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Isaiah Swann hatte erneut einen starken Tag und kam auf 29 Punkte. Foto: TBB Trier

76:78-Niederlage bei TBB Trier – Isaiah Swann mit 29 Punkten

01.03.2014

Zum Ende einer anstrengenden und Energie raubenden englischen Woche haben die New Yorker Phantoms Braunschweig am heutigen Samstag, 1. März, bei TBB Trier denkbar knapp mit 76:78 (36:36) verloren. Nach einem Traumstart und einer Zwölf-Punkte-Führung im ersten Viertel, kamen die Gastgeber immer besser ins Spiel und stellten zur Halbzeit den Ausgleich her. Die Braunschweiger Basketballer, bei denen Isaiah Swann stark aufspielte und auf 29 Punkte kam, behielten aber auch im dritten Viertel noch die Oberhand, ehe sie im letzten Spielabschnitt erstmals die Führung an Trier abgeben mussten – und diese auch nicht wieder zurückgewannen. Neben Isaiah Swann punkteten noch Kyle Visser (14) und Aaron Doornekamp (10) zweistellig. Bei der TBB wurde Nationalcenter Andreas Seiferth mit 23 Zählern Topscorer.


Die New Yorker Phantoms starteten gut in die Partie und erzielten die ersten fünf Punkte. Auf beiden Seiten wanderte der Ball zunächst vermehrt unter den Korb. Doch Isaiah Swann und Immanuel McElroy zeigten auch aus der Distanz ihre Qualität und netzten beide jeweils für drei zum 2:8 in der vierten Minute ein. Die Mannschaft von Raoul Korner diktierte in dieser Anfangsphase das Geschehen. In der Verteidigung machten sie den Gastgebern das Leben schwer, und in der Offensive fanden sie gute Lösungen und trafen hochprozentig. Vor allem Isaiah Swann hatte ein heißes Händchen. Er versenkte 100 Prozent seiner Feldwürfe, markierte 14 Punkte und hatte großen Anteil daran, dass sein Team nach neun Minuten mit 9:21 führte. Maurice Pluskota sorgte kurz vor Ende des ersten Viertels mit zwei Freiwürfen für das 12:23, in die zweiten zehn Minuten ging es beim Stand von 13:23.

Hier kamen die Gastgeber mit mehr Schwung und verbesserter Trefferquote zurück ins Spiel. Zwar war Isaiah Swann erneut mit zwei Punkten zum 16:25 zur Stelle. Doch blieben die darauf folgenden Braunschweiger Angriffe ohne Erfolg. Dies war auch einer intensiveren Trierer Verteidigung geschuldet, die dazu führte, dass die Würfe der Phantoms-Basketballer nicht mehr so einfach fallen wollten. Es dauerte fünf Minuten, ehe Maurice Pluskota sein Team per Dunking erlöste. Zu diesem Zeitpunkt waren die Gastgeber bereits bis auf zwei Punkte herangekommen (23:25, 16. Minute). Um so wichtiger war es dann auch, dass Immanuel McElroy auf einen Dreier der TBB ebenfalls für drei traf – und damit den Braunschweiger Offensivmotor wieder etwas belebte. Doch auch wenn Isaiah Swann noch zwei Mal von jenseits der 6,75-Meterlinie einnetzte, so zeigten die Hausherren nun ebenfalls ihr gutes Wurfhändchen und blieben daher nicht nur dran, sondern konnten mit der letzten Sekunde sogar den 36:36-Halbzeitstand herstellten.

Mit Beginn des dritten Viertels griffen die New Yorker Phantoms wieder zum bewährten Mittel der ersten zehn Spielminuten: Sie suchten immer wieder Kyle Visser unter dem Korb und der Braunschweiger Center verwandelte drei Angriffe in Folge. Sein Gegenüber Andreas Seiferth stand ihm allerdings in Nichts nach, weshalb es weiterhin eng blieb. Nach 24 Minuten stand es 43:46. Zwar konnte Aaron Doornekamp den Vorsprung mit einem Dreier kurzzeitig wieder auf sechs Punkte erhöhen (43:49). Aber nur eine Minute später war die TBB erneut auf einen Zähler dran (48:49, 26. Minute). Die Phantoms-Basketballer behielten die Nase jedoch weiterhin vorne, konnten sich immer wieder leicht absetzen (48:52, 50:55). Doch abschütteln ließen sich die Trierer nicht. Und so ging es knapp mit 56:57 für McElroy & Co. in das letzte Viertel.

