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Kapitän Harding Nana war wieder an Bord und steuerte neun Punkte bei. Zum Sieg hat es aber nicht gereicht. Foto: Ingo Hoffmann/PartnerDesign

81:85-Niederlage gegen Phoenix Hagen zum Rückrundenauftakt

26.01.2014

Die New Yorker Phantoms Braunschweig haben zum Rückrundenauftakt und beim Comeback des wieder genesenen Kapitäns Harding Nana eine Niederlage hinnehmen müssen. Die Mannschaft von Raoul Korner verlor nach verheißungsvollem Start in die Begegnung vor 3549 Zuschauern in der Volkswagen Halle mit 81:85 (47:54) gegen Phoenix Hagen. Bei den Braunschweigern avancierten Isaiah Swann und James Florence mit je 19 Punkten zu den besten Punktesammlern. Harding Nana kam nach zweimonatiger Verletzungspause auf neun Zähler. Für Phoenix Hagen trumpfte David Bell mit 17 Punkten auf.


Beide Mannschaften starteten etwas nervös in die Partie und vergaben einige Chancen, ehe Hagens David Bell die ersten Punkte von der Dreierlinie erzielte. Sein direkter Gegenüber, Phantoms-Topscorer Isaiah Swann, besorgte dann aber nach einem Foul bei einem Dreierversuch auch die ersten Braunschweiger Zähler (3:3, 3. Minute). Jetzt hatten beide Teams ihren Rhythmus besser gefunden und das Spiel entwickelte sich zu dem, was man erwartet hatte: hohes Tempo, schnelle Abschlüsse und entsprechend viele Würfe. Aber die Begegnung gestaltete sich bis hierhin noch ausgeglichen. Nach einem Dreier von Aaron Doornekamp stand es 13:13 (5. Minute). Allerdings konnten sich die New Yorker Phantoms in den Folgeminute leicht absetzen – ein Korbleger von Kapitän Harding Nana sorgte für das 20:15 (17. Minute). Und als Immanuel McElroy wenig später einen Schnellangriff erfolgreich abschloss und James Florence noch einen Dreier versenkte, führten sie mit 27:17 (10. Minute). Die letzten Punkte in diesem Viertel gehörten aber den Gästen, die zum 27:19 verkürzen konnten.

Die Hagener machten zwar auch die ersten Punkte im zweiten Viertel, allerdings konterte Rückkehrer Harding Nana umgehend mit einem Dreier. Die „Feuervögel“ übten jetzt aber mehr Druck aus, sowohl auf den Phantoms-Aufbau wie auch auf den Korb. Und weil Florence & Co. mehrere Angriffe in Folge ohne Korberfolg blieben, stand es plötzlich noch nur 30:28 (13. Minute). Zwar ließ Isaiah Swann das Braunschweiger Publikum in der Volkswagen Halle mit einem erfolgreichen Dreier jubeln, doch waren die Gäste in dieser Phase insgesamt etwas besser im Spiel und hatten sich nach einem Phantoms-Ballverlust sogar das 33:35 geholt (15. Minute). Die Braunschweiger Korbjäger konnten sich wieder sammeln, zogen mehrfach zum Korb und damit Fouls des Gegners. Die Freiwürfe verwandelten McElroy und Kollegen sicher und lagen zwischenzeitlich erneut knapp vorne (39:37, 41:39). Allerdings kamen die Hagener immer wieder zu offenen Würfen aus der Mitteldistanz und erarbeiteten sich jetzt zu viele zweite Chancen, weshalb die New Yorker Phantoms mit einem Rückstand von 47:54 in die Halbzeitpause gingen.

Zurück auf dem Spielfeld sorgte Isaiah Swann für die ersten Zähler, ehe die Gäste per Dreier trafen (49:57). Nach einem unsportlichen Foul gegen Hagens Larry Gordon hatten die Feuervögel aber den Rhythmus verloren und die New Yorker Phantoms arbeiteten im Gegenzug auch deutlich verbessert in der Defensive. Ihnen gelang durch mehrere Ballgewinne ein 9:0-Lauf und so gingen sie nach 25 gespielten Minuten wieder mit 58:57 in Führung. Aber die Gäste konterten erneut. Unter anderem bedingt durch ein technisches Foul gegen Aaron Doornekamp gelang ihnen ebenfalls ein 9:0-Lauf zum 58:66. Zwar punktete Isaiah Swann noch einmal (60:66, 27. Minute), doch sollten die Braunschweiger Korbjäger bis zum Viertelende keinen weiteren Zähler mehr machen, weshalb sie mit einem Elf-Punkte-Rückstand in das vierte Viertel gingen – auch weil der Gegner sich zu viele Offensiv-Rebounds greifen konnte (60:71).

