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Dru Joyce erzielte an alter Wirkungsstätte 14 Punkte. Foto: Ulf Duda

Auswärts weiterhin ohne Erfolgserlebnis

01.11.2014

Auch im vierten Auswärtsspiel der laufenden Saison konnten die Basketball Löwen Braunschweig nicht ihren ersten Sieg in der Fremde feiern. Sie unterlagen am heutigen Samstag, 1. November, mit 70:84 (27:36) bei den EWE Baskets Oldenburg. Die Partie gestaltete sich zunächst ausgeglichen, ehe die Hausherren sich kurz vor der Halbzeit erstmals deutlicher absetzen konnten. Zwar kam die Mannschaft von Löwen-Trainer Raoul Korner mit einem besseren Offensiv-Rhythmus als zuvor zurück auf das Parkett und konnte den Rückstand verkürzen. Doch zeigten die EWE Baskets im letzten Viertel ihre Qualität, dominierten die Partie und ließen den Braunschweigern keine Chance mehr. Bester Löwen-Punktesammler war Tim Abromaitis mit 15 Zählern. Bei den Oldenburgern war Adam Chubb mit 23 Punkten am erfolgreichsten.


Erstmalig in dieser Saison begannen die Basketball Löwen mit Immanuel McElroy in der Startaufstellung. Die Anfangsphase gehörte aber Kyle Visser. Der Braunschweiger Center markierte die ersten vier Punkte seines Teams zum 5:4 (2. Minute). In der Offensive lief es jedoch auf beiden Seiten noch nicht richtig rund und so blieben Punkte Mangelware. Immanuel McElroy war es nach knapp sechs Spielminuten in einer ausgeglichenen Partie vorbehalten, das 9:9 zu erzielen. Sowohl die Basketball Löwen wie auch die Oldenburger suchten in dieser Phase fast ausnahmslos den direkten Weg zum Korb, beide Teams hatten bis zum Ende der ersten zehn Minuten jeweils nur zwei Mal von der Dreierlinie geworfen. In das zweite Viertel der bis hierhin völlig offenen Partie ging es beim Stand von 17:15 für die Hausherren.

Dru Joyce markierte hier seine ersten Zähler an alter Wirkungsstätte zum 17:17. Danach fielen fast vier Minuten auf beiden Seiten keine Punkte, ehe die EWE Baskets zwei Mal erfolgreich waren und Raoul Korner beim Stand von 21:17 eine Auszeit nahm (15. Minute). Kurz darauf war es erneut Dru Joyce, der zum 23:19 verkürzte. Aber von einem offensiven Rhythmus waren die Basketball Löwen immer noch deutlich entfernt. Weil sie defensiv aber gut arbeiteten, kamen die EWE Baskets lange Zeit auch nicht so richtig zum Zug. Jedoch war es dann ein Dreier von Oldenburgs Aleksandrov, der das 30:21 in der 18. Minute bedeutete. Dru Joyce stemmte sich gegen einen größer werdenden Rückstand. Er war bis zu diesem Zeitpunkt zum wiederholten Male zusammen mit Kyle Visser die tragende Säule im Braunschweiger Spiel. Allerdings konnte diese Achse nicht verhindern, dass sich die EWE Baskets bis zur Halbzeit auf 37:26 absetzten.

Zurück auf dem Parkett versenkte Tim Abromaitis den ersten Braunschweiger Dreier in dieser Partie. Der Antreiber im Löwen-Spiel war aber Dru Joyce. Der Point Guard zog immer wieder zum Korb und hatte nach erfolgreichen Freiwürfen das 43:37 erzielt (24. Minute). Derrick Allen verkürzte den Rückstand sogar auf vier Zähler (43:39), ehe die EWE Baskets einen 7:0-Lauf einlegten. Zwar mühten sich die Basketball Löwen um einen kämpferischen Maurice Pluskota, wieder näher heranzukommen. Allerdings sah dies zunächst vergeblich aus. Denn in dieser Phase fanden die Braunschweiger kaum Mittel, um die Oldenburger Big Men zu stoppen. Doch mit einer insgesamt aggressiveren Verteidigung, viel Einsatz und eigenen erfolgreichen Abschlüssen wurde es nach einem Dreier von Trent Lockett wieder richtig eng. Und so ging es mit 62:57 in das letzte Viertel.

Hier war es erneut der Löwen-Shooting Guard, der mit einem spektakulären Dunking ein Ausrufezeichen setzte und für ein Raunen auf den Rängen sorgte. Die Oldenburger blieben aber ruhig, zeigten ihre Qualität und versenkten nach geduldigem Passspiel zwei Dreier zum 68:59 (32. Minute). Die Hausherren kontrollierten und dominierten ab diesem Zeitpunkt die Partie und setzten sich weiter ab. Sie ließen kein erneutes Aufbäumen der Basketball Löwen zu, die sechs Minuten vor dem Ende auch ohne Kyle Visser auskommen mussten: Der Center hatte sein fünftes Foul kassiert und konnte daher nicht mehr mitwirken. Cornelius Adler bekam in den letzten drei Minuten der bereits entschiedenen Partie seine ersten Beko BBL-Minuten in dieser Saison. Damit kamen in dieser Begegnung, die mit 70:84 endete, alle Spieler zum Einsatz.

Trainerstimmen zum Spiel:

Raoul Korner (Basketball Löwen Braunschweig): Glückwunsch an Oldenburg zu einem verdienten Sieg. Wir haben das ganze Spiel über gekämpft, hatten aber besonders in der ersten Halbzeit massive Probleme den Ball in den Korb zu bekommen. Wir haben keinen Dreier getroffen, Kyle Visser mit Foulproblemen verloren, haben zwei Buzzer Beater kassiert und dazu noch einige Offensivrebounds abgegeben. Das kann man sich in der Kombination nicht erlauben. Aus der Halbzeit sind wir deutlich intensiver gestartet, haben mit einem Dreier direkt den Bann gebrochen und dann mit mehr Selbstvertrauen unsere Optionen gefunden. Über 40 Minuten müssen wir die höhere Qualität der Oldenburger anerkennen. Die Aufgabe Adam Chubb war für uns nichts zu lösen.

Sebastian Machowski (EWE Baskets Oldenburg): Ich habe der Mannschaft schon zu diesem Sieg in einer schwierigen Lage gratuliert. In der zweiten Halbzeit haben wir Dru Joyce kontrolliert. Wir haben dann auch den Ball deutlich besser laufen lassen, dafür spricht auch die hohe Zahl an Assists in der zweiten Hälfte. Wie auch schon in Hagen, haben wir den Ball konsequent ans Brett gebracht. Philipp Neumann und Adam Chubb haben stark agiert, besonders freut mich die Leistung von Philip Zwiener. Nemanja Aleksandrov war von der Dreierlinie über das ganze Spiel gefährlich. Es ist für uns wichtig, dass wir Casper Ware verpflichtet haben und hoffentlich auch Maurice Stuckey bald wieder zurück ist, damit wir das schwere Programm mit dem Eurocup verkraften können.

Basketball Löwen Braunschweig: Gertz, Visser 8, Theis, Joyce 14 (4 Assists), Allen 2, Pluskota 9, Abromaitis 15, Adler, McElroy 8, Lockett 9, Simon 5.

EWE Baskets: Kramer 4 (8 Assists), Zwiener 11 (8 Rebounds), Chubb 23, Smeulders, Lockhart 3, Jenkins 4, Paulding 8, Wimberg, Aleksandrov 17, Neumann 14 (5 Rebounds).


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