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Isaiah Swann war mit 32 Punkten gegen die Eisbären "man of the match". Foto: Ingo Hoffmann/PartnerDesign

3. Heimsieg in Folge – Isaiah Swann mit 32 Punkten überragend

13.10.2013

Auf heimischem Parkett sind die New Yorker Phantoms auch nach dem dritten Heimspiel ungeschlagen. Sie gewannen am Sonntag, 13. Oktober, in einer temporeichen und spannenden Partie vor 3.512 Zuschauern gegen die Eisbären Bremerhaven und hatten nach insgesamt 13 Führungswechseln am Ende knapp mit 77:73 (59:53) die Nase vorne. Der überragende Braunschweiger Shooting Guard Isaiah Swann war von den Gästen nie zu stoppen und erzielte 32 Punkte. Zweitbester Phantoms-Punktesammler war Immanuel McElroy mit 13 Zählern. Bei den Eisbären wusste Spielmacher Darius Adams mit 20 Punkten zu überzeugen, während sich Routinier Derrick Allen mit 13 Zählern in die Bremerhavener Statistik eintrug.


Die New Yorker Phantoms erwischten keinen guten Start in die Begegnung und lagen schnell mit 0:6 zurück. Vor allem Ex-Phantom Nick Schneiders hinterließ auf Seiten der Gäste in den ersten Minuten einen starken Eindruck, indem er punktete, Rebounds sammelte und Phantoms-Center Kyle Visser abschirmte. Aber die Braunschweiger Korbjäger sammelten sich. Sie fanden in der Folge trotz aggressiver Eisbären-Verteidigung immer wieder Lücken in der gegnerischen Zone, zogen beherzt zum Korb und hatten nach einem Dreier von Isaiah Swann zum 11:11 ausgeglichen (6. Minute). Ein weiterer Treffer von jenseits der 6,75-Meterlinie durch Robert Kulawick war nicht nur ein Beleg dafür, dass die Korner-Mannschaft im Vergleich zum Bayreuth-Spiel deutlich besser von draußen traf, sondern bedeutete auch die 14:13-Führung nach sieben Minuten. Und weil Isaiah Swann nun richtig heiß lief und gleich noch zwei Dreier nachlegte konnten die New Yorker Phantoms ihren Vorsprung zwischenzeitlich auf fünf Zähler ausbauen (20:15). In das zweite Viertel ging es jedoch beim Stand von 22:19.

Hier fanden die Gäste aus dem Norden erneut besser ins Spiel und markierten sechs Punkte in Serie zum 22:25 (12. Minute). In dieser Phase bereitete den Braunschweiger Korbjägern vor allem die Verteidigung der Eisbären in Kombination mit schnellem Umschalten auf Offense Probleme. Aber mit Fortlauf des Viertels wussten Nana & Co. ihre defensive Intensität auch nach oben zu schrauben. Sie erarbeiteten sich diverse Ballgewinne und konnten daraus resultierende Schnellangriffe erfolgreich abschließen. Das war der Garant für die erneute Braunschweiger Führung, die Immanuel McElroy per Tip-In besorgte (31:30, 5. Minute). Richtig absetzen konnten sich Florence & Co. aber nicht, was auch daran lag, dass die Eisbären unter dem Korb immer wieder zu einfachen Punkten kamen. Der Halbzeitstand lautete dem knappen Spielverlauf entsprechend 38:37.

Anders als in den ersten beiden Vierteln fanden die New Yorker Phantoms dieses Mal gut ins Spiel – woran Isaiah Swann großen Verdienst hatte. Nachdem zunächst James Florence einen Korbleger verwandelt hatte, traf der Shooting Guard zwei Dreier und einen weiteren Mitteldistanzwurf zum 48:41 (24. Minute). Aber die darauf folgenden drei Angriffe konnten die Braunschweiger Korbjäger nicht erfolgreich abschließen, weshalb die Eisbären prompt wieder zum 48:48 ausgeglichen hatten (26. Minute). Doch auch wenn die Gäste beherzt kämpften, ein Mittel gegen Isaiah Swann hatten sie an diesem Abend nicht. Der Phantoms-Scharfschütze netzte vier Freiwürfe ein, zwei davon nach einem unsportlichen Foul gegen die Gäste, und leitete damit den nächsten Braunschweiger Zwischenspurt ein (55:50). Immanuel McElroy erhöhte kurz vor Viertelende mit vier Zählern in Folge auf 59:51. Eisbären-Center Devin Searcy setzte jedoch den Schlusspunkt in diesem Spielabschnitt mit zwei Zählern zum 59:53.

