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Weihnachtsgeschenk ist perfekt: 77:75-Sieg über Neckar RIESEN

22.12.2012

Die New Yorker Phantoms Braunschweig haben den Wunsch von Kostas Flevarakis erfüllt. Der Headcoach wollte seine Fans in der Partie gegen die Neckar RIESEN Ludwigsburg am Samstag, 22. Dezember, mit zwei Punkten zu Weihnachten beschenken – und seine Mannschaft hat hart dafür arbeiten müssen. Nach einer hektischen ersten Halbzeit steigerten sich Kulle & Co. in der zweiten Hälfte deutlich und kämpften sich mit Leidenschaft und Energie zurück. Erst kurz vor Ende konnten die Braunschweiger Korbjäger jedoch das Spiel drehen und es schlussendlich vor 3.546 Zuschauern mit 77:75 zu ihren Gunsten entscheiden.


Die New Yorker Phantoms begannen mit der selben Formation der letzten Wochen, fanden allerdings offensiv schwer ins Spiel. Das war zum einen einer guten Verteidigung der Ludwigsburger geschuldet. Zum anderen hatten die Braunschweiger Korbjäger aber auch mehrmals Pech im Abschluss, als der Ball sich wieder aus dem Korb drehte. Anders die Gäste. Nach seiner krankheitsbedingten Pause hatte sich Guard Lucca Staiger offensichtlich einiges vorgenommen und warf sein Team nach etwas mehr als fünf Minuten zum 3:11. Erst die Punkte durch Nick Schneiders und ein Dreier des wieder genesenen Kapitäns Nils Mittmann brachten die Braunschweiger auf 8:15 heran, zur Viertelpause stand es 10:17.

Das zweite Viertel startete fahrig. Beide Mannschaften leisteten sich unnötige Ballverluste, ehe Phantoms-Center Nick Schneiders per Freiwurf den ersten Zähler markierte. Jermaine Anderson legte sofort nach und verkürzte den Rückstand auf vier Punkte (13:17, 14. Minute). Aber es blieb dabei – Nana und Co. taten sich mit der aggressiven Verteidigung des Gegners schwer. Sie bewegten den Ball nicht gut und trafen insgesamt schlecht, nur 25 Prozent aus dem Feld fanden bis dato ins Ziel. Die Ludwigsburger hingegen netzten sieben Zähler in Serie ein und setzten sich bis zur Halbzeit auf 20:33 ab.

Die Mannschaft von Kostas Flevarakis kam mit viel mehr Dampf und Energie aus der Kabine und erzielte fünf wichtige Punkte in Folge. Jetzt war Schwung in der Partie, aber wann immer die Braunschweiger Basketballer einen Treffer versenkten, hatten die Gäste eine Antwort parat. Nach 24 Minuten stand es 33:40. Richtig hitzig wurde es, als die Schiedsrichter ein unsportliches Foul gegen den Ludwigsburger Max Weber pfiffen. Nach kurzer „Rudelbildung“ versenkten zuerst Immanuel McElroy und dann Miah Davis insgesamt vier Freiwürfe: 39:42 – die New Yorker Phantoms waren wieder im Geschäft. Bis zur 27. Minute blieb es eng (43:47), doch drei Angriffe in Folge fanden nicht ins Ziel, weshalb die Gäste zum Viertelende wieder mit 47:55 führten.

Im letzten Spielabschnitt behaupteten die Neckar RIESEN zunächst ihren Vorsprung. Allerdings lockerten die Braunschweiger um den nun aufdrehenden Kulle ihr Handgelenk und versenkten drei Dreier hintereinander – zwei davon von Kulle – zum 58:62 (35. Minute). Noch enger wurde es, als Dennis Schröder nach einem technischen plus zusätzlichem Foul vier Freiwürfe verwandelte und damit das 62:64 herstellte. Bei eigenem Ballbesitz lag der Ausgleich in der Luft. Doch was folgte war ein Ballverlust, der mit einem Dreier des starken Lucca Staiger bestraft wurde. Die Gäste zogen wieder auf acht Punkte weg, aber Kulle hielt mit einem weiteren Dreier dagegen (65:70). Die Mannschaft von Kostas Flevarakis war immer wieder in Schlagdistanz, konnte das Spiel aber nicht drehen. Erst als Neuzugang Jermaine Anderson 24 Sekunden vor Ende der Partie seinen ersten Dreier für die New Yorker Phantoms traf, bedeutete dies endlich wieder die Braunschweiger Führung (76:75), die Kulle mit einem Freiwurf zum Endergebnis brachte.

Trainerstimmen zum Spiel:

Kostas Flevarakis (New Yorker Phantoms): Wir haben das Spiel nicht mit der nötigen Konzentration und auf dem nötigen Level begonnen. Ludwigsburg war aber auch ein schwerer Gegner, der schon viele schwierige Spiele gewonnen hat. Im Lauf der Partie haben wir mit mehr Leidenschaft gespielt, was uns dann auch den Sieg gebracht hat. Wir haben versucht, den Korb mehr zu attackieren, besser zu penetrieren und mit mehr Einsatz zu spielen. Für uns ist es ein gutes Ergebnis.

Steven Key (Neckar RIESEN Ludwigsburg): Beide Mannschaften waren sehr schlecht von außen und haben ihre Freiwürfe zunächst nicht getroffen. Für uns war der letzte Dreier von Braunschweig entscheidend, der uns verunsichert hat. Beide Teams haben mit großer Intensität gespielt. Aber am Ende muss man auch mehr Punkte erzielen, um so ein Spiel zu gewinnen. 


New Yorker Phantoms: Kulawick 10, Mittmann 3, Davis 2, Nana 4 (8 Rebounds), Schneiders 5 (4 Rebounds), Anderson 9 (3 Assists), McFadden, Boateng 15 (6 Rebounds), Schröder 20 (3 Assists), Wessels n.e., Land, McElroy 9 (6 Rebounds).

Neckar RIESEN Ludwigsburg: Turek 17 (5 Rebounds), Bekteshi n.e., Staiger 18 (5 Rebounds), Koch, Hadzovic n.e., Elliott 6, Taylor 20 (6 Assists), Weber, Weaver 4 (6 Rebounds), Bernard 2, Jackson 8 (3 Assists).


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