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Nicolai Simon konnte an alter Wirkungsstätte nicht den ersten Auswärtssieg der Saison feiern. Foto: ULMER/Markus Ulmer

Basketball Löwen verlieren deutlich gegen offensivstarke Tübinger

24.10.2014

Die Basketball Löwen Braunschweig haben am Freitag, 24. Oktober, mit 76:93 (36:44) bei den WALTER Tigers Tübingen verloren. In einer in der ersten Halbzeit über weite Strecken ausgeglichenen Partie, mussten sich die Braunschweiger Bundesliga-Basketballer mit Fortlauf des Spiels einer offensivstarken und treffsicheren Tübinger Mannschaft beugen. Insgesamt 46 Prozent ihrer Dreipunktewürfe versenkten die Hausherren, während die Mannschaft von Löwen-Trainer Raoul Korner in der Offensive phasenweise stockte und lediglich 28 Prozent Dreierquote aufzuweisen hatte. Bester Löwen-Punktesammler war Trent Lockett mit 16 Zählern. Bei Tübingen kam Nick Wiggins auf 17 Punkte.


Die ersten Punkte der Begegnung erfolgten auf beiden Seiten über die Center: Sowohl Kyle Visser wie auch Tübingens Anatoly Kashirov waren erfolgreich. In der Folge wurde das Spiel aber etwas mehr auf außen verlagert. Und auch wenn die Basketball Löwen aus der Distanz noch nicht ganz den richtigen Wurfrhythmus gefunden hatten, so hielten sie die Partie offen, weil sie sich immer wieder Freiwürfe erarbeiteten (9:8, 4. Minute). Nach einem Dreier der Hausherren lag das Korner-Team mit 15:11 zurück, hatte sich aber erneut mit Freiwürfen herangeworfen und nach weiteren Punkten von Trent Lockett auch die Führung übernommen (15:16, 8. Minute). In das zweite Viertel ging es jedoch mit einem knappen Zwei-Punkte-Rückstand von 20:18.

Hier hatten die Braunschweiger Korbjäger zunächst Probleme, Aleksandar Nadjfeji zu kontrollieren. Der Routinier markierte vier Zähler in Folge, Raoul Korner nahm eine Auszeit. Auf die ließ Tim Abromaitis, der kurz darauf umknickte und in diesem Viertel nicht mehr spielte, seinen zweiten Dreier in dieser Partie zum 24:21 folgen (12. Minute). Zwar konterten die Tübinger prompt, kamen anschließend durch eine höhere Braunschweiger Verteidigungsintensität aber nicht mehr erfolgreich zum Abschluss. McElroy & Co. gelang dafür ein 8:0-Lauf, mit dem sie sich die Führung zurückholten (27:29, 15. Minute). Nun nahm Igor Perovic eine Auszeit, und nach dieser wechselte die Führung erneut. Die Tigers waren jetzt heiß aus der Distanz und versenkten ihre Würfe hochprozentig (47 Prozent Dreier). Die Basketball Löwen hingegen suchten immer wieder erfolgreich den Weg zum Korb, und so blieb das Spiel eng. Erst in den letzten zwei Minuten dieses Viertels geriet die Korner-Mannschaft etwas deutlicher in Rückstand und ging beim Stand von 44:36 in die Halbzeitpause.

Zurück aus der Kabine war Pfeffer im Spiel, was zwei unsportliche Fouls gegen Dru Joyce und Branislav Ratkovica zu einem etwas späteren Zeitpunkt belegen sollten. Zuvor waren die Basketball Löwen mit zehn Zählern ins Hintertreffen geraten, fanden mit Fortlauf der Partie aber vermehrt Kyle Visser unter dem Korb, der im Verbund mit Tim Abromaitis das 53:48 markierte (26. Minute). Aber die WALTER Tigers bauten viel Druck auf, was dazu führte, dass Dru Joyce & Co. fast drei Minuten ohne Korberfolg blieben – und die Hausherren davonzogen. Nicolai Simon war es an früherer Wirkungsstätte vorbehalten, anderthalb Minuten vor dem Viertelende per Dreier das 63:51 zu erzielen. Danach gelangen den Basketball Löwen nur noch zwei weitere Zähler, weshalb es mit einem 13-Punkte-Rückstand in den letzten Spielabschnitt ging (66:53).

Die Braunschweiger Korbjäger suchten offensiv ihren Rhythmus und mussten erneut mehr als zwei Minuten warten, bis sie nach tollem Einsatz von Maurice Pluskota ihre ersten Zähler in diesem Viertel zum 68:56 markieren konnten (33. Minute). Die Korner-Mannschaft versuchte die Intensität noch einmal hochzuschrauben. Und als Immanuel McElroy mit Ablauf der 24-Sekundenuhr einen Dreier zum 70:61 getroffen hatte (35. Minute), keimte Hoffnung auf. Doch wie schon in den Vierteln zuvor fanden die WALTER Tigers immer wieder eine passende Antwort aus der Distanz und zogen so auf 75:61 weg. Trent Lockett und Kollegen gingen nun in die Pressverteidigung über, womit sie erfolgreich waren und auf zehn Zähler Rückstand verkürzen konnten (77:67, 80:70, 82:72). Näher heran kamen sie aber auch aufgrund einer starken Tigers-Trefferquote nicht mehr. Stattdessen besiegelte ein weiterer Tübinger Dreier in der letzten Sekunde die schlussendlich deutliche 93:76-Niederlage.

Trainerstimmen zum Spiel:

Raoul Korner (Basketball Löwen Braunschweig): Glückwunsch an Tübingen zu dem verdienten Sieg. Nach den ersten 15 Minuten hatten wir uns noch Chancen ausgerechnet, denn da haben wir gut gespielt. Im gesamten Match haben wir aber den Ball einfach zu wenig bewegt, unter dem Korb nicht stark genug abgeschlossen und auch keine Dreier getroffen. Wir müssen unsere Intensität steigern, um solche Spiele zu gewinnen.

Igor Perovic (WALTER Tigers Tübingen): Dies war ein sehr wichtiges Spiel für uns. Nach fünf Niederlagen in Folge ist es schwer ein gutes Spiel zu machen, das haben die Jungs aber heute geschafft. Wir haben super als Team agiert, alle zehn Spieler haben ihren Teil geleistet.

Basketball Löwen Braunschweig: Gertz, Johnson n.e., Visser 14, Theis n.e., Joyce 5 (8 Assists), Allen 7, Pluskota 3, Abromaitis 15, Adler n.e., McElroy 11, Lockett 16 (9 Rebounds), Simon 5.

WALTER Tigers Tübingen: Wallace 11, Ratkovica 8 (10 Assists), Wiggins 17, Nadjfeji 9 (5 Rebounds), Jönke 6, Albus, Radosavljevic 4, Kashirov 15 (9 Rebounds), Cuffee 12, Rubit 11 (8 Rebounds).


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