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Immanuel McElroy zeigte erneute eine sehr gute Leistung und kam auf 17 Punkte sowie acht Rebounds. Foto: Ingo Hoffmann/PartnerDesign

82:86-Niederlage: Starke Leistung gegen den Meister reicht nicht zum Sieg

26.02.2014

In einem bis zum Ende packenden und knappen Spiel haben die New Yorker Phantoms Braunschweig am heutigen Mittwoch, 26. Februar, mit 82:86 (39:46) gegen den amtierenden deutschen Meister Brose Baskets verloren. Die Mannschaft von Raoul Korner lag zwischenzeitlich schon mit 16 Punkten zurück, zeigte aber ihr Kämpferherz und kam im letzten Viertel wieder bis auf einen Punkt an die Bamberger heran. Zum Sieg sollte die Aufholjagd vor den 2730 Zuschauern in der Volkswagen Halle aber nicht reichen. Beste Braunschweiger Punktesammler waren Isaiah Swann mit 22 und Immanuel McElroy mit 17 Zählern. Für die Gäste trumpfte D'Or Fischer mit einem Double-Double von 16 Punkten und zehn Rebounds auf.


Mit vier Punkten in Folge starteten die New Yorker Phantoms in die Partie und zeigten von der ersten Sekunde, dass sie voll fokussiert waren. Als dann Kyle Visser zum zweiten Mal hintereinander recht unbedrängt zu Punkten kam, reagierte Baskets-Coach Chris Fleming schon in der 3. Spielminute beim Stand von 8:5 mit einer Auszeit. Die zeigte zunächst wenig Wirkung, vor allem weil Isaiah Swann & Co. konzentriert blieben, den Ball gut bewegten und sicher abschlossen: Nach einem Dreier von James Florence stand es 13:7 (4. Minute). Doch obwohl die Braunschweiger Korbjäger unter den Körben sehr wach waren und sich vermehrt zweite Chancen erarbeiteten, konnte der Tabellenzweite sich heranarbeiten und nach einem Dreier von Sharrod Ford mit 13:15 in Führung gehen (7. Minute). Nun reagierte Phantoms-Trainer Raoul Korner mit einer Auszeit – und auf die ließ Harding Nana prompt einen Dreier folgen. Nach einem technischen Foul gegen Bambergs Anton Gavel setzten sich die New Yorker Phantoms wieder auf 24:20 ab, allerdings konnte der deutsche Meister zum Viertelende den 24:24-Ausgleich erzielen.

Mit Beginn der zweiten zehn Minuten sorgte Immanuel McElroy von der Freiwurflinie für die Braunschweiger Punkte 25 und 26. Doch bereitete die zunehmend besser stehende Bamberger Verteidigung den Phantoms-Basketballern jetzt Probleme. Sie blieben knapp drei Minuten lang ohne Zähler, was der Gast zum 26:31 nutzte (14. Minute). Isaiah Swann beendete diese kurze Flaute mit erfolgreichen Freiwürfen, jedoch blieben er und sein Team in dieser Phase mit etwa fünf Punkten im Rückstand. Als die Brose Baskets dann auf 30:37 erhöhten war erneut Isaiah Swann zur Stelle: Zuerst versenkte er einen wichtigen Dreier und dann bediente er Kyle Visser, der zum 35:37 verkürzte (19. Minute). Bis 96 Sekunden vor Viertelende war die Korner-Mannschaft bis auf einen Punkt am Tabellenzweiten dran (39:40), ehe die Gäste einen 6:0-Lauf zum 39:46-Halbzeitstand hinlegten.

Aaron Doornekamp erzielte gleich mit dem ersten Wurf zwei Punkte für die New Yorker Phantoms. Doch stockte im Anschluss daran erneut der Offensiv-Motor. Zuerst kassierte Kyle Visser seine Fouls drei und vier, und dann wollte der Ball nicht mehr durch die Reuse fallen. Die Brose Baskets hingegen trafen hochprozentig und zogen deshalb auf 41:52 davon (24. Minute). Nach vier Minuten ohne Punkte war es der Braunschweiger Nachwuchs-Center Maurice Pluskota, der beherzt zum Korb zog und erfolgreich vollstreckte. Und er war es auch, der nur wenig später mit einem krachenden Dunking das 45:52 herstellte. Die Partie wurde in dieser Phase aber etwas hektischer und Unmutsbekundungen von den Zuschauerrängen in Richtung der Schiedsrichter stachelten die Stimmung ebenfalls ein wenig an. Die Unterstützung des Publikums änderte jedoch auch nichts daran, dass nach wie vor nur wenige Braunschweiger Würfe ihr Ziel fanden und der Rückstand auf 45:61 anwuchs. Immanuel McElroy übernahm in den letzten Minuten noch einmal Verantwortung – und das mit Erfolg. Der Phantoms-Allrounder erzielte fünf Punkte in Folge, in das letzte Viertel ging es aber dennoch beim Stand von 50:64.

