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65:80-Niederlage bei den Neckar RIESEN Ludwigsburg

13.04.2013

Die New Yorker Phantoms Braunschweig haben ihren Matchball zum Klassenerhalt nicht verwertet. Sie verloren am Samstag, 13. April, in einer intensiven Partie beim direkten Konkurrenten Neckar RIESEN Ludwigsburg mit 65:80 (29:35) und waren bis zum dritten Viertel gut im Spiel. Dann folgte jedoch ein 19:0-Lauf der Gastgeber, der gleichbedeutend mit einem 20-Punkte-Rückstand zum Ende dieses Abschnitts war. Diesen versuchten die Braunschweiger Korbjäger zwar in den letzten zehn Spielminuten noch aufzuholen und kämpften sich auch auf elf Punkte heran – zu mehr sollte es aber nicht mehr reichen. Beste Phantoms-Punktesammler waren Jermaine Anderson, Dennis Schröder und Courtney Pigram mit je elf Zählern. Auf Seiten der RIESEN stach Lucca Staiger mit 22 Punkten hervor.


New Yorker Phantoms-Center Eric Boateng eröffnete die Partie vor den Augen der 50 mitgereisten Anhänger mit einem erfolgreichen Freiwurf. Dann folgte aber ein 7:0-Lauf für die Gastgeber, die unter dem Korb zwei Mal den freien Mann fanden und zudem einen Dreier verwandelten. In der Offensive taten sich die New Yorker Phantoms schwer mit der aggressiven Verteidigung der RIESEN, konnten aber nach weiteren Punkten von Eric Boateng und Immanuel McElroy nach einem Fastbreak wieder zum 7:5 (6. Minute) aufschließen. Es blieb allerdings zunächst dabei, dass im Angriff der Phantoms-Basketballer noch zu wenig zusammenlief. Zudem hatte die Defensive vor allem mit den beweglichen Big Men des Gegners Probleme, weshalb die Braunschweiger erneut mit 14:5 in Rückstand gerieten (7. Minute). Kostas Flevarakis nahm eine Auszeit und die hatte Erfolg. Bis zum Ende des ersten Viertels konnte sein Team sich wieder etwas näher an den Gegner heranarbeiten. Ein Dreier von Immanuel McElroy bedeutete das 18:12 nach zehn Minuten.

Mit Beginn des zweiten Viertels kamen die New Yorker Phantoms nach Punkten von Courtney Pigram auf vier Zähler heran. Aber die Hausherren übten nach wie vor sehr viel Druck aus, zwangen die Braunschweiger Korbjäger zu schwierigen Würfen und entronnen McElroy & Co. erneut auf zehn Punkte (28:18, 17 Minute). Das Braunschweiger Spiel war nun aber insgesamt stabiler: sie hatten den RIESEN-Frontcourt besser unter Kontrolle, waren im Rebound griffiger und verteidigten näher am Mann – und das sollte sich zusammen mit der Einwechselung von Robert „Kulle“ Kulawick bezahlt machen. Der Phantoms-Guard kam mit heißem Händchen von der Bank ins Spiel und versenkte mit seinem ersten Wurfversuch einen Dreier. Aber auch in den nächsten Aktionen spielte „Kulle“ eine entscheidende Rolle und hatte mit fünf weiteren Punkten maßgeblichen Anteil an einem 0:8-Lauf zum 31:29 (19. Minute). Er hätte sogar die Führung für sein Team erzielen können, doch ein weiterer Dreierversuch ging knapp daneben. Im direkten Gegenzug verhängten die Schiedsrichter ein unsportliches Foul gegen Eric Boateng, das die Ludwigsburger zu einem Vier-Punkte-Spiel zum 35:29-Halbzeitstand nutzten.