Das Momentum der ersten Minuten im vierten Spielabschnitt war klar bei der TBB. Die Gastgeber erzielten vier Punkte in Folge und erspielten sich damit ihre erste Führung in der Partie (60:57). Bei den Braunschweiger Korbjägern hingegen dauerte es etwas mehr als zwei Minuten, bis Kyle Visser punkten konnte. Allerdings fanden die New Yorker Phantoms nicht in ihren Rhythmus und wurden vermehrt zu schweren Würfen gezwungen. Und während Florence und Kollegen mit der Trefferquote haderten, bauten die Trierer im Gegenzug ihren Vorsprung aus. Nach einem Korbleger mit Foul waren die Hausherren auf 65:59 davongezogen (34. Minute). Diesen Rückstand holten die Phantoms-Basketballer aber wieder auf: Auf einen erfolgreichen Mitteldistanzwurf von Isaiah Swann folgten zwei weitere Zähler durch Aaron Doornekamp zum 67:65 (37. Minute). Doch gerade in diesem Moment, als man wieder dran war, kassierte Isaiah Swann ein technisches Foul, weshalb die TBB sich erneut etwas absetzen konnte (71:65). Diesem knappen Rückstand lief die Korner-Mannschaft nun bis kurz vor Ende der Partie hinterher. Bei noch 35 Sekunden auf der Spieluhr wurde es noch einmal richtig spannend. James Florence traf zum 73:71. Und auf weitere Punkte von Andreas Seiferth konterte Immanuel McElroy sofort. Doch gaben sich die Trierer an der Freiwurflinie keine Blöße und trafen zum 77:73. Zwar versenkte der starke Isaiah Swann zwei Sekunden vor Spielende noch einen Dreier, doch reichte es nicht mehr zum Sieg.

Trainerstimmen zum Spiel:

Raoul Korner (New Yorker Phantoms Braunschweig): Glückwunsch an Trier zum verdienten Sieg. Es war ein harter Kampf prognostiziert, und der ist es auch geworden. Wir sind gut in die Partie gekommen, und Isaiah hat uns zu Beginn getragen. Seine starke Performance zu Beginn ist in der zweiten Halbzeit zum kleinen Fluch für uns geworden, weil wir uns zu viel auf Isaiah und seine Würfe verlassen haben. Wir haben in der zweiten Halbzeit insgesamt zu wenig den Korb attackiert, deshalb auch zu wenig Freiwürfe bekommen und haben mehr Handball als Basketball gespielt. Wir haben also schön um die Zone herum gepasst, sind aber zu wenig Richtung Korb gezogen. Daher geht der Sieg so wohl auch in Ordnung.

Henrik Rödl (TBB Trier): Das war heute ein ganz wichtiger Sieg. Dass wir gewinnen und dann auch noch knapp gewinnen, macht uns sehr glücklich. Wir sind sehr nervös in die Partie gegangen. Und dass Braunschweig traumwandlerisch getroffen hat, hat uns aus der Bahn geworfen. Wir haben dann aber im zweiten Viertel einen guten Rhythmus gefunden, und so war das Spiel eine enge Kiste bis zum Schluss. Dass wir am Ende die Nerven behalten haben, macht mich stolz und freut mich für die Mannschaft.

New Yorker Phantoms: Swann 29 (7 Rebounds), Kulawick 3, Zazai n.e., Visser 14, Nana, Florence 8 (6 Assists), Doornekamp 10 (9 Rebounds, 4 Assists), Johnson n.e., Pluskota 4, Gertz n.e., Land n.e., McElroy 8.

TBB Trier: Petric n.e., Ward 9, Hughes 8, Seiferth 23 (8 Rebounds), Schmidt 3, Mönninghoff, Breiling n.e., Samenas 17, Chikoko 6, Bucknor 4, Anderson 8 (5 Rebounds).


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