Offensiv lief es in diesen letzten zehn Minuten wieder deutlich besser für die Braunschweiger. Und daran hatte Kapitän Harding Nana großen Anteil. Der Forward markierte sechs Punkte in Serie zum 56:68 (33. Minute). Und als dann Bambergs Casey Jacobsen ein technisches Foul kassierte und die New Yorker Phantoms daraus vier Punkte erzielten, lagen Florence & Co. plötzlich nur noch mit acht Zählern zurück (60:68). Und es kam noch besser! Isaiah Swann und Nana netzten jeweils für drei ein, während die Gäste ihren Angriff vergaben: 66:70 (34. Minute). Diesen starken Phantoms-Lauf konterten die Bamberger jedoch einmal mehr und zogen wieder auf 66:76 weg (36. Minute). Doch auf einen weiteren Dreier von Aaron Doornekamp folgte erneut ein technisches Foul gegen die Gäste, das Swann und Kollegen zum 74:78 nutzten. Jetzt kochte die Stimmung in der Volkswagen Halle und angetrieben von den 2730 Zuschauern erzielte Immanuel McElroy das 77:79 (39. Minute). Bei nur noch 13 Sekunden auf der Uhr lagen die Phantoms-Basketballer mit 82:83 zurück, Freiwürfe Bamberg. Zwar vergab John Goldsberry einen seiner zwei Würfe, doch sicherten sich die Gäste den Offensiv-Rebound und gingen erneut an die Linie – um den Sack, wenn auch knapp, endgültig zu zumachen.

Trainerstimmen zum Spiel:

Raoul Korner (New Yorker Phantoms Braunschweig): Glückwunsch an Bamberg zum knappen Sieg. Aber ich möchte vor allem meiner Mannschaft ein Kompliment machen. Denn einen 16-Punkte-Rückstand gegen den Meister wettzumachen, ist nicht selbstverständlich. Wir haben im dritten Viertel den physischen Kampf nicht angenommen und nicht so dagegen gehalten, wie es nötig gewesen wäre. Dadurch ist Bamberg davongezogen. Unser starker Kampfgeist hat den Rückstand ausgemerzt und hätte das Spiel fast noch gedreht. Ich hoffe nun, dass uns das heute nicht zu viel Energie für das Spiel am Samstag in Trier gekostet hat. Da wartet erneut ein schwieriger Gegner auf uns, gegen den wir aber eine Chance haben, wenn wir mit der gleichen Intensität und dem gleichen Fokus agieren.

Chris Fleming (Brose Baskets): Kompliment an Braunschweig und Raoul. Die New Yorker Phantoms haben eine gute Partie gespielt und waren gut auf uns vorbereitet. Sie haben zu Beginn den Ton angegeben. Ich bin aber insgesamt zufrieden mit unserer Defensivleistung, die über längere Phasen gut war und uns Momente gegeben hat, um uns abzusetzen. Sicherlich hat es uns auch geholfen, dass Kyle Visser Foulprobleme hatte. Unsere eigenen technischen Fouls hingegen haben uns weh getan, vor allem meins am Ende. Egal, wie die Schiedsrichterleistung zu bewerten ist, mein technisches Foul in dieser Phase war nicht klug und hat uns geschadet. Zum Schluss möchte ich noch Jamar Smith und Sharrod Ford erwähnen, die heute beide gut gespielt haben und uns wichtige Energie gegeben haben.

New Yorker Phantoms: Swann 22 (6 Rebounds, 5 Assists), Kulawick, Zazai, Visser 8 (6 Rebounds), Nana 14 (5 Rebounds), Florence 10 (6 Assists), Doornekamp 7, Johnson n.e., Pluskota 4, Land n.e., McElroy 17 (8 Rebounds), Bogdanov n.e..

Brose Baskets: Goldsberry 3 (6 Assists), Sanders 10, Tadda, Schmidt n.e., Ford 13 (5 Rebounds), Rockmann n.e., Harris 6, Jacobsen 10, Gavel 10, Smith 12, Zirbes 6 (5 Rebounds), Fischer 16 (10 Rebounds).


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