Zurück auf dem Feld starteten die RIESEN mit einem Treffer von der 6,75-Meter-Linie, aber Dennis Schröder per Korbleger und Lubos Barton mit einem Dreier brachten die Phantoms-Basketballer wieder auf drei Zähler zum 37:34 ran. Was in diesem Moment durchaus hoffnungsvoll aussah, sollte jedoch binnen weniger Minuten in das Gegenteil umschlagen. Denn während Nils Mittmann & Co. in den folgenden Angriffen nicht zum erfolgreichen Abschluss kamen, lief Lucca Staiger auf Seiten der Gastgeber heiß. Der Guard markierte acht Punkte in Folge und war mitentscheidend für einen 19:0-Lauf der RIESEN zum 56:34. Zwar konnte Dennis Schröder nach fast acht Minuten ohne Braunschweiger Korberfolg noch fünf Punkte zum Viertelende erzielen, in den letzten Abschnitt ging es aber mit einem Rückstand von 20 Punkten (59:39).

Hier kämpften die Braunschweiger Korbjäger darum, wieder zurück ins Spiel zu kommen. Doch wann immer sie etwas vom Rückstand abgeknabbert hatten, fanden die RIESEN eine passende Antwort oder hatten auch das nötige Fortune und trafen mit letzter Sekunde. Nick Schneiders und Kollegen ließen sich davon aber nicht demoralisieren. Stattdessen investierten sie noch einmal viel Energie und das sollte sich lohnen: Nach einem Dreier von Jermaine Anderson, einem Korbleger durch Nils Mittmann und einem dann noch verwandelten Freiwurf von Courtney Pigram waren sie wieder auf elf Zähler dran (68:57, 28. Minute). Jermaine Anderson hatte wenig später beim Stand von 71:59 sogar die Chance, den Rückstand auf neun Zähler zu reduzieren. Allerdings traf sein Dreier nicht ins Ziel, weshalb es beim Rückstand von zwölf Zählern blieb. Diesen versuchten die Phantoms-Basketballer noch aufzuholen, indem sie die Gastgeber an die Freiwurflinie schickten. Die zeigten aber keine Nerven und sackten die beiden wichtigen Zähler ein.

Durch die Niederlage und den direkten verlorenen Vergleich gegen die RIESEN stehen die New Yorker Phantoms nun auf dem 17. Tabellenplatz. Mit einem Sieg am kommenden Wochenende und entsprechenden Niederlagen der direkten Konkurrenten könnten sie den jedoch wieder verlassen. Dann treten sie erneut die Reise in den Süden Deutschlands an und treffen am Samstag, 20. April, auf die WALTER Tigers Tübingen (20 Uhr).

Trainerstimmen zum Spiel:

Kostas Flevarakis (New Yorker Phantoms): Der Heimvorteil für Ludwigsburg war sehr wichtig. Sie haben hier eine tolle Unterstützung in diesem Spiel erhalten und waren entsprechend motiviert. Wir haben drei Viertel gut gekämpft, aber ein schlechtes drittes Viertel gespielt, indem wir das Spiel aus der Hand gegeben. Wir haben viele verschiedene Formationen ausprobiert, um dagegenhalten zu können. Aber unsere Leistung hat insgesamt nicht für einen Sieg ausgereicht.

John Patrick (Neckar RIESEN Ludwigsburg): Beide Mannschaften haben alles gegebenen. Es war ein sehr intensives Spiel und die Atmosphäre war elektrisch. Die Zuschauer haben uns gepusht und das haben wir nach dem Spiel in Hagen auch gebraucht. Zumal wir wussten, dass Braunschweig sehr stark sein kann. Das haben sie schließlich im Spiel gegen Berlin gezeigt. Ich bin stolz auf meine Mannschaft und die Leistung. Aber durch den Sieg ist noch nichts entschieden, es ist nach wie vor alles offen.

New Yorker Phantoms: Kulawick 8, Mittmann 5 (5 Rebounds), Schneiders 5, Pigram 11, Anderson 11, Boateng 5 (9 Rebounds), Sant-Roos n.e., Schröder 11, Gertz n.e., Land n.e., McElroy 5 (6 Rebounds), Barton 4 (5 Rebounds).

Neckar RIESEN Ludwigburg: Turek 14 (8 Rebounds), Staiger 22, Maier n.e., Koch, Hadzovic n.e., Coleman 12 (9 Rebounds), Blakely 14 (9 Rebounds), Zimmerman 5 (4 Assists), Weber, Bernard 3 (4 Assists), Jackson 10.


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