin lieber weiter Skateboard gefahren. Ein paar Wochen später waren wir mit unseren Brettern in der Tiefgarage in der Nähe der Sporthalle Alte Waage, wo ja die Baskets trainieren, unterwegs. Die ist, wenn es regnet, zum Skaten ideal. Jedenfalls bin ich da wieder Liviu in die Arme gelaufen, der ein bisschen sauer war, dass ich nicht zum Training gekommen bin. Zur Sicherheit hat er mich da gleich einkassiert und zum Training geschleppt (lacht). Ich war damals elf Jahre alt, als ich mit Basketball angefangen habe. Liviu hat mich direkt bei der U14 trainieren und spielen lassen. Dazu hatte ich Einzeltraining an meiner Schule: Liviu ist dreimal in der Woche zwischen 13 und 14 Uhr in unsere Halle gekommen und hat mit mir trainiert – eine anstrengende Zeit, kann ich dir sagen! Livius Indiviualtraining ist noch härter als das mit der Mannschaft (grinst).

Waren Sie damals weiter auf dem Skateboard unterwegs?
Anfangs ja. Ich hatte zwischendurch nicht immer Lust auf Basketball, Skateboarden war da für mich eine willkommene Auszeit vom Training. Ich habe aber schon früh gemerkt, welche Fortschritte ich beim Basketball durch das viele Training mache. Als ich dann mit 16 Jahren in der Braunschweiger NBBL-Mannschaft spielen sollte, hat Liviu gemeint, ich müsse mich jetzt mal entscheiden, die Verletzungsgefahr beim Skateboarden sei einfach zu groß. Na ja, und dann habe ich mich für Basketball entschieden. Heute skate ich nur noch gelegentlich und just for fun.

Wie es aussieht, haben Sie die richtige Entscheidung getroffen. Im vergangenen Jahr haben Sie zusammen mit Daniel Theis die NBBL-Mannschaft des Teams Braunschweig/Wolfenbüttel überraschend in die TOP-4-Endrunde geführt, aktuell sind Sie Leistungsträger im Braunschweiger ProB-Team ...
Ich habe schon in der vergangenen Saison meine 18 bis 20 Minuten in der 2. Liga bekommen. Damals hatten wir noch einen Amerikaner als Starter auf der Eins. Jetzt vertraut Liviu mir als Spielmacher und ich stehe immer über 30 Minuten auf dem Feld. Ich will mich nicht zu weit aus dem Fenster lehnen, aber ich denke, dass ich gegen jeden Amerikaner auf meiner Position in der Liga bestehen kann. Und im Moment läuft es für uns als Team auch ganz gut

Das komplette Interview mit Aussagen von Oliver Braun (Sportdirektor und Geschäftsführer der New Yorker Phantoms), Liviu Calin (Headcoach Spot Up Medien Baskets / ProB) und Sebastian Machowski (Headcoach New Yorker Phantoms / Beko BBL) über Dennis Schröder ist in der aktuellen Ausgabe der BIG zu lesen!

www.big-basketball.de

Foto: Florian Röske


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