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Das Staraufgebot zumindest ärgern

04.12.2008

<o:p></o:p>Die New Yorker Phantoms Braunschweig werden am Samstagabend im Bundesligaspiel gegen Ligaprimus Alba Berlin nicht chancenlos sein. Erstens ist die Vorfreude groß, sich vor mehr als 10000 Zuschauern präsentieren zu können. Zweitens haben die letzten Spiele – trotz knapper und vermeidbarer Niederlagen – gezeigt, dass man mit den Topteams der Liga auf Augenhöhe agieren kann.


<o:p></o:p>Die New Yorker Phantoms Braunschweig werden am Samstagabend im Bundesligaspiel gegen Ligaprimus Alba Berlin nicht chancenlos sein. Erstens ist die Vorfreude groß, sich vor mehr als 10000 Zuschauern präsentieren zu können. Zweitens haben die letzten Spiele – trotz knapper und vermeidbarer Niederlagen – gezeigt, dass man mit den Topteams der Liga auf Augenhöhe agieren kann. Drittens steckt Alba in einer Minikrise und hat mit der Euroleague eine nicht zu unterschätzende Doppelbelastung. Und viertens ist es einfach Zeit, dass die couragierten und basketballerisch immer ansehnlicher werdenden Auftritte des Braunschweiger Teams endlich einmal belohnt werden.<o:p> </o:p>

Natürlich ist Alba Favorit. Dass Team liest sich wie eine Allstar-Auswahl. Alba ist konkurrenzfähiger Euroleagueteilnehmer. Die vier deutschen Nationalspieler Steffen Hamann, Patrick Femerling, Philip Zwiener und Johannes Herber sind eher Rollenspieler. Bei jedem anderen Bundesligisten wären sie wohl Starter. Hamann bekommt als Pointguard-Backup mit 20 Minuten Spielzeit am ehesten nennenswerte Einsatzzeit. Sein Aufgabenfeld ist besonders die Berliner Verteidigung. Offensiv tritt er bei 5.4 Pkt. im Schnitt kaum in Erscheinung. Femerling und Herber sind nach Verletzungspausen auf dem Weg zurück ins Team und zu mehr Spielzeit, die sie in Hinblick auf die Doppelbelastung mit europäischem Wettbewerb vor allem in der Bundesliga wohl auch erhalten werden.

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Zum Staraufgebot des Albateams gehören neben den genannten deutschen Nationalspielern die Ex-Kölner Immanuel McElroy – vielleicht einer der besten Defensivspieler Europas - und Aleksander Nadjfej, der mit fast 70 prozentiger Trefferquote aus der Nahdistanz überragt. Ansu Sesay ist der Topscorer des Teams mit 14 Pkt. im Schnitt und einer wahnsinnigen Dreierquote von 55 Prozent. Julius Jenkins ist mit 5.7 Assists und ebenfalls knapp 14 Pkt. pro Spiel der Leader auf dem Feld. Auf den Guardpositionen wird ihm neben Hamann assistiert von Rashed Wright, der als Topscorer vom Euroleagueteilnehmer Efes Pilsen Istanbul nach Berlin wechselte. In diesem Staraufgebot geht ein Adam Chubb fast unter, der als Quakenbrücker Topscorer an die Spree wechselte. Komplettiert wird das Team von Casey Jacobsen, der von den Memphis Grizzlies direkt aus der NBA  kam und aus Bamberger Zeiten als einer der besten Bundesligaspieler bekannt ist. Er trifft auch in Berlin traumwandlerisch aus der Distanz (51 Prozent) und am Brett (62 Prozent).

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Dass dieses Dreamteam überhaupt Bundesligaspiele verlieren kann, demonstrierten die Ludwigsburger, die am 5. Spieltag Berlin zuhause 65:58 schlagen konnten und am letzten Wochenende Bamberg, das im Prestigeduell klar mit 71:59 die Oberhand behielt. Beiden Berliner Niederlagen vorausgegangen waren schwere Spiele unter der Woche im Europapokal. Auch an diesem Donnerstag treten die Berliner zum Rückrundenauftakt der Euroleague auswärts in Rom an. Reisestrapezen, fehlende Regenerationszeit und auch fehlende Vorbereitungszeit auf die Phantoms könnten – bei optimalem Teamspiel der Braunschweiger – zu einer kleinen Sensation führen.

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Wohl fehlen beim Auftritt in der O2-Arena Jonathan Levy, dessen Rückenbeschwerden nicht den erhofften Heilungsprozess nehmen. Dafür ist Jason Cain nach seinem Bänderriss weiter auf dem Weg der Besserung und wird dem Team helfen können. Auf Berliner Seite ist der Einsatz von Julius Jenkins fraglich, der an einem Bänderanriss laboriert.

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Ziel der Phantoms wird es sein, möglichst lange auf Tuchfühlung zu bleiben und mit kompromissloser Verteidigung den Berlinern nach der Doppelbelastung unter der Woche alles abzuverlangen. Ludwigsburg und Bamberg schafften es unter diesen Bedingungen, Alba unter 60 Punkten zu halten. Sollte dies annähernd auch den Phantoms gelingen und dazu eine gute Offensivleistung glücken, wird man Alba trotz Staraufgebot und tiefer Bank zumindest ärgern können…

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