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James Florence & Co. hatten in Bremerhaven gegen die Eisbären das Nachsehen. Foto: Eisbären Bremerhaven

78:89-Niederlage: Trefferquote macht den Unterschied

09.03.2014

Die New Yorker Phantoms Braunschweig haben am heutigen Sonntag (9. März) mit 78:89 (42:52) bei den Eisbären Bremerhaven verloren. Dabei trat die Mannschaft von Phantoms-Coach Raoul Korner ohne den verletzten Kapitän Harding Nana (Bänderzerrung im Sprunggelenk) an, startete aber gut in die Partie. Doch mit Fortlauf der Begegnung gewannen die Gastgeber Oberhand und gaben die Führung, die sie sich zum Ende des ersten Viertels erspielt hatten, nicht mehr her. Obwohl Isaiah Swann das direkte Duell gegen den besten Punktesammler der Liga, Darius Adams, verloren hat, wurde er mit 19 Punkten erfolgreichster Korbschütze auf Braunschweiger Seite. Darius Adams kam auf 23 Zähler und wurde damit bester Eisbären-Punktesammler.


Die Braunschweiger Korbjäger erwischten den besseren Start in die Partie. Nach Punkten vom frisch gebackenen Vater Kyle Visser und von Forward Aaron Doornekamp lagen sie mit 2:7 in Führung (3. Minute). Zwar konnten die Eisbären nur wenig später zum 7:7 ausgleichen. Aber die Mannschaft von Raoul Korner schlug Kapital aus ihrem guten Passspiel und fand zudem auch immer wieder Kyle Visser erfolgreich unter dem Korb, weshalb sie sich nach fast fünf Minuten erneut auf 9:14 absetzen konnte. Aber die Hausherren intensivierten nun ihre Verteidigungsarbeit und legten einen 6:0-Lauf zum Führungswechsel aufs Parkett (15:14), den Phantoms-Spielmacher James Florence umgehend mit einem Dreier konterte (15:17, 7. Minute). Bis zum Ende dieser ersten zehn Minuten, in denen Aaron Doornekamp bereits drei Fouls kassiert hatte, verlief die Partie weitestgehend ausgeglichen. Allerdings kam auch die von Raoul Korner thematisierte Athletik der Eisbären immer mehr zur Geltung und verhalf ihnen unter anderem in Form von Offensiv-Rebounds und geblockten Würfen zur knappen 26:23-Führung zum Viertelende.

Mit Beginn des zweiten Spielabschnitts gerieten die New Yorker Phantoms schnell weiter in Rückstand, was zum einen an Ballverlusten und zum anderem am zu langsamen Umschalten von Offensive auf Defensive lag. Die Eisbären konnten mehrere Schnellangriffe erfolgreich abschließen und trafen insgesamt bei guter Quote. Immanuel McElroy & Co. hingegen haderten zu diesem Zeitpunkt mit der Trefferquote und fanden den intensiv beackerten Kyle Visser nicht mehr so einfach unter dem Korb. Als Folge dessen gerieten die Phantoms-Basketballer zunächst mit 30:23 und nach einem zwischenzeitlichem 30:28 mit 41:30 (16. Minute) ins Hintertreffen. Zwar fand Isaiah Swann, der im ersten Viertel noch ohne Punkte geblieben war, jetzt besser ins Spiel. Jedoch blieb der Rückstand meistens konstant bei etwa zwölf Punkten (44:32, 49:37, 52:40). Zwei Sekunden vor Ende der ersten Halbzeit nahm Raoul Korner eine Auszeit – und die sollte noch einmal Früchte tragen: Der Einwurf landete beim freistehenden Maurice Pluskota unterm Korb, und der netzte zum 52:42-Halbzeitstand ein.

