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Aktueller Braunschweiger gegen ehemaligen Braunschweiger: Isaiah Swann vs. Flavio Stückemann. Beide wurden Topscorer ihres Teams, der Sieg gehört aber den New Yorker Phantoms. Foto: RASTA Vechta

85:76-Auswärtssieg bei RASTA Vechta - Swann mit 28 Punkten

16.11.2013

Die New Yorker Phantoms Braunschweig sind zurück in der Erfolgsspur. Nach zuletzt zwei Niederlagen in Folge haben sie am heutigen Samstag, 16. November, beim Aufsteiger RASTA Vechta mit 85:76 (47:36) gewonnen. Nach einer deutlichen Führung von zwischenzeitlich 20 Punkten haben die Braunschweiger Bundesliga-Basketballer es zum Ende der Partie noch einmal spannend gemacht, aber auch aufgrund eines sehr stark aufspielenden Isaiah Swann den nie wirklich gefährdeten Sieg festgehalten. Swann wurde mit 28 Punkten bester Punktesammler der Begegnung. James Florence kam auf 15 und Kyle Visser auf 13 Zähler. Bei RASTA Vechta wurde der ehemalige Braunschweiger Flavio Stückemann mit 12 Punkten Topscorer seiner Mannschaft.


Nachdem beide Teams zunächst etwas nervös in die Partie gestartet waren und die ersten Angriffe nicht erfolgreich nutzen konnten, war es James Florence, der per Dreier in der zweiten Minute vollstreckte. Dieser Treffer war der Startschuss für rasante Minuten, in denen sich beide Mannschaften wenig schenkten und hohes Tempo gingen. Nach fünf Minuten stand es dennoch lediglich 9:9, auch weil die Trefferquote bis hierhin noch nicht sonderlich gut war. Aber das sollte sich auf Braunschweiger Seite ändern: Nachdem Immanuel McElroy per Dreier zunächst das 12:14 erzielt hatte, netzte Isaiah Swann zwei Korbleger zum 12:18 (8. Minute) ein. Die New Yorker Phantoms standen in dieser Phase defensiv sehr gut und erarbeiteten sich dadurch mehrere Ballgewinne in Folge. Nicht zuletzt deshalb nahm RASTA-Coach Pat Elzie wohl auch eine Auszeit. Auf die folgten gleich zwei Punkte durch Vechtas Spielmacher Richard Williams. Allerdings behielten Nana & Co. die Oberhand und setzten sich nach weiteren Punkten durch Isaiah Swann und James Florence bis zur Viertelpause auf 16:25 ab.

Ein weiterer Dreier von Isaiah Swann sorgte mit Beginn des zweiten Viertels für die erste zweistellige Phantoms-Führung (18:28, 11. Minute). Und die behielten die Braunschweiger Korbjäger nicht nur bei, sondern bauten sie weiter aus. Defensiv gelangen der Mannschaft von Headcoach Raoul Korner viele Stopps und offensiv trafen sie nun bei guter Quote. Die lag nach 16 gespielten Minuten bei 50 Prozent von der Dreierlinie und 58 Prozent aus dem Zweierbereich. Folgerichtig führten die New Yorker Phantoms nun auch deutlich mit 26:42. In den letzten drei Minuten bis zur Halbzeit spielten die Gastgeber ohne ihren Topscorer Richard Williams, der sich nach einem Offensiv-Foul von Isaiah Swann eine Platzwunde am Kopf zugezogen hatte. Allerdings schienen sie dadurch noch einmal extra angespornt zu sein. Vechta ging jedem Ball konsequent nach und erarbeitete sich so die Punkte. Die Phantoms-Basketballer hingegen verloren etwas ihren sogenannten „Shooting-Touch“ und erzielten in diesen Minuten nur noch fünf Punkte. In die Halbzeit ging es beim Stand von 36:47.

Aaron Doornekamp eröffnete das dritte Viertel mit seinem ersten Treffer an diesem Abend. Er versenkte einen Dreier, auf den Andrew Rudowitz allerdings prompt mit einem erfolgreichen Mitteldistanzwurf antwortete. Aber in den darauf folgenden Minuten legten die New Yorker Phantoms defensiv wieder zu und konnten durch Ballgewinne mit Schnellangriffen abschließen. Nachdem Immanuel McElroy einen dieser Angriffe als Dunking durch die Reuse gestopft hatte, bedeutete diese die 40:59-Führung für seine Mannschaft (24. Minute). Aber Vechta, weiterhin ohne Williams, bäumte sich erneut auf und suchte immer wieder Center Isaac Butts, der RASTA mit einem Dreipunktespiel auf 49:61 heranführte (25. Minute). Die Phantoms-Basketballer behielten aber in der hitzigen Atmosphäre im RASTA Dome die Ruhe und markierten fünf Zähler in Folge zum 49:66. Bis zum Viertelende durchliefen sie ihre Offensivsysteme zudem sehr gut, fanden immer wieder den freien Mann und verwandelten dementsprechend hochprozentig. Mit einer 20-Punkte-Führung von 52:72 ging es in den vierten Spielabschnitt.

