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Defense-Sonderschichten für die New Yorker Phantoms

28.10.2011

Die Basketballer der New Yorker Phantoms sahen in den letzten Wochen den Fahrer des Teambusses häufiger als die eigene Familie. Am morgigen Samstag, 29. Oktober, reisen Braunschweigs Korbjäger das dritte Mal in Folge quer durch die Bundesrepublik. Die Mannschaft von Sebastian Machowski tritt um 19:30 Uhr bei EnBW Ludwigsburg an.


Die Basketballer der New Yorker Phantoms sahen in den letzten Wochen den Fahrer des Teambusses häufiger als die eigene Familie. Am morgigen Samstag, 29. Oktober, reisen Braunschweigs Korbjäger das dritte Mal in Folge quer durch die Bundesrepublik. Die Mannschaft von Sebastian Machowski tritt um 19:30 Uhr bei EnBW Ludwigsburg an. So viel steht fest: Immanuel McElroy & Co. werden am sechsten Spieltag in der modernen Arena Ludwigsburg alles unternehmen, um beim aktuell Tabellensechsten mit einem Sieg das Punktekonto in der Tabelle wieder auszugleichen.

Oldenburg, Bamberg und jetzt in die rund 500 Kilometer entfernte Barockstadt Ludwigsburg – der bisherige Spielplan der Beko BBL meinte es wirklich nicht gut mit den Niedersachsen. „Der Terminkalender hätte für uns wahrlich angenehmer ausfallen können. Wir mussten gleich in den ersten Spielen gegen die Topteams der Liga antreten. Das ist natürlich keine Ausrede dafür, dass wir zu viele Punkte abgegeben haben. In Ludwigsburg wollen wir es besser machen und natürlich gegen die offensivstarke Heimmannschaft gewinnen“, sagte Phantoms-Chefcoach Sebastian Machowski, der die Fahrt ohne U 20-Nationalspieler Daniel Theis antreten muss. Der 2,05 Meter große Center laboriert an einer Wadenprellung. Wichtigste Aufgabe der vergangenen Tage war es, die 57:95-Niederlage gegen die Brose Baskets aus den Köpfen der Phantoms-Spieler zu verbannen. „Wir haben die Woche über sehr hart trainiert. Ich hoffe, dass alle ihre Lehren aus dem Bambergspiel gezogen haben“, so der Ex-Nationalspieler

Auf keiner Trainerbank sitzen geballt so viele Einsatzminuten in Deutschlands Basketball Oberhaus wie auf der Ludwigsburger. Lokalheld Markus Jochum prägte den Ludwigsburger Basketball in den Jahren 1987 bis 1996. Co-Trainer Steven Key steht ihm als zweiter Ex-Erstligaspieler zur Seite. Personelle Kontinuität herrscht auch im Spielerkader. Unangefochtener Publikumsliebling bei den Baden-Württembergern ist Jerry Green. Der 31 Jahre alte Spielgestalter hatte am vergangenen Wochenende seinen zweitausendsten Punkt für EnBW Ludwigsburg erzielt, führt die Klubstatistik in dieser Rubrik damit weiter ungefährdet an.

Greens Teamkollege in den erfolgreichen Ludwigsburger Jahren hieß: Nils Mittmann. „Wir teilen die Erinnerungen an die erfolgreiche Zeit in Ludwigsburg, als wir 2007 ins Halbfinale einzogen. Jerry ist einer der nettesten und hilfsbereitesten Mitspieler, die ich je hatte“, freut sich der heutige Phantoms-Kapitän Mittmann auf ein Wiedersehen mit Green. Auch der Phantoms-Forward hat die Partie in Bamberg abgehakt: „Das Spiel haben wir schnell bei Seite geschoben und stattdessen mit vielen Drills in den letzten Tagen sehr intensiv an unserer Verteidigung gearbeitet.“

Zur Riege der Starter zählen außer Green auch Donatas Zavackas und John Bowler. Ob der 2,05 Meter große, gefährliche Dreierwerfer Zavackas (13,8 Punkte, 50 Prozent Trefferquote von jenseits der Dreierpunktelinie) nach seiner im Bremerhaven-Heimspiel erlittenen Augenverletzung bereits wieder einsatzfähig ist, steht noch in den Sternen. Bei der 58:64-Niederlage der Jochum-Truppe am vergangenen Samstag beim BBC Bayreuth wurde der Litauer schmerzlich vermisst.

Über John Bowler muss man nicht viele Worte verlieren – das Basketballpublikum kennt den kantigen aber dennoch sympathischen US-Amerikaner, der derzeit mit 12,4 Punkten und 4,4 Rebounds auf Platz drei im teaminternen Ranking steht und viele Spielzeiten das Trikot der Telekom Baskets Bonn trug. US-Neuzugang Mark Dorris (zuletzt Phoenix Hagen), der deutsche Forward Johannes Lischka und 1,96 Meter Guard Alex Harris (13,2 Punkte) komplettieren die Liste der gefährlichsten Ludwigsburger.


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