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Nichts zu holen für kämpfende Löwen: Klare Niederlage in Bayreuth

09.03.2018

Nach zuletzt vier Siegen in Folge haben unsere Löwen am heutigen Freitag, 9. März, beim Tabellenvierten medi bayreuth verloren. 62:84 (29:42) endete die Partie, in der die Löwen vor allem mit ihrer Trefferquote haderten. Lediglich 17 Prozent ihrer Dreier und insgesamt 38 Prozent aus dem Feld fielen durch die Reuse. Die Gastgeber hatten sich zudem sehr gut auf Scott Eatherton eingestellt und unter dem Korb zugemacht. Und weil für unsere kämpfenden und reboundstarken Löwen von draußen kaum was ging, wuchs der Rückstand zur Halbzeit bereits auf 13 Zähler an. Davon ließ sich das Menz-Team nicht herunterziehen, sondern zeigte im dritten Viertel mit insgesamt 24 erzielten Punkten eine gute Leistung. Aber die Bayreuther standen dem in nichts nach und hielten ihren Vorsprung. Der wuchs nach einem Bayreuther 11:0-Lauf im letzten Spielabschnitt deutlicher an und besiegelte die schlussendlich klare Niederlage. DeAndre Lansdowne avancierte mit 20 Punkten zum Braunschweiger Topscorer, während für Bayreuth De'Mon Brooks am besten traf (17).


Das erste Viertel verlief bis zur fünften Minute ausgeglichen (10:10). Allerdings hatten unsere Löwen von Beginn an Schwierigkeiten, ihre Big Men ins Spiel zu bringen. Die Bayreuther machten in der Zone dicht und zwangen unsere Löwen, viel von außen zu werfen. Hier fielen aber nur drei von zehn Dreierversuchen durch die Reuse. Zwar trafen die Gastgeber auch so gut wie nichts aus der Distanz, waren dafür aber in Korbnähe effektiv und schalteten vor allem immer wieder schnell und erfolgreich von Verteidigung auf Angriff um.

Mit einem Rückstand von 16:21 gingen unsere Löwen ins zweite Viertel. Die konnten zunächst auf 18:21 verkürzen, doch blieb ihre Punkteausbeute niedrig. Das hatte verschiedene Gründe: Bayreuth verteidigte gut, aber die Löwen hatten mitunter auch Pech. Einige Würfe drehten sich heraus und so genannte „loose balls“ landeten zumeist bei den Hausherren. Zudem gab es manch umstrittene Schiedsrichterentscheidung, die nicht dazu beitrug, dass die Löwen besser ins Spiel fanden. Nach einem technischen Foul gegen Frank Menz setzten sich die Bayreuther auf 22:36 aus Löwensicht ab.

In die Halbzeit waren unsere Löwen beim Stand von 29:42 gegangen und zeigten sich zurück auf dem Parkett mit besserem Rhythmus. Angeführt von DeAndre Lansdowne kamen sie auf 38:49 heran und spielten offensiv viel flüssiger. Weiter verkürzen konnten die kämpfenden Löwen nicht – einerseits, weil sie einige gute Möglichkeiten ausließen und andererseits, weil die Bayreuther zunehmend besser trafen.

Mit Beginn des letzten Viertels betrug der Löwen-Rückstand 15 Punkte (53:68) und ein 11:0-Lauf der Gastgeber ließ jegliche Hoffnungen, dass es noch einmal enger werden könnte, im Keim ersticken. Unsere Löwen verloren in dieser Phase drei Mal hintereinander den Ball, was in der höchsten Bayreuther Führung resultierte (79:53). Aber das Menz-Team ließ sich nicht hängen und kämpfte bis zum Schluss: Die Löwen landeten einige Stopps und punkteten zum 61:79. In den letzten zwei Minuten war der Korb für sie aber erneut vernagelt.

Viertel im Überblick: 16:21, 13:21, 24:26, 9:16; 

Trainerstimmen zum Spiel:

Frank Menz (Basketball Löwen Braunschweig): „Mein Glückwunsch geht an Raoul und die Verantwortlichen hier für die sehr, sehr gute Saison und den jüngsten internationalen Sieg gegen Besiktas, das ist klasse. Auch die Situation, die sie in der BBL haben, ist klasse. Wir wussten, dass das für uns hier ein ganz schweres Spiel wird, haben uns aber darauf gefreut und geplant, dagegen zu halten. Ich glaube, es ist uns ganz gut gelungen. Wir haben alles reingeschmissen, was wir haben - mehr haben wir einfach nicht. Wir hätten natürlich ein paar Würfe mehr treffen können. Wir haben das Rebound-Duell gewonnen und 16 Offensivrebounds geholt, wir haben nach unseren Möglichkeiten gekämpft. Am Ende hat uns im Vergleich zu Bayreuth doch Qualität gefehlt. Zwischenzeitlich sah es aus, als würden wir, wie in der letzten Saison, eine drauf kriegen, haben es aber auch mit den Bankspielern geschafft, gegen eine Spitzenmannschaft mitzuhalten.“

Raoul Korner (medi bayreuth): „Danke für die Glückwünsche und auch ich gratuliere Braunschweig zu einer bisher tollen Saison. Ich möchte meiner Mannschaft ein riesen Kompliment machen, es ist nicht selbstverständlich, nach einem derart emotionalen und wichtigen Sieg wie am Mittwoch noch einmal die Energie zu mobilisieren und vor allem in der defensive so zu agieren. Ich finde, wir haben die Aufgabe heute sehr überzeugend gelöst, phasenweise sogar exzellent gespielt. Dass dann in einigen Phasen der Fokus etwas nachlässt und wir das Spiel nicht bis ,zur letzten Minute auf Gedeih und Verderb durchziehen, das kann, jeder, wird jeder und muss jeder verstehen. Braunschweig hat sich auch nicht hängen lassen sondern bis zur 40. Minute gefightet und somit ein attraktives Spiel geboten. Unser Fokus liegt jetzt voll auf Istanbul.“ 

Basketball Löwen Braunschweig: Nawrocki, Figge 3, Lansdowne 20, Janavicius 6, Klepeisz 2 (3 Assists), Alte 3, Jaramaz 2, Schwartz, Morse 9 (10 Rebounds), Koné 2, Eatherton 10 (13 Rebounds, 3 Assists), Lagerpusch 5.

medi bayreuth: Robinson 14 (4 Assists), Cox 4, Linhart 10 (7 Assists), Doreth, Seiferth 12, Wachalski 6 (5 Rebounds), Amaize 6, Brooks 17, York 11, Marei 4 (6 Rebounds).

Boxscore zum Spiel 


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