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68:66-Sieg im letzten Auswärtsspiel der Saison

24.04.2016

Mit einem 68:66-Sieg (35:22) haben die Basketball Löwen Braunschweig am Sonntag, 24. April, ihr letztes Auswärtsspiel der Saison bei den WALTER Tigers Tübingen gewonnen. Dabei legte das Team von Löwen-Trainer Raoul Korner im ersten Viertel los wie die Feuerwehr und erspielte sich einen 14-Punkte-Vorsprung. Diese Führung konnten die Braunschweiger Bundesliga-Basketballer im dritten Viertel sogar auf 19 Zähler erhöhen, ehe sie Probleme mit der Tübinger Zonenverteidigung bekamen. Die Gastgeber kämpften sich darüber zurück in die Partie und trafen 97 Sekunden vor dem Ende zum 61:61-Ausgleich. Keaton Grant war aber zur Stelle und verhalf den Basketball Löwen mit fünf wichtigen Punkten in der Schlussphase zum insgesamt 14. Sieg in der laufenden Beko BBL-Saison. Der Löwen-Guard avancierte mit 20 Zählern auch zum besten Braunschweiger Punktesammler. Für die Tübinger war Vladimir Mihailhovic mit 21 Punkten der Topscorer.


Die Gastgeber gingen mit viel Tempo in die Partie und verteidigten zunächst auch gut gegen die Löwen. Die taten ihrerseits aber selbiges und gestatteten den Tübingern in den ersten fünf Minuten lediglich zwei Punkte. 1 von 8 Feldwürfen hatten die Hausherren bis hierhin getroffen, während das Korner-Team seine Chancen besser nutzte und auf 10:2 davonzog (6. Minute). Durch diese Führung gewannen Derek Needham & Co. zunehmend an Sicherheit und trafen auch stark aus der Distanz (57 Prozent): Nach sieben Spielminuten hatten sie sich einen 14-Punkte-Vorsprung erspielt. Magere neun Zähler hatten die Hausherren bis zum Ende des ersten Viertels erzielt, in dem Jermaine Anderson per Dreier den Schlusspunkt zum 23:9 setzte.

Weil der Offensivmotor der Löwen mit Beginn des zweiten Viertels stockte, nahm Raoul Korner bereits nach 2,5 Minuten eine Auszeit. Seine Mannschaft hatte an Struktur verloren und agierte auch nicht mehr so entschlossen wie zuvor. Als Folge dessen sank die im ersten Viertel noch so starke Wurfquote und die Tigers kamen immer näher heran. Keaton Grant war es vorbehalten, den 10:0-Lauf der Gastgeber zu stoppen und gleichzeitig die sechs Minuten lange Punktedürre seiner Löwen zu beenden (19:28, 17. Minute). Die fanden in den verbleibenden Spielminuten bis zur Halbzeitpause wieder bessere Lösungen und konnten ihren Vorsprung nach Zählern von Kenny Frease auf 13 Zähler zum 35:22 hochschrauben.

Zurück auf dem Parkett gaben die Löwen gleich wieder den Takt vor. Auf zwei Punkte der Tigers folgten acht Braunschweiger Zähler in Folge zum 43:24. Danach ließen Tyrone Nash und Kollegen die Zügel aber wieder lockerer – und das sollte sich rächen. Während bei ihnen zwei Minuten lang kein Korb fallen wollte, nahmen die Tigers an Fahrt auf und legten einen Zwischenspurt zum 37:45 ein (26. Minute). Das Korner-Team tat sich jetzt gegen die Zonenverteidigung der Tübinger extrem schwer und fand nur kurzzeitig durch Keaton Grant Entlastung, der von der Freiwurflinie zum 49:39 erfolgreich war. Dennoch: Der Spielfluss der Löwen war dahin und die Tigers holten weiter auf. Ein Dreier von Vladimir Mihailhovic stellte das 44:51 nach 30 Spielminuten her.

Ein erfolgreicher Distanzwurf von Derek Needham in der 33. Spielminute war eine wichtige Antwort auf die Zonenverteidigung und bedeutete wieder einen zweistelligen Vorsprung. Allerdings hatten die Hausherren den Konter mit zwei weiteren Dreiern parat und waren plötzlich ganz nah bis auf vier Punkte an den Löwen dran (52:56). Die Braunschweiger konnten den Abstand zwar halten, waren aber schon lange nicht mehr richtig im Spiel. Ihre Würfe wollten jetzt kaum noch fallen und die Tübinger nutzten das aus. Nach einem technischen Foul gegen Nicolai Simon und anschließenden drei Möglichkeiten, den Ausgleich zu erzielen, gelang ihnen dieser 97 Sekunden vor dem Ende (61:61). Doch Dank eines endlich wieder treffsicheren Keaton Grant holten die Löwen sich dennoch den letzten Auswärtssieg in dieser Saison. Der Löwen-Guard traf bei noch 1:09 verbleibenden Minuten einen Dreier zum 64:61 und versenkte sechs Sekunden vor dem Ende zwei Freiwürfe zum 68:65 – das war die Entscheidung.

Die Viertel im Überblick: 9:23, 13:12, 22:16, 22:17.

Trainerstimmen zum Spiel:

Raoul Korner (Basketball Löwen Braunschweig): Wir wussten, dass uns hier ein heißer Tanz bevorstehen würde. Tübingen wollte alles dafür in die Waagschale werfen, um das Spiel und somit auch wichtige Punkte um den Klassenerhalt zu erzielen. Wir sind sehr gut in die Partie gekommen und haben vor allem im ersten Viertel wichtige Würfe getroffen, die uns über das gesamte Spiel geholfen haben. Die erste Halbzeit war defensiv wie offensiv gut. Nach dem Seitenwechsel hat Tübingen auf eine Zone umgestellt, die uns Probleme bereitet hat. In der Schlussphase haben wir wichtige Punkte von der Freiwurflinie getroffen, das Rebounding war jedoch wieder nicht besonders gut. Wir sind glücklich über den Sieg und wollen die Saison nun gut mit zwei Heimspielen vor unseren Fans zu Ende bringen.

Tyron McCoy (WALTER Tigers Tübingen): Glückwunsch an Raoul Korner und seine Mannschaft. Wir sind sehr schlecht in das Spiel gekommen, waren überhaupt nicht anwesend und mussten erneut einem großen Rückstand hinterherlaufen. Erst ab dem zweiten Viertel haben wir gute Ansätze gezeigt und haben uns herangekämpft. Am Ende war es leider wie so oft, dass wir ein enges Spiel nicht für uns entscheiden konnten. Das zieht sich jetzt schon mehrere Wochen hinweg. Wir müssen uns nun sammeln und uns auf das letzte Saisonspiel in Crailsheim vorbereiten. Noch haben wir alles selbst in der Hand, daran müssen wir glauben und gezielt hinarbeiten.

Basketball Löwen Braunschweig: Gertz n.e.,Nash 16 (5 Rebounds), Bogdanov n.e., Theis, Needham 13 (7 Rebounds), Stevens 2, Grant 20, Amaize, Adler, Simon 6 (3 Assists), Frease 8 (7 Rebounds, 6 Assists), Anderson 3.

WALTER Tigers Tübingen: Hiller n.e., Agva, Nadjfeji 4, Albus, Jordan 7 (5 Rebounds, 3 Assists), Radosavljevic 14 (5 Rebounds), Mihailovic 21 (7 Rebounds, 5 Assists, 4 Steals), Green 12 (6 Rebounds), Sanders, Fitzpatrick, Buford 8.

Boxscore zum Spiel


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