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James Florence erzielte 19 Punkte, sein Gegenüber David Holston kam auf 17 Zähler. Foto: Ingo Hoffmann/PartnerDesign

35 Minuten auf Augenhöhe reichen nicht zum Sieg

30.11.2013

Die New Yorker Phantoms Braunschweig haben ein Erfolgserlebnis zum Abschluss des nervenaufreibenden November-Monats verpasst. Mit 74:89 (38:43) verloren sie am Samstagabend vor 3.463 Zuschauern in der Volkswagen Halle gegen den Tabellenfünften Artland Dragons. Den ersatzgeschwächten Braunschweiger Bundesliga-Basketballern ging dabei erst in den letzten fünf Minuten die Puste aus, nachdem sie die Begegnung zuvor über 35 Minuten ausgeglichen gestalten konnten. Beste Phantoms-Punktesammler waren Isaiah Swann und James Florence mit je 19 Zählern. Bei den Artland Dragons kam Point Guard David Holston auf 17 Punkte. Der ehemalige Braunschweiger Brandon Thomas markierte 14 Zähler.


Der Auftakt in die Partie war gut: Kyle Visser wurde zwei Mal unter dem Korb bedient, was der Phantoms-Center zum 4:0 (2. Minute) nutzte. Doch nachdem Aaron Doornekamp zunächst das 6:2 erzielt hatte, machten die Dragons vier Punkte in Folge zum 6:7 (3. Minute). Die Braunschweiger Korbjäger wirkten defensiv noch nicht wach genug und gaben den Gästen dadurch mehrfach die Möglichkeit zu freien Würfen. Die Folge: Swann & Co. lagen nach einem Dreier von David Holston mit 8:12 zurück (5. Minute). Aber die Mannschaft von Raoul Korner stand in den darauf folgenden Angriffen der Dragons besser, kam so auch schnell wieder zurück ins Spiel und lag nach sieben gespielten Minuten mit 17:14 in Führung. Die letzte Minute des ersten Viertels gehörte Phantoms-Routinier Immanuel McElroy. Der Guard erzielte sieben Zähler in Folge und sorgte damit für das 26:22 nach zehn Spielminuten.

Mit drei Dreiern in Serie eröffneten die Dragons das zweite Viertel. Und als die New Yorker Phantoms hinzukommend den zweiten Ballverlust hintereinander kassierten, konnten die Gäste sogar auf 26:33 davonziehen (14. Minute). Auf Braunschweiger Seite dauerte es hingegen vier Minuten, bis die ersten Zähler in diesem Spielabschnitt fielen. James Florence versenkte einen Dreier und Immanuel McElroy legte im nächsten Angriff ebenfalls von jenseits der 6,75-Meterlinie zum 32:33 nach (15. Minute). Jetzt waren die Phantoms-Basketballer nicht nur wieder dran – sondern lagen nach zwei erfolgreichen Freiwürfen und einem weiteren getroffenen Mitteldistanzwurf von James Florence erneut mit 36:34 vorne. Beide Mannschaften mussten sich ihre Würfe in dieser Phase etwas schwerer erarbeiten, vor allem unter den Körben. Aber bei den Abschlüssen hatten die Dragons mehr Fortune. Sie erzielten in den letzten zwei Minuten bis zur Halbzeit sieben Punkte, während Swann und Kollegen in dieser Zeit nur noch zwei Zähler markierten. Folglich ging es beim Stand von 38:43 in die Kabine.

Zurück auf dem Spielfeld versenkten die Gäste erneut einen Dreier, den Aaron Doornekamp jedoch prompt konterte (41:46, 22. Minute). Die Phantoms-Basketballer liefen diesem Fünf-Punkte-Rückstand allerdings einige Minuten lang hinterher. Mit der Umstellung auf Zonenverteidigung, die in der Vergangenheit beispielsweise schon den Bambergern Kopfzerbrechen bereitet hatte, bekamen nun auch die Artland Dragons ihre Probleme. Die Korner-Mannschaft erzwang mit dieser Verteidigung mehrere Ballverluste und hatte in der 25. Minute nach einem Dreier von Robert Kulawick den 50:50-Ausgleich hergestellt. In den darauf folgenden Minuten wechselte die Führung mehrmals hin und her und die Partie wurde insgesamt auch etwas hitziger. Bis zum Ende dieses Viertels konnten sich die Gäste jedoch wieder leicht absetzen, und so ging es mit 58:63 in die letzten zehn Minuten.

Anders als in den beiden Vierteln zuvor erzielten die New Yorker Phantoms die ersten Punkte: Isaiah Swann zog zum Korb und verwandelte zum 60:63. Aber die Artland Dragons behielten die Nase vorne und fanden vor allem immer wieder Lücken in der Braunschweiger Verteidigung, die sie ausnutzten. Und so stand es nach zwei Punkten von Drachen-Guard Antonio Graves 60:67 (33. Minute). Doch wie schon zuvor kämpften sich Visser & Co. auch dieses Mal zurück und hatten nach einem Dreier von James Florence zum 67:69 aufgeschlossen (35. Minute). Aber die Westniedersachen aus dem Artland behielten die Oberhand. Sie fanden immer wieder die richtige Antwort und ließen auf die kleine Phantoms-Aufholjagd selber einen 7:0-Lauf folgen (67:76, 37. Minute). Knapp zwei Minuten vor Ende der Partie gerieten die Phantoms-Basketballer dann erstmalig in einen zweistelligen Rückstand (72:83) – und der war bis zum Ende nicht mehr wettzumachen. Der Tabellenfünfte spielte die letzten Minuten routiniert runter und gewann die Begegnung schlussendlich doch deutlich.

Trainerstimmen zum Spiel:

Raoul Korner (New Yorker Phantoms Braunschweig): Wir haben das Spiel 35 Minuten lang eng gestaltet und einen guten Kampf geliefert. Ich denke auch, dass wir sehr diszipliniert gespielt haben. Zudem haben die Jungs einen guten Job mit den wechselnden Verteidigungen gemacht und haben die Artland Dragons nicht in den Rhythmus kommen lassen. Dennoch hätten wir heute wohl eine überdimensionale Leistung gebraucht, um diesen Gegner zu schlagen. Spätestens als Aaron Doornekamp draußen war, konnten sich die Dragons absetzen und das spiegelt dann auch das Kräfteverhältnis der beiden Teams wider. Wir müssen jetzt durchatmen und zusehen, dass wir diese Phase überstehen.

Tyron McCoy (Artland Dragons): Der Endstand sagt nicht aus, wie ausgeglichen und eng die Partie insgesamt war. Das Spiel war 35 Minuten lang knapp, und wir konnten es erst in den letzten fünf Minuten für uns entscheiden. Wir hatten Probleme mit den wechselnden Braunschweiger Verteidigungen, die unseren Rhythmus immer wieder gestört haben. Aber unsere Rebound-Arbeit hat uns heute sehr geholfen. Dennoch müssen wir unsere Defensive verbessern und generell an einigen Dingen arbeiten, die wir heute nicht umgesetzt haben.

New Yorker Phantoms: Swann 19 (8 Assists), Kulawick 5, Zazai 2, Visser 14 (7 Rebounds), Florence 19, Doornekamp 5, Johnson, Pluskota, Wenzel n.e., Amaize n.e., McElroy 10 (5 Rebounds).

Artland Dragons: King 12 (6 Rebounds), Hoffmann n.e., Njei, Doreth 2, Holston 17 (6 Rebounds), Grünheid 9, Thomas 14, Graves 13, Hill 7 (13 Rebounds), Frease 7, Topper 8, Wenzl n.e.


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