Der Sechs-Punkte-Vorsprung aus dem dritten Viertel war nach zwei Minuten im letzten Abschnitt nicht nur dahin, sondern die Bremerhavener hatten sich nach einem Dreier von Adas Juskevicius und weiteren Zählern von Searcy sogar die Führung zurückgeholt (59:62, 33. Minute). Isaiah Swann mit seinen Punkten 29 und 30 war es in dieser Hochgeschwindigkeitspartie vorbehalten, sein Team auf 61:62 heran zu werfen. Aber die Gäste behielten die Nase weiterhin leicht vorne, ehe James Florence nach geduldigem Passspiel einen Dreier zum 66:66-Ausgleich erzielte (36. Minute), und Kapitän Harding Nana kurz darauf ebenfalls von außerhalb des Perimeters zur 69:68-Führung einnetzte (37. Minute). Doch wie schon zuvor, gelang es den Gästen erneut, das Spiel zu drehen: Nach einem Dreier von Darius Adams lagen sie bei noch zwei Spielminuten mit 69:73 vorne. Die Braunschweiger Korbjäger behielten aber kühlen Kopf und machten jetzt entscheidende Dinge richtig, die sie endgültig auf die Siegerstraße führen sollten. Nana, Kyle Visser, Immanuel McElroy beförderten das orangefarbene Leder nach Ballgewinnen durch die Reuse, und Isaiah Swann sorgte mit zwei Freiwürfen für den 77:73-Endstand.

Trainerstimmen zum Spiel:

Raoul Korner (New Yorker Phantoms): Hier sind heute zwei Teams aufeinander getroffen, die in der letzten Woche nicht ihren besten Basketball gespielt haben. Dementsprechend war beiden Mannschaften eine gewisse Verunsicherung anzusehen. Wir wurden in der heutigen Partie von Isaiah Swann getragen, durch den wir auch die Chance hatten, immer ein wenig wegzukommen. Allerdings hat sich Bremerhaven immer zurückgekämpft und auch genutzt, dass wir im Rebound nicht präsent genug waren. Am Ende der Partie waren wir an der Kippe, haben dann jedoch „big plays“ gemacht, wie Dreier und Freiwürfe getroffen oder ein Offensiv-Foul aufgenommen. Diese Kleinigkeiten geben in so einem Spiel dann den Ausschlag.

Calvin Oldham (Eisbären Bremerhaven):
Das war heute unser erstes knappes Spiel in dieser Saison. Aber man hat gesehen, dass uns die spielerische Intelligenz gefehlt hat, um so eine Partie dann auch nach Hause zu bringen. Isaiah Swann hat heute herausragend gespielt und wir wussten, dass er sehr gefährlich sein würde. Wir haben alles probiert, um ihn unter Kontrolle zu halten. Doch das hat nicht gereicht. Insgesamt haben wir alles versucht, um dieses Spiel zu gewinnen und der Auftritt sollte uns Mut für die kommenden Wochen geben. 

New Yorker Phantoms: Swann 32 (5/8 Dreier), Kulawick 8, Zazai, Visser 6, Nana 11 (8 Rebounds), Florence 7, Doornekamp, Pluskota, Gertz n.e., Wessels n.e., Land, McElroy 13 (5 Assists).

Eisbären Bremerhaven: Harper 3, Sharpless, El Domiaty, Zwiener 11 (6 Rebounds), Martin n.e., Schneiders 6 (6 Rebounds), Baues n.e., Allen 13 (6 Rebounds, 4 Assists), Juskevicius 8 (4 Assists), Adams 20 (8 Rebounds), Kone, Searcy 12 (7 Rebounds).


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