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Debüt von Michael Flowers gegen Paderborn

16.10.2008

Die Paderborn Baskets sind der Gegner, den die New Yorker Phantoms wohl am besten einschätzen können. Gleich zweimal spielten sie in der Saisonvorbereitung gegen die Westfalen. In der neuen Trainingshalle verloren die Phantoms, dafür gewannen sie bei der offiziellen Saisoneröffnung in der Paderborner Maspernhalle. Man darf also gespannt sein, welche Formation das dritte, aber vorerst wichtigste


Die Paderborn Baskets sind der Gegner, den die New Yorker Phantoms wohl am besten einschätzen können. Gleich zweimal spielten sie in der Saisonvorbereitung gegen die Westfalen. In der neuen Trainingshalle verloren die Phantoms, dafür gewannen sie bei der offiziellen Saisoneröffnung in der Paderborner Maspernhalle. Man darf also gespannt sein, welche Formation das dritte, aber vorerst wichtigste Aufeinandertreffen am Sonntag (17 Uhr in der Volkswagen Halle) gewinnt. Schließlich wollen auch die Gäste um den achten Rang mitspielen und benötigen ebenso dringend die Punkte der Begegnung. Sein Debüt in der Volkswagen Halle feiert Phantoms-Guard Michael Flowers, der lange mit einer Daumenverletzung pausieren musste und sein Können bei der Niederlage in Ludwigsburg bereits andeutete.

 

Die Mannschaft von Baskets-Coach Douglas Spradley, der in den Neunzigern für die SG Braunschweig in der Sporthalle Alte Waage auf Korbjagd ging, hat in Spielmacher Tim Black ihr Aushängeschild verloren. Vier Spielzeiten, davon zwei in der BBL, war der kleine Amerikaner Dreh- und Angelpunkt der Gäste. Letztlich wechselte er nach Belgien. Im Gegenzug holten die Verantwortlichen mit Nino Garris ein neues Aushängeschild zurück in heimische Gefilde. Der 72-malige Nationalspieler ist ein Eigengewächs, ging jedoch früh zu ALBA Berlin und sucht zuletzt von Verletzungen geplagt an alter Wirkungsstätte eine neue Herausforderung. Ob der 29-jährige Flügel Black als Punktesammler ersetzen kann, ist allerdings mehr als fraglich. Für Garris gilt nach drei Jahren bei den Frankfurt Skyliners erstmal gesund eine volle Serie durchzuspielen.

 

Probleme hatten die Westfalen anfangs unter den Korb und reagierten mit der Verpflichtung von Chris Ensminger aus Bamberg bereits nach zwei Spieltagen. Dieser überzeugte bei seinem Debüt in Trier auf Anhieb mit 15 Punkten und acht Rebounds und ist bislang mit 13,5 Zählern im Schnitt bester Scorer seiner Farben. Die Niederlage an der Mosel konnte der Center aber nicht verhindern. Nötig wurde die Nachbesserung, da College-Spieler Spencer Tollackson diese Position nicht überzeugend ausfüllte.

 

Außer Ensminger am Brett und Garris auf dem Flügel, der knapp sieben Punkte beisteuert, setzen die Paderborner auf ein in der BBL erfahrenes Guard-Duo sowie einen weiteren Rückkehrer. Blacks Nachfolger heißt Lavelle Felton (8,5 Punkte) und kommt aus Jena, dem Absteiger der vorigen Saison. Unterstützt wird er von Steven Wright, der nun als Paderborner in seiner zweiten Saison als professioneller Basketballer in der Volkswagen Halle aufläuft. Für die Phantoms kam der Guard vorige Serie auf 7,4 Punkte pro Partie, die er bislang in Paderborn nicht bestätigen konnte. Beide überzeugten aber noch nicht vollends als Passgeber. Für den mindestens bis Januar verletzten, athletischen Forward Nathan Peavy holten die Gäste Reggie Golson aus dem französischen Cholet zurück. Mit durchschnittlich 11 Punkten erfüllte Golson bislang die Erwartungen.

 

Paderborns bester Akteur ist bislang jedoch Steven Esterkamp, der als College-Absolvent vor fünf Jahren für die Bundesliga-Reserve der Phantoms in der zweiten Liga spielte. Er kommt auf 13,5 Punkte und für einen Flügel auf starke 6,3 Rebounds. Zudem übernimmt er mit knapp vier direkten Anspielen einen Großteil der Rolle, die eigentlich eher Wright und Felton zugedacht ist. Dieses Duo muss in den nächsten Wochen auf die Unterstützung von Bryant McAllister verzichten, der sich eine Innenbandverletzung zuzog.

 

Den Phantoms steht eine schwere Aufgabe bevor. Vorige Serie brachte Esterkamp Paderborn in der Volkswagen Halle mit seinen Dreiern auf die Siegerstraße. Ein Erfolg, der den Phantoms im Kampf um die Teilnahme an der Meisterrunde am Ende fehlte. Die Mannschaft von Phantoms-Coach Emir Mutapcic will den Sieg also nicht nur, um in der Tabelle nach oben zu klettern, sondern auch, um für die schmerzliche Niederlage aus dem März Revanche zu nehmen.<o:p></o:p>

 


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