News

Auftaktniederlage gegen den Deutschen Meister Brose Baskets

04.10.2015

Die Basketball Löwen Braunschweig sind am heutigen Sonntag, 4. Oktober, mit einer Niederlage in die 50. Saison der Beko Basketball Bundesliga gestartet. Nach einem guten ersten Viertel verloren sie im zweiten Spielabschnitt ihren Rhythmus und gerieten deutlich mit 23 Zählern in Rückstand. Im dritten Viertel kämpfte sich die Mannschaft von Löwen-Trainer Raoul Korner wieder heran und konnte später bis auf acht Zähler verkürzen. Dennoch mussten sie sich am Ende mit 63:79 (25:48) vor 2676 Zuschauern in der Volkswagen Halle geschlagen geben. Bei den Löwen-Basketballern avancierte Derek Needham mit 19 Punkten zum Topscorer. Für die Gäste trafen Bradley Wanamaker und Janis Strelnieks mit je 17 Zählern am häufigsten.


Die Basketball Löwen starteten richtig heiß in die Partie und gingen nach einem Dreier von Derek Needham mit 7:2 in Führung (3. Minute). Defensiv standen sie gut und offensiv drückten sie entweder aufs Tempo oder spielten den Angriff geduldig aus. Nach fünf gespielten Minuten lag das Korner-Team immer noch mit 14:10 vorne. Aber die Gäste-Defense wurde zunehmend intensiver, weshalb die Löwen mehr für ihre Punkte arbeiten mussten, als zuvor. Die eigene Trefferquote ging etwas nach unten, die der Bamberger stieg und so hatten die Brose Baskets nach sechs Minuten den Ausgleich erzielt (14:14). Ab diesem Zeitpunkt verlief die Partie weitestgehend ausgeglichen. Jedoch endete das erste Viertel mit einem knappen Rückstand von 19:22.

Im zweiten Spielabschnitt dauerte es nicht lange, bis Raoul Korner eine Auszeit nahm. Die Löwen wirkten offensiv fahriger und mussten mehr als zwei Minuten auf die ersten Punkte in diesem Viertel warten. Es war erneut Derek Needham, der per Dreier auf 22:26 verkürzte. Aber der Deutsche Meister nahm das Spiel jetzt in seine Hände und setzte sich weiter ab. Als Bambergs Janis Strelnieks zum 22:35 getroffen hatte, griff der Löwen-Coach erneut zur Auszeit. Aber bei den Löwen lief nicht mehr viel zusammen. Eigene offene Würfe fanden nicht den Weg ins Ziel und am anderen Ende waren die Gäste kaum noch zu stoppen. Nur sechs Punkte gelangen den Braunschweiger Basketballern in diesem Viertel und gingen mit 25:48 in die Halbzeitpause.

Die Kabinenansprache von Raoul Korner hatte es offensichtlich in sich: Die Löwen kamen wie ausgewechselt zurück auf das Parkett und hatten sich mit gutem Offensivspiel rasch auf 34:50 herangearbeitet (23. Minute). Zwar blieb der Rückstand nach wie vor im zweistelligen Bereich, aber die Körpersprache der Braunschweiger Basketballer war deutlich besser und sie gaben sich keinesfalls auf. Stattdessen kämpften sie sich mit viel Willen und Energie in die Partie und hatten nach mehreren starken Aktionen von Tyrone Nash auf 48:59 zum Viertelende verkürzt.

Ein Dreier von Derek Needham eröffnete den vierten Spielabschnitt und der war gleichbedeutend mit dem 51:59. Zwar war jetzt richtig Stimmung in der Volkswagen Halle, doch blieben die Brose Baskets ruhig und ließen die Löwen wieder in einen zweistelligen Rückstand geraten (51:65, 34. Minute). Im Anschluss daran war es erneut Derek Needham, der sein Team wieder auf neun Zähler heranführte. Aber die Bamberger ließen sich das Heft nicht mehr aus der Hand und spielten die Partie mit ihrer Klasse routiniert zu Ende.

Trainerstimmen zum Spiel:

Raoul Korner (Basketball Löwen Braunschweig): Glückwunsch zum verdienten Sieg. Wir sind mit viel Energie gestartet und wussten, dass wir außergewöhnlich performen müssen, um eine Chance zu haben. Im zweiten Viertel ist uns der Faden gerissen, nachdem wir das erste über weite Strecken kontrolliert haben. Eine Mannschaft wie Bamberg wartet, bis der Gegner wankt und schlägt dann zu. Das haben sie im zweiten Viertel getan. Wir haben uns im dritten Viertel zurückgekämpft und an unsere Chance geglaubt. Da waren wir wieder im Fahrersitz und haben Bamberg nicht erlaubt, das Spiel vorzeitig zu entscheiden. Wir haben Bamberg gefordert. Aber dass sich die Qualität dieses Klasse-Teams durchsetzt, ist nicht überraschend. Unterm Strich bleibt für mich viel Positives. Wir haben unseren Gameplan über 30 Minuten umgesetzt und das stimmt mich optimistisch.

Andrea Trinchieri (Brose Baskets): Braunschweig hat einen guten Coach und ein gutes Teams. Ich habe mich an das letzte Jahr erinnert und wusste, dass es kein einfaches Spiel sein würde. Braunschweig spielt Basketball und ich liebe es, gegen Teams zu spielen, die Basketball spielen. Wir waren aber heute ein Stückchen besser als letztes Jahr. Wir sind gut gestartet und haben vor allem im zweiten Viertel gut verteidigt und auch den Ball gut bewegt. Wir haben nach der Halbzeit den Fokus verloren und Braunschweig kam zurück. Aber dennoch haben wir nach wie vor das Spiel kontrolliert. Das erste Spiel auswärts ist nie einfach. Und daher glaube ich, dass es auch ein guter Sieg ist.

Basketball Löwen Braunschweig: Gertz, Nash 12 (4 Assists, 4 Ballgewinne), Bogdanov, Theis, Needham 19 (4 Assists), Stevens 4, Grant 13 (3 Ballgewinne), Amaize, Gasser 3, Adler, Simon 2 (4 Assists), Frease 10.

Brose Baskets: Melli 7, Zisis 5, Staiger 6, Tadda, Theis 4, Wanamaker 17, Strelnieks 17, Harris 6 (6 Rebounds), Miller 7 (5 Rebounds), Olaseni 4 (7 Rebounds), Heckmann, Idbihi 6.


DatenschutzImpressum