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Kyle Visser machte 14 Punkte, die reichten aber nicht zum Sieg. Foto: Helmut Thewalt,Trier

Basketball Löwen verlieren zum Saisonauftakt in Trier

03.10.2014

Die Basketball Löwen Braunschweig sind mit einer Niederlage in die Saison gestartet. Die Mannschaft von Cheftrainer Raoul Korner verlor am heutigen Freitag, 3. Oktober, mit 65:79 (34:39) bei TBB Trier. Dabei waren die Braunschweiger gut in die Partie gestartet, hatten jedoch mit Fortlauf der Partie vor allem Probleme mit der Trefferquote. So trafen sie beispielsweise nur drei von 14 Dreipunktewürfen (21 Prozent). Beste Löwen-Punktesammler waren Trent Lockett mit 18 und Kyle Visser mit 14 Zählern. Für Trier trafen Ricky Harris und Vitalis Chikoko mit je 16 Punkten am häufigsten.


Die Basketball Löwen starteten mit Dru Joyce, Trent Lockett, Nicolai Simon, Tim Abromaitis und Kyle Visser in die erste Begegnung der neuen Saison. Shooting Guard Trent Lockett war es vorbehalten, die ersten beiden Punkte des Spiels zu erzielen. Kyle Visser erhöhte wenig später auf 0:4, doch konterte Trier mit einem Vier-Punkte-Spiel zum Ausgleich. Immer wenn es auf Braunschweiger Seite schnell ging, kamen die Löwen-Basketballer zu einfachen Punkten. Sie erzielten mit gutem und schnellem Passspiel das 7:12 und bauten ihre Führung nach einem erfolgreichen Schnellangriff auf 9:16 aus (7. Minute). Aber Joyce & Co. ließen auch einige gute Möglichkeiten liegen. Und weil die Hausherren vor allem von der Dreierlinie wichtige Würfe (50 Prozent Trefferquote) trafen, ging es ausgeglichen beim Stand von 18:18 ins zweite Viertel.

Die Trierer nahmen den Schwung vom Ende des ersten Spielabschnitts mit und gingen mit 24:20 in Führung. Auf Braunschweiger Seite hingegen dauerte es mehr als drei Minuten, ehe Kyle Visser mit zwei Freiwürfen die ersten Punkte für sein Team markierte. Die Gastgeber agierten jetzt griffig in der Defensive, machten die Räume in der Zone dicht und zogen immer wieder erfolgreich zum Korb: Nach versenkten Freiwürfen von Triers Ricky Harris stand es 30:26. Raoul Korner gab dem bisherigen Topscorer Kyle Visser (10 Punkte) jetzt eine Verschnaufpause und schickte dafür Maurice Pluskota aufs Parkett – der einen Einstand nach Maß hatte. Pluskota setzte sich in Korbnähe durch und erzielte vier Punkte in Folge zum 30:30. Bis zur Halbzeit haderten die Basketball Löwen jedoch wie schon zum Viertelbeginn mit ihrem Abschluss. Vor allem von der Dreierlinie wollte bis zu diesem Zeitpunkt fast nichts reinfallen (17 Prozent). In den letzten zwei Minuten kamen sie nur noch zu vier Zählern, während die TBB neun Punkte zum 39:34-Halbzeitstand markierte.

Zurück auf dem Parkett waren zwar die Gastgeber zunächst erfolgreich, doch dann legte das Korner-Team einen Zwischenspurt ein: Ballgewinn und Korbleger Dru Joyce sowie je zwei Zähler durch Kyle Visser und Trent Lockett bedeuteten das 41:40 (23. Minute). In der Folge konnte sich Trier aber erneut absetzen, weil der Korb für die Basketball Löwen erneut vernagelt war. Das schnelle Passspiel aus dem ersten Viertel wurde von Trier verhindert und die Räume eng gemacht. Bis auf 51:43 zogen die Hausherren davon (27. Minute), ehe Nicolai Simon einen Dreier versenkte. Das war offenbar Balsam für die Seele und schien das Löwen-Team wieder zu beflügeln. Bis zum Viertelende verkürzten sie den Rückstand durch viel Einsatz und Immanuel McElroy war es dann, der mit zwei Freiwürfen das 56:54 nach 30 Spielminuten herstellte.

Mit Beginn des letzten Viertels traf Tim Abromaitis zum 56:56-Ausgleich. Jedoch stockte anschließend erneut der Braunschweiger Offensivmotor. Die Trierer legten einen 7:0-Lauf zum 63:56 hin und hatten jetzt auch die volle Unterstützung des eigenen Publikums im Rücken. Dennoch stemmten sich Trent Lockett und Kollegen gegen einen größer werdenden Rückstand, und das erfolgreich. Sie kämpften sich zum wiederholten Male heran und schlossen nach zwei Punkten von Kyle Visser auf 63:61 auf (34. Minute). Aber die Trierer waren sehr wach, bissig und oftmals einen Schritt schneller, während die permanenten Aufholjagden auf Löwen-Seite Kraft gekostet hatten. Daraus schlugen die Gastgeber Kapital. Ihnen gelang ein 12:0-Lauf, während bei den Löwen auch Korbleger nicht mehr durch die Reuse fallen wollten. Das erste Auswärtsspiel der Basketball Löwen endete schlussendlich mit einer 79:65-Niederlage.

Trainerstimmen zum Spiel:

Raoul Korner (Basketball Löwen Braunschweig): „Glückwunsch an Henrik zum verdienten Sieg. Wir haben anfangs das gemacht, was wir machen wollten, den Korb attackiert, durch aggressive Defense gestört. Trier hat sich dann feingekämpft, hat ein paar wichtige Dreier getroffen. Das gab ihnen das Momentum. Danach war es über weite Strecken eng. Für uns war ausschlaggebend, dass wir es über 40 Minuten nicht geschafft haben, Trier an den einfachen Punkten zu hindern. Andererseits haben wir selbst viel liegenlassen, nicht konsequent genug zugegriffen. Das war ein mehr als verdienter Sieg, zu dem ich nochmal gratuliere. Und wir gehen zurück an die Arbeit."

Henrik Rödl (TBB Trier): „Danke für die Glückwünsche. Natürlich ist man froh das erste Spiel zuhause zu gewinnen, gegen ein Team, vor dem man viel Respekt hat. Ich bin sicher, dass Braunschweig im Mittelfeld oder drüber landen wird. Für uns ist das ein kleiner Schritt in die richtige Richtung. Wir freuen uns über den Sieg und müssen uns jetzt sofort umstellen, um am Sonntag in Weißenfels gegen den MBC zu spielen. Wir hatten eine hohe Intensität und eine gute Verteidigung, bis auf eine Phase im dritten Viertel, wo wir mit einem eigentlich bekannten Braunschweiger System nicht klar kamen. Sonst war es insgesamt defensiv gut, wobei Braunschweig einige gute Wurfchancen vergeben hat und wir nicht - so ist das Spiel. Wer trifft, gewinnt.“

Basketball Löwen Braunschweig: Gertz, Johnson, Visser 14, Theis, Joyce 7 (5 Assists), Allen 4, Pluskota 5, Abromaitis 6 (7 Rebounds), Adler n.e., McElroy 5 (9 Rebounds), Lockett 18 (5 Rebounds, 4 Assists), Simon 6.

TBB Trier: Harris 16, Canty 5, Dahlem, Lukovic 12, Schmidt, Fritzen, Mönninghoff 9, Wenzl 2, Chikoko 16, Vrabac 5, Bucknor 10, Anderson 4.


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