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76:70-Sieg über ALBA Berlin - Phantoms auf Playoffkurs

11.04.2010

Bildergalerie online „Das geht ab, wir feiern die ganze Nacht.“ Dies war die Partysong-Textstrophe, die noch lange nach der Schlusssirene in der Volkswagen Halle zu hören war. Vor der tollen Saisonrekordkulisse von 5719 Zuschauern feierten die New Yorker Phantoms am Sonntagabend in einer großartigen Partie einen völlig verdienten 76:70 (36:31)-Erfolg über Serienmeister ALBA Berlin.


Bildergalerie online „Das geht ab, wir feiern die ganze Nacht.“ Dies war die Partysong-Textstrophe, die noch lange nach der Schlusssirene in der Volkswagen Halle zu hören war. Vor der tollen Saisonrekordkulisse von 5719 Zuschauern feierten die New Yorker Phantoms am Sonntagabend in einer großartigen Partie einen völlig verdienten 76:70 (36:31)-Erfolg über Serienmeister ALBA Berlin. Braunschweigs Basketballer, die in einmal mehr „Mister Zuverlässig“ Brandon Thomas (15) und dem nie aufsteckenden Heiko Schaffartzik (13) ihre eifrigsten Punktesammler besaßen, haben mit diesem Paukenschlag die Tür zu den Playoffs in der 1. Bundesliga ein großes Stück aufgestoßen.


Die ohne Julius Jenkins (Gehirnerschütterung) angetretenen Hauptstädter erwischten jedoch den besseren Start (6:11/4.). Der Eurocup Final Four-Teilnehmer ließ den Ball in den Anfangsminuten geschickt um die Zone wandern, bis der freie Mitspieler gefunden war. Vor allem gegen 2,09 Meter-Center Blagota Sekulic (15 Punkte bis zur Pause) fand die Mannschaft von Sebastian Machowski zunächst kein Mittel.


Doch angetrieben vom gebürtigen Berliner Heiko Schaffartzik, der den Spielaufbau statt des wegen einer Erkältung nicht in der Startformation stehenden Kevin Hamilton organisierte, kämpften sich die Hausherren Punkt für Punkt heran. Der eingewechselte Nate Fox sorgte in der 8. Minute per Hakenwurf für den Ausgleich zum 12:12. Nach einem technischen Foul sowohl gegen ALBA-Cheftrainer Luka Pavicevic als auch dem gerade erst wiedergenesenen slowenischen Star Jurica Golemac gingen die Braunschweiger sogar erstmalig in Führung (16:14/8.).


Doch das Team von der Spree ließ sich nicht von der Unruhe anstecken, kämpfte sich vielmehr zurück ins Spiel. ALBAs letzter Neuzugang Lucca Staiger sorgte per Dreier für eine 4-Punkteführung (12.). Ein Block von Thomas gegen Berlins Rashad Wright (13) leitete die Wende ein, der im darauffolgenden Angriff verwandelte Tomahawk-Dunking des 1,98 Meter großen Forwards ließ die Halle Kopf stehen: 27:25 (15.). Genial peitschte Schaffartzik auch in der Folgezeit nicht nur den Ball nach vorne und bediente sicher seine Teamkollegen, sondern ließ seine Mannschaft kurz vor der Halbzeitpause als Vollstrecker auf sieben Zähler enteilen (34:27/18.).


Auch nach dem Seitentausch lieferte die Machowski-Truppe eine Klassepartie ab. Powerforward Marcus Goree ließ Braunschweig von jenseits der Dreipunktelinie sogar auf 41:33 (23.) davonziehen. Beide Mannschaften hielten das Tempo weiter sehr hoch. Braunschweig führte Mitte des dritten Viertels mit 10 Zählern (46:36/26.).


Als Kevin Hamilton nach einem Korbleger traf, lag der Tabellenachte im Schlussviertel weiterhin mit genügendem Abstand in Front (56:46/32.). Doch der Korac Cupsieger von 1995 wurde stärker und kam bedrohlich näher. Staiger verkürzte vier Minuten vor Ende auf einen Zähler. Doch Gorees Dunking 1:34 Minuten vor Schluss nach super Pass von Hamilton bedeutete die Vorentscheidung: 70:63 (38.). Die New Yorker Phantoms (Zweier: 22 von 32) schaukelten den Sieg abgeklärt über die Zeit – und die Fans feierten ihre Phantoms-Akteure.


Stimmen zum Spiel:


Sebastian Machowski: Die Stimmung heute in der vollen Halle war toll und es hat riesig Spaß gemacht, umso mehr als wir dieses Spiel heute gegen eine der besten deutschen Mannschaften gewonnen haben. Für uns ging es heute darum, den achten Platz weiter zu festigen. Deswegen freue ich mich für meine Mannschaft, dass wir das heute geschafft haben, obwohl das nicht leicht war. Doch wir haben es immer verstanden, die richtigen Antworten zu finden und in der Defense haben wir all das umgesetzt, was wir die Woche über trainiert haben. Der Sieg war die beste Belohnung für unsere Mühen.


Luka Pavicevic: Glückwunsch nach Braunschweig für einen wichtigen Sieg nach einem starken Spiel. Die Braunschweiger Mannschaft hatte das Momentum auf ihrer Seite und hat leidenschaftlich gekämpft, mit viel Energie vor einer ausverkauften Halle. Wir haben irgendwann in diesem Spiel den Faden verloren und nicht getroffen. Das kann passieren. Doch die Fehler in der Defensive dürfen so nicht passieren. Braunschweig hat viele einfache One-on-One-Situationen für sich genutzt. Wir hatten unsererseits oft die Möglichkeit, in Führung zu gehen, doch sind dann an unseren Schwächen gescheitert.


New Yorker Phantoms: Hicks 4, Thomas 15, Allen 7 (6 Rebounds), Fox 4, Schaffartzik 13 (5 Assists), Cain 10, Hamilton 10 (5 Assists), Idbihi 4, Goree 9


ALBA Berlin: Byars 2, Hamann 2, Dojcin 3, Golemac 10, Sekulic 19, Wright 13, Chubb 4, McElroy 9 (9 Rebounds, 6 Assists), Staiger 8

 


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