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An Sensation vorbeigeschrammt – 74:80 in Oldenburg

08.11.2009

Bildergalerie online Die New Yorker Phantoms Braunschweig mussten im sechsten Spiel ihre erste Saisonniederlage hinnehmen. Mit 74:80 (37:34) verlor das Team von Sebastian Machowski beim aktuellen Deutschen Meister EWE Baskets Oldenburg. Vor 3140 Zuschauern boten die Braunschweiger in einer hochklassigen und temporeichen Partie eine erneut gute Leistung.


Bildergalerie online Die New Yorker Phantoms Braunschweig mussten im sechsten Spiel ihre erste Saisonniederlage hinnehmen. Mit 74:80 (37:34) verlor das Team von Sebastian Machowski beim aktuellen Deutschen Meister EWE Baskets Oldenburg. Vor 3140 Zuschauern boten die Braunschweiger in einer hochklassigen und temporeichen Partie eine erneut gute Leistung. Bester Werfer auf Braunschweiger Seite war dieses Mal im Hexenkessel EWE Arena Yassin Idbihi, der sein bestes Saisonspiel ablieferte und auf 26 Punkte kam.


Die New Yorker Phantoms starteten mit Kevin Hamilton, Heiko Schaffartzik, Brandon Thomas, Nate Fox und Yassin Idbihi. Den ersten Korb der Partie markierte Idbihi nach tollem Anspiel von Hamilton. Anders als in den vorherigen Spielen mit Braunschweiger Beteiligung dominierte in den Anfangsminuten auf beiden Seiten eine harte Verteidigung, ein ums andere Mal lief die 24 Sekunden Uhr sogar auf Null herunter.


Auffälligster Spieler bei den Löwenstädtern war auch in der Folgezeit Center Idbihi. Der 2,08 Meter-Mann fand nach 10 Minuten bereits 13 Punkte auf dem Konto wieder und war seinem Gegenspieler Ruben Boumtje Boumtje unter dem Brett meist einen Schritt voraus. Schnell deutlich wurde jedoch: Die Trefferquote fiel auf Braunschweiger Seite nicht so hoch aus wie in den ersten fünf Spielen. Vor allem EWE-Flügel Rickey Paulding machte es der Phantoms-Abwehr im ersten Viertel schwer und brachte die Hausherren mit 16:8 (7.) in Front.


Sebastian Machowski schickte Michael Hicks und Tomasz Cielebak aufs Parkett. Routinier Cielebak fand gleich vortrefflich ins Spiel und sorgte mit einem Dreier dafür, dass die Gäste im Spiel blieben. Braunschweig kämpfte sich Punkt um Punkt heran. Idbihi markierte Sekunden vor der Viertelpause den Ausgleich (20:20) – ehe Oldenburg mit der Pausensirene durch Paulding doch noch auf 22:20 erhöhte.


Beide Teams lieferten sich auch im zweiten Abschnitt einen offenen Schlagabtausch. Michael Hicks sorgte mit einem Dreier für die erstmalige Führung der Braunschweiger (24:26/12.). Doch der Deutsche Meister fing sich wieder und kein Team konnte sich anschließend mit mehr als vier Zählern absetzen – ständig wechselte die Führung. Beim Machowski-Team funktionierte die Defense jetzt immer besser. Nach einem unnachahmlichen No-Look-Pass von Hamilton (5 Assists, 4 Rebounds bis zur Pause) sorgte Cain für das 34:36 (19.). Brandon Thomas verwandelter Freiwurf ließ die Braunschweiger mit einer 3-Punkteführung in die Kabine gehen – alles war im Lot.


Die New Yorker Phantoms präsentierten sich im Oldenburger Tollhaus auch nach dem Seitentausch nervenstark. Heiko Schaffartzik nahm das Heft in die Hand und markierte die ersten zwei Körbe. Das Spiel blieb auf hohem Niveau – und vor allem temporeich. Dreh- und Angelpunkt im Braunschweiger Spiel blieb Hamilton, der die Flügel bediente aber auch immer Idbihi am Brett fand. Michael Hicks Dreier ließ die Phantoms-Bank aufspringen: 46:52 (28.). Doch der Deutsche Meister fing sich wieder und kämpfte sich, als Hamilton mit drittem Foul auf die Bank gerufen wurde, zur dritten Viertelpause heran (55:57/30.).


Die Hausherren zeigten im Schlussviertel, warum sie in der Euroleague spielen. Neuzugang Joshua Carter markierte bald die 60:57-Führung der EWE Baskets. Auf Braunschweiger Seite lief nun wenig zusammen. Pauldings Dreier sorgte für das 67:59 (34.). Doch die Löwenstädter behielten bei gellendem Pfeifkonzert die Nerven. Durch Thomas Dunking zum 67:65 (37.) keimte sogar wieder Hoffnung auf. Vor allem Idbihi stemmte sich gegen die Niederlage – 25 Sekunden vor Schluss verwandelte er per Freiwurf zum 75:72. Doch am Ende hatte der Euroleagueteilnehmer die Nase vorn – schade, schade.


Die Stimmen zum Spiel


Sebastian Machowski: Das war ein verdienter Sieg von Oldenburg. Aber wir besaßen durchaus die Chance, heute zu gewinnen. In der ersten Halbzeit hat uns vor allem Yassin (Idbhi) im Spiel gehalten. Doch unsere Dreierquote lag weit unter dem Schnitt. Diese Punkte brauchten wir jedoch, um gegen den Deutschen Meister bestehen zu können. Hätten wir am Ende noch einen Dreier getroffen, wäre ein Sieg drin gewesen.


Pedrag Krunic: Das war heute ein sehr wichtiger Sieg gegen einen sehr starken Gegner. Besonders in der ersten Halbzeit hatten wir große Probleme gegen die Verteidigung der Braunschweiger. Uns fehlte nach dem Spiel in Moskau allerdings auch ein wenig die Energie.


New Yorker Phantoms: Hicks 8, Thomas 11, Fox 2, Schaffartzik 11, Cain 5, Mittmann, Cielebak 7, Hamilton 4 (9 Assists, 7 Rebounds), Idbihi 26


EWE Baskets Oldenburg: Scekic 7, Foster 20, Majstorovic 2, Perkovic 14 (8 Rebounds), Hain 4, Paulding 17, Carter 5, Boumtje Boumtje 11

 


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