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13.02.2008

New Yorker Phantoms – TBB Trier 94:84 (23:25, 27:14, 22:25, 22:20)

Nach elf Tagen Pause ging es für die New Yorker Phantoms endlich wieder auf das so geliebte Bundesliga-Parkett. Doch bei aller Liebe wollte zu Beginn gegen den TBB Trier nicht der rechte Spielrhythmus aufkommen. Dieser sollte sich erst im zweiten Viertel entwickeln und für eine spannende Partie mit vielen sehenswerten Aktionen beider Teams sorgen.


New Yorker Phantoms – TBB Trier 94:84 (23:25, 27:14, 22:25, 22:20)

Nach elf Tagen Pause ging es für die New Yorker Phantoms endlich wieder auf das so geliebte Bundesliga-Parkett. Doch bei aller Liebe wollte zu Beginn gegen den TBB Trier nicht der rechte Spielrhythmus aufkommen. Dieser sollte sich erst im zweiten Viertel entwickeln und für eine spannende Partie mit vielen sehenswerten Aktionen beider Teams sorgen. Dass die Hausherren sich am Ende mit 94:84 durchsetzten und damit wieder auf den achten Tabellenplatz schoben, lag sowohl an der guten Teamdefense, die bei Trier für 22 Ballverluste sorgte, und John Allen, der mit 27 Punkten und neun Assists beinahe ein Double-Double der eher seltenen Art auflegte.


Nein, das konnte nicht der Tabellensechzehnte der Basketball Bundesliga sein. Der TBB Trier agierte in den ersten Minuten zumindest nicht wie eine sich im Abstiegskampf befindliche Mannschaft. Zu souverän, zu abgezockt zelebrierten die Mannen von Gäste-Trainer Yves Defraigne ihr Pick-and-Roll an der Dreierlinie, aus welchem sie stets einen sicheren Abschluss am Brett generierten (0:7, 2. Minute). Genährt durch unnötige Braunschweiger Ballverluste erhielt das Selbstvertrauen der Trierer früh einen Schub, der die Differenz zunehmend größer werden ließ (10:19, 6. Minute). Erst als die Phantoms ihrerseits genug Zug zum Korb entwickelten und die Moselaner in Form von absinkender Verteidigung darauf reagierten, nahmen die Hausherren Fahrt auf. Denn den freien Raum an der Dreierlinie nutzten Andrew Drevo und Steven Wright, um aus der Distanz erfolgreich zuzuschlagen und den Rückstand pünktlich zur Viertelpause zu reduzieren (23:25).


Was sich Ende des ersten Viertel bereits angedeutet hatte, fand gleich zu Beginn des zweiten Spielabschnittes seine Bestätigung. Braunschweig trat endlich mit der nötigen Konsequenz auf, derer es bedarf, um einen Lauf zu starten. Über die Verteidigung wurde genügend Druck entwickelt, sodass Trier sich zwei Ballverluste in Folge leistete. Einen davon nutzte die sich bereits bewährte Kombination aus John Allen als Absender und Jonathan Levy als Empfänger des Balls deutlich oberhalb von 3,05 Meter Höhe. Insgesamt markierten die Phantoms elf Zähler in Serie, wobei Allen sich als sicherer Schütze erwies (34:25, 13. Minute). Mit 17 erzielten Punkten in diesem Viertel zeigt er sich produktiver als die komplette Gästemannschaft und hatte bereits zur Pause 22 Zähler auf seinem Konto (50:39).


Bis dahin war TBB-Guard Austen Rowland nur durch seine vier Turnover aufgefallen. Dies war dem ehemaligen Ulmer während der Halbzeitpause anscheinend auch aufgefallen und präsentierte sich nach dem Seitenwechsel von seiner gönnerhaften Seite. Sieben direkte Korbvorlagen verließen die Hände des Amerikaners, was sich schlagartig im Ergebnis wiederspiegelte (56:52, 23. Minute). Das Aufbegehren der Gäste währte jedoch nur, bis Braunschweig in der Offensive seinen Rhythmus erneut fand und auf mehr Struktur, denn Run-and-Gun, setzte (72:64).


Es gab über weite Strecken des Schlussviertels nicht der Basketball, den Yves Defraigne und Emir Mutapcic von ihren Spieler sehen wollten. Zu hektisch wurde auf beiden Seiten agiert. Zu früh der Ausstieg gewählt. Zu unüberlegt der lange Pass gegeben, anstatt im geordneten Halbfeld nach der hochprozentigeren Chance zu suchen. Dennoch hatte Trier mehr davon, konnte verkürzen und schien nach einem Dreier von James Gillingham tatsächlich wieder im Geschäft zu sein (78:75, 35. Minute). Doch war es eine Auszeit von Defraigne – welcher sich mehr Ruhe im Spiel wünschte – die dem TBB den Wind aus den Segeln nahm. Die Phantoms zeigten gegen die nun aufgefahrene Ball-Raum-Deckung viel Geduld und ließen sich auch von taktischen Fouls nicht mehr vom eingeschlagenen Weg abbringen.

Die New Yorker Phantoms gewinnen das erste Spiel der Rückserie gegen den TBB Trier mit 94:84 und bestreiten bereits am kommenden Sonntag ihr nächstes Spiel – bei den Eisbären Bremerhaven.


Bei ungemein hohen Trefferquoten (NYP: 56%, TBB: 66%) beider Teams gab es für die Coaches offensiv nur wenig zu bemängeln. Doch machte Triers Yves Defraigne einen Punkt ausfindig, der sich im Verlauf der 40 Minuten zum Nachteil seiner Mannschaft entwickelte. „Bei solchen Quoten kommt es auf die Zahl der Ballbesitze an“, so der Gästetrainer. Braunschweig warf 59 Mal (33 Treffer), Trier 50 Mal (33 Treffer) auf den Korb. „Wenn man sich dann allerdings 22 Ballverluste leistet ist es schwer, diese zu kompensieren. Wir sind auf den Außenpositionen nicht tief genug besetzt, um solche Phasen, in denen wir mehr emotional denn intelligent agieren, zu überstehen.“ Die Phantoms leisteten sich lediglich elf Turnover. „Durch die drei Probleme, die wir mit in dieses Spiel gebracht haben – die Sperre Anthony Colemans, der fehlende Spielrhythmus und unsere Trainingsbedingungen – fehlte zu Beginn die nötige Aggressivität“, resümierte Phantoms-Coach Emir Mutapcic. „Über unsere Verteidigung haben wir sie dann langsam entwickeln können.“

New Yorker Phantoms:

Wright (7/1), Levy (12), Allen (27/2), Visser (10), Drevo (15/2),Jones (14), Cain (9)


TBB Trier:

Hoffmann (3/1), Almanson (9/1), Green (26/1), Gillingham (19/2), Moore (3), Cage (11/3), Rowland (7/1), Whorton (2), Benton (4)

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