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Unter den Körben war es für Trent Lockett & Co. schwer sich gegen die Bayern zu behaupten. Foto: Ingo Hoffmann/PartnerDesign

Basketball Löwen verlieren gegen FC Bayern München mit 70:88

21.12.2014

Es ist nichts mit dem vorzeitigen Weihnachtsgeschenk geworden: Die Basketball Löwen Braunschweig haben drei Tage vor Heilig Abend in der heimischen Volkswagen Halle mit 70:88 (39:44) gegen den amtierenden Deutschen Meister und aktuellen Tabellenzweiten FC Bayern München verloren. 4531 Zuschauer sahen eine Partie, in der die Mannschaft von Löwen-Trainer Raoul Korner in der ersten Halbzeit gut mitspielte, aber von Beginn an Probleme hatte, die Offensiv-Rebounds des Gegners zu kontrollieren (insgesamt 24). In der zweiten Spielhälfte schien der Korb für die Braunschweiger zudem teilweise wie vernagelt, weshalb der Rückstand auf die Münchner anwuchs und nicht mehr zu korrigieren war. Bei den Basketball Löwen wurde Trent Lockett mit 18 Punkten Topscorer. Derrick Allen kam auf ein Double-Double von 16 Punkten und elf Rebounds, während Immanuel McElroy sich mit den heute aufgelegten drei Assists an die Spitze der besten Vorlagengeber der Beko BBL seit Beginn 1998/99 manövrierte. Bester Münchner Punktesammler wurde John Bryant mit 16 Zählern.


Die Partie ging mit viel Feuer los: Auf einen Dreier des FC Bayern folgte ein Korbleger von Trent Lockett und darauf ein unsportliches Foul von Anton Gavel an Tim Abromaitis, der zwei Freiwürfe zum 4:3 verwandelte. Die Basketball Löwen sollten auch in den nächsten Minuten den Ton angeben und weiterhin in Führung bleiben. Und als Nicolai Simon einen Dreier zum 11:5 versenkt hatte, nahm Svetislav Pesic die erste Auszeit (3. Minute). Aus dieser kam der Meister vor allem am offensiven Brett deutlich verbessert zurück. Die Münchner nutzten mehrfach zweite Chancen und schlossen zum 13:12 auf. Auf Braunschweiger Seite hingegen schlichen sich jetzt vermehrt Ballverluste ein und im Angriff konnten sie nicht mehr das schnelle und erfolgreiche Spiel der Anfangsminuten fortsetzen. Und weil der FC Bayern nun auch treffsicherer wurde, gerieten die Basketball Löwen bis zum Viertelende mit 21:28 in Rückstand.

Wie schon zu Beginn der ersten zehn Minuten fanden die Basketball Löwen auch jetzt immer wieder Derrick Allen unter dem Korb. Der Routinier setzte sich gut gegen Bayerns Vladimir Stimac durch, jedoch hatte die Mannschaft von Raoul Korner nach wie vor Probleme, die Bretter zu kontrollieren. Immer wieder griff sich der Meister Offensiv-Rebounds und behauptete dadurch seine Führung. Aber die Braunschweiger kämpften sich dennoch Stück für Stück heran. Als Immanuel McElroy Nicolai Simon auf der Außenposition fand, dieser einen Dreier verwandelte und Trent Lockett im Anschluss zwei Freiwürfe einnetzte, waren sie wieder auf 33:35 dran (15. Minute)! Tim Abromaitis & Co. blieben in Schlagdistanz. Doch auf eigene erfolgreiche Aktionen fanden die Gäste trotz einer guten Zonenverteidigung immer wieder eine Antwort. So gingen die Basketball Löwen mit fünf Punkten Rückstand beim Stand von 39:44 in die Halbzeitpause.