Ein Korbleger der "Feuervögel" eröffnete den letzten Spielabschnitt. Doch antwortete James Florence kaltschnäuzig mit einem wichtigen Dreier, auf den er kurz darauf einen weiteren zum 66:75 folgen ließ (32. Minute). Kyle Visser brachte sein Team mit zwei Treffern von der Freiwurflinie noch weiter heran (68:75). Aber die Gäste blieben am Drücker und konnten sich zunächst wieder auf 68:78 absetzen. Allerdings ging nach einem Korbleger von Harding Nana plötzlich ein Ruck durch die Mannschaft: Zuerst traf James Florence erneut einen Dreier, um dann einen Schnellangriff zum 75:78 zu verwandeln. Immanuel McElroy hätte sein Team von der Freiwurflinie sogar bis auf einen Zähler heran werfen können. Aber er verwandelte nur einen Freiwurf. Die Hagener waren in dieser Phase vollkommen aus dem Tritt geraten, auch weil die Phantoms-Verteidigung jetzt richtig griffig war. Dennoch fand Hagens Topscorer David Bell eine Antwort: er versenkte einen Dreier zum 76:81 (39. Minute). Raoul Korner nahm jetzt noch einmal eine Auszeit und auf die ließ Aaron Doornekamp einen Dreier zum 79:81 folgen. Aber die Gäste behielten die Nerven, machten noch vier Punkte, während die New Yorker Phantoms mit der Schlusssekunde den letzten Korb zum 81:85 markierten.

Trainerstimmen zum Spiel:

Raoul Korner (New Yorker Phantoms Braunschweig): Gratulation an Ingo Freyer und seine Mannschaft. Sie waren heute der verdiente Sieger. Wir haben anfangs offensichtlich zu leicht gepunktet und daran hat dann unsere Defensive und Intensität gelitten. Wir haben 35 Punkte im zweiten Viertel kassiert. Das war indiskutabel und hat dazu geführt, dass Hagen nach der Halbzeit mit breiter Brust aus der Kabine kam. Bei uns hat sich dann ein Frust breitgemacht und den hat man auch an der Körpersprache gesehen. Ich glaube, wir haben zum ersten Mal in dieser Saison mit gesenkten Köpfen gespielt und das können wir uns nicht erlauben, besonders nicht vor unseren eigenen Fans. Wir haben zwar in den letzten fünf Minuten gekämpft und alles probiert, aber es hat nicht gereicht.

Ingo Freyer (Phoenix Hagen): Das war heute natürlich ein schöner Rückrundenstart. Zwar sind wir nicht gut in die Partie gestartet, haben aber in den letzten drei Vierteln eine gute Verteidigung gespielt und damit den Grundstein für den Sieg gelegt. Vor Spielbeginn hatten wir Probleme mit Ole Wendt, der eine Rückenverletzung hat. Dadurch konnten wir nicht so anfangen, wie wir uns das vorgestellt haben. Aber wir haben mit Disziplin agiert und das Spiel auf diese Weise ausgeglichen gestaltet und am Ende dann gewonnen.

New Yorker Phantoms: Swann 19 (5 Rebounds, 4 Assists), Kulawick, Zazai, Visser 10 (7 Rebounds), Nana 9, Florence 19 (4 Assists), Doornekamp 11, Johnson n.e., Pluskota, Land n.e., McElroy 13 (6 Rebounds, 5 Assists), Bogdanov n.e..

Phoenix Hagen: Bell 17, Dugat 14 (4 Assists), Geske 5, Bleck, Fritze n.e., Khartchenkov, Kruel 2, Wendt n.e., Gordon 12 (8 Rebounds), Gregory 10 (8 Rebounds), Dorris 16, Ramsey 9 (9 Rebounds).


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