Zurück auf dem Spielfeld machte es nach einem Dreier von Immanuel McElroy zum 54:45 zunächst den Anschein, als könnten die Braunschweiger schnell zurück ins Spiel finden. Allerdings erzielten die Gastgeber daraufhin fünf Zähler und waren wieder auf 59:45 weg (22. Minute). Doch die Korner-Mannschaft gab sich nicht auf. Sie stand jetzt defensiv deutlich verbessert, agierte griffiger, weshalb die Eisbären minutenlang ohne Punkte blieben. Isaiah Swann und Kollegen pirschten sich in dieser Zeit Stück für Stück heran und nach zwei erfolgreichen Freiwürfen des Phantoms-Topscorers stand es 59:54 (26. Minute). Diese gute Sequenz durchbrach Bremerhavens Stefan Jackson mit zwei Punkten. Und im darauf folgenden Angriff verloren die Braunschweiger Korbjäger erneut den Ball, weshalb die Hausherren innerhalb weniger Sekunden wieder mit 64:54 vorne lagen. Die letzten vier Minuten waren von Fehlwürfen auf beiden Seiten geprägt. Und bei den New Yorker Phantoms schien der zwischenzeitliche gute Rhythmus wie weggeblasen. Erst 29 Sekunden vor Viertelende erzielten sie an der Freiwurflinie die Zähler 55 und 56. James Florence war es mit einem weiteren Treffer von selbiger Stelle vorbehalten, das 66:57 nach 30 Spielminuten herzustellen.

Der Start in das letzte Viertel gestaltete sich nicht positiv. Alle Braunschweiger Würfe in den ersten dreieinhalb Minuten verfehlten ihr Ziel. Als Kyle Visser dann an die Freiwurflinie ging, lag sein Team schon wieder mit 14 Punkten zurück (71:57). In der Folge zogen die Phantoms-Basketballer vermehrt zum Korb und damit auch Fouls. Und weil die Gastgeber jetzt nicht trafen, konnten die New Yorker Phantoms den Rückstand erneut verkürzen: nach einem Dreier von James Florence stand es 74:66 (36. Minute). Aber näher als bis auf diese acht Punkte kamen der Braunschweiger Point Guard und seine Mannschaft nicht mehr an die Eisbären heran. Vielmehr sollte sich der Tabellendreizehnte nochmals auf 15 Punkte absetzen (85:70, 39. Minute), ehe das Spiel dann schlussendlich beim Stand von 89:78 endete.

Trainerstimmen zum Spiel:

Raoul Korner (New Yorker Phantoms Braunschweig): Das war ein verdienter Sieg für die Eisbären. Ich ziehe normalerweise ungern den Statistikbogen heran, aber heute mache ich eine Ausnahme. In fast allen Kategorien war es mehr oder weniger ausgeglichen. Nur bei der Trefferquote unter dem Korb hatte Bremerhaven deutliche Vorteile. Dabei habe ich im Vorfeld auf die enorme Athletik der Eisbären hingewiesen. Es ist uns aber nicht gelungen, die Eisbären unter den Brettern zu stoppen. Statt vorne einfache Punkte zu erzielen, haben wir hinten viele einfache Körbe kassiert. Das hat uns verunsichert. Hinzu kommen zu viele Ballverluste.

Calvin Oldham (Eisbären Bremerhaven): Wir haben zu Hause gewonnen, nur das zählt heute für mich. Leider haben wir phasenweise sehr unkonzentriert gespielt, was sich besonders in den zahlreichen Ballverlusten widergespiegelt hat. 23 Turnover sind extrem und deutlich zu viel. Positiv war unser Verhalten beim Rebounding. Ich hatte während des Spiels nur ein einziges Mal das Gefühl, dass es noch einmal eng werden könnte. Das war im dritten Viertel, als Braunschweig bis auf fünf Punkte an uns dran war. Entscheidend für den Sieg ist für mich, dass wir immer, wenn es nötig war, den richtigen Impuls gegeben haben.

New Yorker Phantoms: Swann 19 (5 Rebounds), Kulawick 3, Zazai, Visser 16, Florence 17 (4 Assists), Doornekamp 10, Manigat n.e., Johnson, Pluskota 4, Gertz n.e., Land, McElroy 9 (5 Assists).

Eisbären Bremerhaven: El Domiaty 6, Zwiener 11, Martin, Schneiders 2 (5 Rebounds), Baues, Jackson 16 (7 Rebounds), Allen 2, Juskevicius 12, Adams 23 (4 Assists, 6 Steals), Kone n.e., Smith 2, Searcy 15 (7 Rebounds).


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