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Aus der Lokhalle einen Vogelkäfig machen

24.04.2008

Samstag, 26.4., 19:30 Uhr: BG Göttingen – New Yorker Phantoms

  Tabellen können so trügerisch sein. Denn Zahlen und Positionen drücken nicht immer das aus, was der Realität entspricht. Ein gutes Beispiel ist die BG 74 Göttingen. Der Zweitligaaufsteiger ist momentan Rangvierzehnter – fernab der Playoffs oder des Abstiegssogs.


Samstag, 26.4., 19:30 Uhr: BG Göttingen – New Yorker Phantoms

 

Tabellen können so trügerisch sein. Denn Zahlen und Positionen drücken nicht immer das aus, was der Realität entspricht. Ein gutes Beispiel ist die BG 74 Göttingen. Der Zweitligaaufsteiger ist momentan Rangvierzehnter – fernab der Playoffs oder des Abstiegssogs. Doch die „Veilchen“ haben es faustdick hinter den Ohren. Das mussten auch die New Yorker Phantoms im Hinspiel zähneknirschend zur Kenntnis nehmen, als sie in eigener Halle mit 83:88 nach Verlängerung unterlagen. Diese Schlappe gilt es nun wett zu machen, immerhin möchten sich Braunschweigs Basketballer mit einem starken Saisonfinish in den langen Sommer verabschieden. Auch wenn die Playoffs seit dem hauchdünnen 82:81-Sieg Bremerhavens in Frankfurt unter der Woche rein rechnerisch nicht mehr zu erreichen sind, so will das Team von Emir Mutapcic nochmals ein Zeichen setzen.

 

Die südniedersächsischen Gastgeber haben bisher zwölf Siege einfahren können, davon exakt die Hälfte in der heimischen Lokhalle. Klar erkennbar ist, dass sich die Truppe von Coach John Patrick in den eigenen vier Wänden deutlich wohler zu fühlen scheint, als auf auswärtigem Parkett. In der Lokhalle hatte die BG am Ende eines jeden Erfolgs durchschnittlich 11,8 Punkte Differenz zwischen sich und die Konkurrenz gelegt. In der Fremde waren es jeweils nur 8,6 Zähler. Der Unterschied beträgt auf den ersten Blick lediglich einen Dreier, doch gerade in Göttingen ist bestens bekannt, dass ein Distanzwurf durchaus entscheidende Wirkung haben kann – immerhin sicherten sich die „Veilchen“ seinerzeit auf diese Weise den BBL-Aufstieg.

 

Zuletzt musste Göttingen in sieben Ansetzungen sechs Niederlagen einstecken. Nur bei den Telekom Baskets Bonn wussten sie mit 69:67 zwei Meisterschaftspunkte zu entführen. Die Mittel sind weiterhin unverändert und werden in der Basketball Bundesliga immer noch mit teils großen Augen bestaunt. Denn der von Patrick diktierte Hochgeschwindigkeits-Basketball bringt nicht nur die generische Verteidigung, sondern meist auch die drei Unparteiischen mächtig ins Schwitzen. Im Eiltempo geht es auf dem Feld rauf und runter, immer auf der Suche nach dem schnellen und brettnahen Abschluss. Was in der ehemaligen 2. Liga Nord mit absoluter Brillanz funktionierte, hat sich auch im Oberhaus bewährt – wenngleich im Saisonverlauf ein deutlich souveräneres Setplay als weitere Option hinzukam. Die treibenden Kräfte, wie könnte es anders sein, sind kleine Spieler, die ein natürliches Gespür für den guten Wurf haben. So führt das Guard-Duo um Darren Brooks (13,6 PpS) und Jeb Ivey (12,5 PpS) die teaminterne Korbjägerliste an. Erst danach kommt die große Riege um Willie Jenkins (12,4 PpS), Jahmar Thorpe (7,6 PpS) und Michael Schröder (5,7 PpS).

 


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