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93:96 n.V.: Bittere Heimniederlage gegen LTi Giessen 46ers

09.12.2009

Bildergalerie online Die New Yorker Phantoms mussten am Mittwochabend eine ganz bittere Pille schlucken. Das Team von Trainer Sebastian Machowski kassierte beim Heimspiel gegen LTi Giessen 46ers eine vermeidbare 93:96 (86:86, 44:36)-Niederlage nach Verlängerung. Dabei schienen die Braunschweiger die Partie lediglich rund zwei Minuten vor Ende der regulären Spielzeit mit einem 9-Punktevorsprung bereits in trockenen Tüchern zu haben.


Bildergalerie online Die New Yorker Phantoms mussten am Mittwochabend eine ganz bittere Pille schlucken. Das Team von Trainer Sebastian Machowski kassierte beim Heimspiel gegen LTi Giessen 46ers eine vermeidbare 93:96 (86:86, 44:36)-Niederlage nach Verlängerung. Dabei schienen die Braunschweiger die Partie lediglich rund zwei Minuten vor Ende der regulären Spielzeit mit einem 9-Punktevorsprung bereits in trockenen Tüchern zu haben. In der folgenden fünfminütigen Nachspielzeit hatten die Löwenstädter in der heimischen Volkswagen Halle nur wenig entgegen zu setzen.


179 Sekunden vor Spielende ließ Michael Hicks vor 2570 Zuschauern mit einem Dreier zum 83:74 (38.) Braunschweig auf die Siegerstraße einbiegen. Jason Cain hatte im Trikot der Braunschweiger sein bestes Saisonspiel abgeliefert – und kam am Ende auf 24 Punkte und 10 Rebounds. Auch Kevin Hamilton präsentierte sich wieder in ausgezeichneter Form (17 Punkte, 9 Assists). Doch die Löwenstädter hatten die Rechnung ohne die Gießener gemacht. Die Mannschaft von Vladimir Bogojevic nutzte die Fehler der Hausherren – zu überhastet und ungenaue Würfe wurden genommen statt die Zeit herunterzuspielen – eiskalt aus. Maurice Jeffers markierte das 86:86 kurz vor Schluss der regulären Spielzeit. In den fünf Minuten Nachspielzeit fanden die Braunschweiger kein probates Mittel mehr, während die Hessen das Eins-gegen-Eins suchten und meist erfolgreich waren. Am Ende war es mucksmäuschenstill in der Volkswagen Halle und ein 93:96 leuchtete mit der Schlusssirene auf dem Medienwürfel unter der Hallendecke.


Beide Teams lieferten sich in den Anfangsminuten einen offenen Schlagabtausch und gingen ein hohes Tempo. Die Gäste aus Gießen markierten durch den nach langer Verletzungspause wiedergenesen Lorenzo Williams die Führung zum 8:4 (4.). Doch Braunschweig rückte die Verhältnisse schnell wieder zurecht. Ein Dreier des Phantoms-Powerforward Tomas Cielebak bedeutet die 11:10 Führung – die erste in diesem Spiel. Der ehemalige polnische Nationalspieler bot erneut eine Klasseleistung im Phantoms-Dress und hatte im ersten Viertel sieben Zähler auf dem Punktekonto angehäuft. Liga-Topscorer David Teague kassierte zu diesem Zeitpunkt bereits sein drittes Foul – darunter ein Technisches – blieb aber dennoch bis zum Schluss auf dem Parkett. Braunschweigs Nate Fox sorgte mit seinem Korbleger von rechts für eine beruhigende Führung zur Viertelpause (27:18).


Auch in der Folgezeit hatte die Machowski-Truppe die Partie noch im Griff. Lange ließen Nate Fox & Co. den Ball durch die eigenen Reihen wandern und suchten den freien Mann an der Dreierlinie, idealerweise jedoch am Brett. Bei Gießen indes häuften sich die Fehler beim Abschluss. Ein Dreier von Michael Hicks bedeutet eine beruhigende 11-Punkteführung (34.23/15.). Braunschweig blieb mit einer guten Teamverteidigung und richtigen Entscheidungen im Angriff das spielbestimmende Team. Vor allem Pointguard Kevin Hamilton zog ein ums andere Mal engagiert zum Korb und baute den Vorsprung weiter aus (40:26/18.). Phantoms-Headcoach brachte Kevin Wysocki, der die letzten Spiele nicht zum Einsatz gekommen war, sich aber gut in Teamspiel einfügte. Mit einem noch beruhigenden 44:36 wurden die Seiten getauscht.

Jason Cain nicht zu stoppen


Doch Gießen kam besser aus der Kabine als die Platzherren. LTi-Star Teague (26) drehte jetzt ganz groß auf und machte Punkt für Punkt –13 Zähler gelangen ihm alleine im dritten Viertel. Gießen erhöhte den Druck in der Verteidigung, und die Löwenstädter vergaben leichte Körbe. Der Vorsprung schmolz – plötzlich stand es 46:46 (23.). Jason Cain versuchte die Partie jetzt in die Hand zu nehmen: Der überragend spielende „Energizer“ verlud seinen Gegenspieler an der Grundlinie und stopfte den Ball von der anderen Seite durch den Ring. Dennoch: Gießen ließ nicht locker und blieb weiter auf Tuchfühlung.


Mit einem 65:61 ging es ins Schlussviertel. Michael Hicks von Draußen und Nate Fox unter dem Brett hielten Braunschweig im Spiel – und ließen auf den achten Saisonsieg hoffen (78:74/34.). Gießens 2,15-Meter Center Martin Kohlmaier musste in der 37. Minute nach Erreichen der Höchstfoulgrenze vom Feld. Dennoch schaffte es Braunschweig nicht, die Partie über die Zeit zu retten.


Stimme zum Spiel:


Sebastian Machowski: Das war eine ganz bittere Niederlage für uns. Es sah kurz vor Schluss der regulären Spielzeit schon sehr gut aus für uns und die Partie schien gelaufen. Doch zwei, drei schlechte Würfe und die Partie kippte. Ich hatte geglaubt, dass wir die Schwächen der vergangenen Spiele abgelegt hätten. Am Ende haben wir den offenen Schlagabtausch gesucht, aber keine Antwort mehr gefunden.


New Yorker Phantoms: Hicks 15, Thomas 5, Allen, Fox 6, Schaffartzik 9 (8 Assists), Wysocki 1, Cain 24 (10 Rebounds), Mittmann, Cielebak 12, Hamilton 17 (9 Assists), Idbihi 4


LTi Gießen 46ers: Williams 21, Johnson 14, Perl, Kohlmaier 4, Lischka 10, Weber, Taegue 26, Freese 4, Tapuskovic, Jeffers 17

 


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