Die Gastgeber starteten mit vier Zählern in Folge in die letzten zehn Minuten, ehe Harding Nana aus der Mitteldistanz traf und Robert Kulawick kurz darauf wieder den Vorsprung von 20 Punkten herstellte (56:76, 32. Minute). Aber Vechta gab sich nicht auf und so gelang ihnen nach einem unsportlichen Foul gegen Robert Kulawick ein 7:0-Lauf zum 73:79. Die New Yorker Phantoms erzielten in dieser Phase hingegen in drei Minuten lediglich drei Punkte. Und auch wenn Kyle Visser zwischendurch mit zwei Freiwürfen wieder für etwas Entlastung sorgte, so heizte ein weiterer Dreier von Steven Esterkamp zum 76:81 (39. Minute) die Stimmung in der Halle weiter an. Doch einmal mehr an diesem Abend war es Isaiah Swann, der mit zwei Freiwürfen den Druck aus der Partie nahm und zum 76:83 einnetzte. James Florence wurde kurz darauf erneut an die Freiwurflinie geschickt und weil Vechta in den letzten zwei Minuten nach dem Dreier keinen weiteren Punkte mehr machte, endete das Spiel mit 76:85 für die New Yorker Phantoms.

Trainerstimmen zum Spiel:

Raoul Korner (New Yorker Phantoms Braunschweig): „Zunächst einmal möchte ich Pat Elzie beglückwünschen. RASTA hat wieder einmal gezeigt, dass sie mithalten können. Sie hätten im 4.Viertel abschenken können, haben aber gefightet bis zum Schluss. Wir haben das Spiel von Beginn an gut kontrolliert, haben versucht, Mädrich aus dem Spiel zu nehmen. Defensiv haben wir gut kommuniziert und viel geswitched, nur unser Rebounding war nicht gut genug. Es war ein solider, wichtiger Sieg, der im 4. Viertel unnötig ins Wanken geriet. Wir waren da zu schlampig und RASTA hat große Kampfbereitschaft gezeigt. Ich hatte aber nie das Gefühl, dass dieses Spiel endgültig kippt. Das Team hat zwar nervös gewirkt, aber ich hatte nie das Gefühl dass wir verlieren.“

Patrick Elzie (RASTA Vechta): „Erstmal gratuliere ich Raoul und seinem Team, es war ein verdienter Sieg. Ich möchte auch den Zuschauern einen herzlichen Dank aussprechen, dass sie uns trotz des Spielverlaufs so unterstützt haben. Wir haben uns nervös präsentiert, darüber bin ich sehr traurig. Der Wille von einigen Jungs war da, von einigen nicht. Wir haben im Moment Rollenverteilungsprobleme und wir wussten, dass es eine schwierige Saison wird. Wir haben uns bis jetzt gut präsentiert, heute war das schlechteste Spiel seit Ludwigsburg und das vor eigenem Publikum. Die 17%-Quote bei den Dreiern und 20 Ballverluste sind die entscheidenden Statistiken. Es zeigt unsere Unsicherheit, das war sehr schlecht und wir müssen das abstellen. Ich hoffe, dass die Zuschauer uns weiterhin unterstützen, wir werden auch noch Spiele gewinnen. Wir hatten 20 Offensivrebounds aber haben keinen Vorteil daraus gezogen. Wir wurden wieder von einem Spieler abgeschossen. Wir konnten Isaiah Swann nicht ausschalten und lernen im Moment nicht aus unseren Fehlern. Braunschweig ist ein sehr gutes Team, ein Playoff-Kandidat. Trotzdem ist es enttäuschend und wir müssen daran arbeiten, es besser zu machen.“

New Yorker Phantoms: Swann 28 (7 Rebounds), Kulawick 5, Zazai 2, Visser 13, Nana 4 (6 Rebounds), Florence 15, Doornekamp 7, Pluskota, Gertz n.e., Wessels n.e., Land, McElroy 10.

RASTA Vechta: Butts 11 (10 Rebounds), Jarchow n.e., Krause 5, Stückemann 12, Talley 9, Igbavboa, Mädrich 9 (7 Rebounds), Weber, Esterkamp 6, Neal 5, Rudowitz 10, Williams 9.


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