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„Auswärtstournee“ startet beim Meister Brose Baskets

07.11.2013

Drei Mal in Folge müssen die New Yorker Phantoms Braunschweig in den kommenden Wochen auswärts ran. Zum Auftakt dieser Partien in der Fremde treten die Schützlinge von Headcoach Raoul Korner am Sonntag, 10. November, bei niemandem Geringeren als dem amtierenden deutschen Meister Brose Baskets in Bamberg an. Tip-Off der Begegnung beim aktuellen Tabellenfünften in der brose Arena ist um 17.00 Uhr.


Nach der keinesfalls leicht zu verdauenden Niederlage vom letzten Wochenende gegen die WALTER Tigers Tübingen haben die Braunschweiger Bundesliga-Basketballer die Gründe dafür noch einmal genau unter die Lupe genommen. „Wir haben das Spiel intensiv aus mehreren Blickwinkeln analysiert und in der Woche ebenfalls hart an der Defensivschwäche gearbeitet“, so Raoul Korner. Im Blickpunkt habe dabei auch der Einbruch seiner Mannschaft in der zweiten Halbzeit gegen Tübingen gestanden, in der Kyle Visser & Co. nicht mehr mit der nötigen Energie und Intensität agiert hatten. „Das darf sich in der Form nicht wiederholen. In den nächsten Spielen müssen wir mit absolutem Fokus und hoher Intensität über 40 Minuten spielen“, fordert der Phantoms-Cheftrainer.

Gegen den dreifachen Double-Sieger wird das auch unbedingt nötig sein, wenn man den Hauch einer Chance auf einen Überraschungssieg bis zum Ende der Partie wahren möchte. Zwar haben die Bamberger in der Beko BBL bereits zwei Niederlagen kassiert und rangieren aufgrund dessen „nur“ auf dem fünften Platz. Allerdings verloren sie bisher lediglich auswärts beim Meisterschafts-Mitfavoriten FC Bayern München (74:84) und bei den Artland Dragons (68:71). Vor heimischem Publikum hat sich die Mannschaft von Brose-Trainer Chris Fleming hingegen noch keine Blöße gegeben und dort nicht nur die regulären Ligaspiele, sondern auch die Euroleague-Partien gegen SIG Strasbourg und Efes Istanbul gewonnen.

Doch es ist nicht nur die Heimstärke, die es besonders schwer macht, erfolgreich gegen diesen Gegner zu bestehen. Denn der Bamberger Kader strotzt vor immenser Qualität und Tiefe. Zwar mussten die Franken im Sommer ihren zweitbesten Punktesammler der letzten Saison Bostjan Nachbar nach Barcelona ziehen lassen und haben zudem nicht mit Matt Walsh, Alex Renfroe und Andrew James Ogilvy verlängert. Dafür sind jetzt der in Braunschweig bestens bekannte Zack Wright sowie Jamar Smith, Rakim Sanders und Damir Markota neu im Team.

Guard Zack Wright begann seine professionelle Basketball-Karriere in der Saison 2007/08 beim New Yorker Phantoms Kooperationspartner Spot Up Medien Baskets in der ProB und startete im Anschluss auf europäischer Ebene durch. Nach Engagements in Frankreich, Griechenland, Kroatien und Russland läuft er nun für die Bamberger auf und ist bislang Topscorer des Teams mit 15,4 Punkten im Schnitt. Jamar Smith als zweiter Neuzugang kommt auf starke 14 Zähler bei einer Dreierquote von knapp 41 Prozent. Geblieben sind neben Nationalcenter Maik Zirbes (10,1 Punkte), US-Forward Sharrod Ford (7,7 Punkte und 5,7 Rebounds) und den weiteren deutschen Akteuren Philipp Neumann und Karsten Tadda auch die drei tragenden Säulen und Schlüsselspieler im Fleming-System Anton Gavel (13 Punkte, 48 Prozent Dreier), Casey Jacobsen (8,1 Punkte) und John Goldsberry.

„Bamberg hat den festen Kern halten können. Zwar läuft noch nicht alles zu 100 Prozent rund, aber sie haben grundsätzlich eine gute Ballbewegung und treffen gute Entscheidungen. Die Mannschaft wird nicht chaotisch und fängt nicht an zu schwimmen, wenn es für ein paar Minuten mal nicht läuft. Und das unterscheidet sie von vielen anderen Teams. Sie halten schlicht und ergreifend ein Mindestniveau. Nicht zuletzt deshalb sind wir gefordert, über 40 Minuten unser volles Potenzial auszuschöpfen und auch über uns hinauszuwachsen, wenn wir eine Siegchance gegen die Brose Baskets haben wollen“, sagt Raoul Korner.

Der Headcoach, der sich mit dem Team bereits am Samstag auf den Weg nach Bamberg begibt, kann in dieser Partie auf seinen vollständigen Kader zurückgreifen. Zwar pausierte Immanuel McElroy aufgrund einer leichten muskulären Zerrung in der Wade einige Tage, seinem Einsatz am Sonntag scheint dies jedoch nicht im Wege zu stehen.


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