Mit einem krachenden Dunking eröffnete Tim Abromaitis das dritte Viertel. Und die Basketball Löwen hatten darauf weitere Möglichkeiten, noch näher an den Tabellenzweiten heranzukommen. Doch verpufften diese Chancen. Die Münchner hingegen versenkten zwei Dreier in Folge und zogen auf 41:50 weg (23. Minute). Das Korner-Team hatte jetzt offensiv an Rhythmus verloren, noch so freie Würfe wollten nicht durch die Reuse rauschen. Zwar traf der Deutsche Meister auch nicht hochprozentig, konnte den Braunschweiger Rückstand jedoch auf 14 Punkte erhöhen (49:63, 29. Minute). Derrick Allen und Kollegen waren vor allem dann erfolgreich, wenn sie schnell nach vorne spielen konnten. So auch nach einem Ballgewinn von Dru Joyce, der auf Immanuel McElroy passte, welcher aus einem Schnellangriff per Korbleger zum 51:63 traf. Den Schlusspunkt dieses Viertels setzte allerdings ein weiterer Offensiv-Rebound der Gäste, der in zwei Freiwürfen zum 53:65 für den FC Bayern München endete.

Auch mit Beginn der letzten zehn Minuten blieb der Korb für die Basketball Löwen wie vernagelt. Ob offener Dreier oder Korbleger – nichts wollte durchs Netz fallen. Immanuel McElroy war es dann nach zwei Minuten vorbehalten, mit zwei Freiwürfen für die ersten Zähler in diesem Viertel zu sorgen, da hatten die Münchner jedoch schon fünf markiert (55:70, 32. Minute). Aber als Dru Joyce darauf per Dreier seine ersten Punkte überhaupt in diesem Spiel markierte, und sein Team nach einem unsportlichen Foul gegen die Gäste bis auf 63:74 dran war, keimte wieder ein wenig Hoffnung auf. Die zerschlug sich allerdings ganz schnell: Denn während die Basketball Löwen erneut gute Möglichkeiten liegen ließen, markierte der FC Bayern München neun Zähler in Serie zum 63:83. Damit war die Partie zwei Minuten vor dem Ende vorentschieden.

Trainerstimmen zum Spiel:

Raoul Korner (Basketball Löwen Braunschweig): Gratulation an den FC Bayern München, der den Sieg verdient hat. Wir hätten einen perfekten Tag für einen Sieg gebraucht, über 40 Minuten. Zwar haben wir phasenweise anständig gespielt, wurden aber unter dem Korb demoliert. Das zeigen dann auch die 24 Offensiv-Rebounds der Münchner und ich kann mich nicht erinnern, dass ich so etwas schon einmal erlebt habe. Wir haben gekämpft und alles gegeben. Aber bei dem ein oder anderen war heute nicht mehr drin. Zuletzt gilt mein Dank den Fans, die heute zahlreich erschienen sind und eine gute Stimmung gemacht haben. Ich hoffe alle Fans, die heute da waren, im neuen Jahr wiederzusehen und wünsche frohe Weihnachten.

Svetislav Pesic (FC Bayern München): Wir haben heute in 40 Minuten nur sechs Ballverluste auf unserem Konto. Das hat gezeigt, dass wir eine gute und konzentrierte Leistung geboten haben. Sechs Ballverluste sind nichts, wenn man gegen ein Team spielt, dass mit viel Aggressivität rauskommt und höchst motiviert ist, gegen uns zu gewinnen. Wir haben eine professionelle Einstellung gezeigt. Natürlich kann man besser spielen, als wir es heute getan haben. Aber wir haben uns gut behauptet und auch noch Spielern Einsatzzeit geben können, die zuletzt verletzt waren. Für uns war dies ein wichtiger Faktor und deshalb war es auch wichtig für uns, dieses Spiel so zu gewinnen.

Basketball Löwen Braunschweig: Gertz 3, Johnson n.e., Visser 2, Theis, Joyce 5 (6 Assists), Allen 16 (11 Rebounds), Pluskota 2, Abromaitis 12 (7 Rebounds), Adler, McElroy 6, Lockett 18, Simon 6.

FC Bayern München: McCalebb 12 (6 Assists), Schaffartzik 8, Staiger n.e., Djedovic 6, Stimac 10 (13 Rebounds), Zipser 13 (8 Rebounds), Savanovic 4, Gavel 10 (5 Assists), Taylor 6 (6 Rebounds), Jagla 3, Bryant 16 (8 Rebounds).


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