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Nicolai Simon, zuletzt Topscorer mit 19 Punkten gegen Ludwigsburg, tritt am Samstag mit seinen Löwen an alter Wirkungsstätte in Berlin an. Foto: Ingo Hoffmann/PartnerDesign

Auf und weg: Löwen nun dreimal auswärts – Samstag in Berlin

15.10.2015

Nach der äußerst bitteren Niederlage nach Verlängerung am vergangenen Spieltag gegen die MHP RIESEN Ludwigsburg, steht bei den Basketball Löwen Braunschweig direkt die nächste schwere Aufgabe auf dem Programm. Am kommenden Samstag, 17. Oktober (Tip-Off: 18:30 Uhr), sind die Löwen Gast von ALBA BERLIN in der Mercedes-Benz-Arena. Die Berliner gaben sich bisher in der Beko BBL noch keine Blöße und gehen ungeschlagen in die Partie (8:0), verloren allerdings am Mittwoch (14. Oktober) im Eurocup gegen den letzten Löwen-Gegner Ludwigsburg überraschend deutlich mit 60:79.


In der Doppelbelastung der Berliner sieht Löwen-Coach Raoul Korner jedoch keinen signifikanten Vorteil für seine Mannschaft: „Am Anfang der Saison ist es aus meiner Sicht eher positiv, viele Spiele zu bestreiten. Denn: Neue Spieler können schneller integriert werden, Mannschaften kommen schneller in ihren Spielfluss und die körperliche Belastung fällt noch nicht derart ins Gewicht.“ ALBA-Trainer Sasa Obradovic erklärte nach dem Spiel in Ludwigsburg, dass es zu viele Missverständnisse im Spiel seiner Mannschaft gegeben habe, da sein Team aufgrund einer zu kurzen Vorbereitung noch nicht zueinander gefunden hat.

Die Berliner mussten vor der Saison ebenso wie die Löwen alle sechs Ausländerpositionen neu besetzen. Geblieben ist der womöglich wichtigste Erfolgsfaktor der Hauptstädter: Coach Sasa Obradovic. Dieser wird sein Team auch in dieser Saison mit einer defensiv-aggressiven Marschroute auf das Parkett schicken. „Die Charakteristik ihres Spiels hat sich im Vergleich zur letzten Saison nicht wesentlich verändert, vor allem ihre physischen Guards üben viel Druck auf den Ball aus“, sagt Raoul Korner. Stilprägend dafür stehen auch die deutschen Nationalspieler Alex King (zuletzt verletzt), Akeem Vargas und Niels Giffey. Letztgenannter spielt bislang eine ausgezeichnete Saison (10 Punkte pro Spiel, 5,5 Rebounds pro Spiel). „Die Erfahrungen bei der EuroBasket im Sommer und in der letztjährigen Euroleague-Saison machen sich bei ihm bemerkbar. Er spielt auf einem anderen Level als in der vergangenen Saison“, bestätigt der Löwen-Coach die gute Entwicklung des Forwards. 

Die Berliner Offensive leiten in diesem Jahr die beiden neuen Point Guards Will Cherry (zuletzt Zalgiris Kaunas, Litauen) und Jordan Taylor (Hapoel Holon, Israel). Cherry überzeugte in seiner Rookie-Saison in Litauen, nachdem er zu Saisonbeginn noch acht Spiele für die Cleveland Cavaliers bestritt hatte. Überdies zeigte er ansprechende Leistung in der Euroleague (7,1 PPS, 1,7 Assists pro Spiel). Zu einem spannenden Duell kommt es zwischen Löwen-Guard Josh Gasser und Jordan Taylor, die bereits zwei Jahre an der University of Wisconsin zusammenspielten und darüber hinaus eng befreundet sind. Taylor sei laut Josh Gasser ein exzellenter Spieler und ebenso ein Leader auf dem Spielfeld.

Aus Frankreich stieß der bosnische Nationalmannschaftscenter Elmedin Kikanovic (11,3 PPS) zu den „Albatrossen“. Sein offensives Potenzial ergänzt sich mit den defensiven Stärken von Mitchell Watt, der sich in der letzten Spielzeit als bester „Shotblocker“ der israelischen Liga einen Namen machte. Zwei weitere Spieler aus der altbekannten jugoslawischen Schule komplettieren den tiefbesetzten Kader: Die 32-jährige Nachverpflichtung Kresimir Loncar stärkt den Frontcourt mit seiner Erfahrung und Cleverness, Flügelspieler Dragan Milosavljevic (zuletzt Partizan Belgrad) zeigt sich ungemein vielseitig auf beiden Enden des Feldes.

Mit ALBA BERLIN treffen die Basketball Löwen erneut auf einen Gegner, der laut Raoul Korner am Limit und dabei noch einmal eine Spur physischer und aggressiver agiert als die MHP RIESEN. Gegen die Barockstädter gelang es den Löwen, über drei Viertel dem Druck des Gegners standzuhalten, gut den Ball zu bewegen und sie blieben trotz Verlängerung über das gesamte Spiel gesehen bei nur zehn Ballverlusten. An diese positiven Aspekte aus dem Spiel gegen Ludwigsburg müssen sie am Samstag anknüpfen. „Die Berliner versuchen mit ihrer Aggressivität die Struktur im Spiel des Gegners zu zerstören – das müssen wir verhindern. Darüber hinaus dürfen wir nicht wie die Ulmer am ersten Spieltag in Einzelaktionen verfallen, sondern müssen offensiv unseren Spielstil durchziehen. Defensiv muss es uns gelingen, effektiv ihr Pick-and-Roll zu verteidigen und besser zu rebounden als zuletzt“, sagt Raoul Korner abschließend.

Die Partie der Basketball Löwen bei ALBA Berlin wird live ab 18.15 Uhr auf www.telekombasketball.de übertragen.


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