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DeAndre Lansdowne war offensiv wie defensiv ein entscheidender Aktivposten im Löwenspiel. Foto: Christoph Worsch

85:83-Sieg! Löwen schlagen Jena wieder im Krimi

04.02.2018

In einem erneuten Herzschlagfinale haben unsere Löwen gegen Science City Jena wieder die Nase vorne behalten und sich am Sonntag, 4. Februar, mit 85:83 (44:45) den neunten Saisonsieg und Tabellenplatz 12 geholt. Nach einer frühen 13:6-Führung verloren unsere Löwen gegen die mit viel Intensität spielenden Gastgeber über ein paar Minuten ihren Rhythmus und kassierten einen 16:0-Lauf der Jenaer. Anschließend fand das Menz-Team trotz insgesamt zu vieler Ballverluste (18 im Spiel) wieder in die Spur, sodass sich ab dem zweiten Viertel ein ausgeglichenes und umkämpftes Spiel entwickelte. Zum Ende des dritten Viertels konnten sich unsere Löwen, bei denen Nemanja Jaramaz aufgrund anhaltender Knöchelbeschwerden nicht im Kader stand, etwas absetzen (67:59). Trotzdem kam es wie schon im Hinspiel in den letzten zehn Minuten zu einem Krimi, in dem die Löwen angeführt vom überragenden DeAndre Lansdowne die Nerven behielten. Unser Guard stellte mit 26 Punkten eine neue persönliche BBL-Bestleistung auf, sammelte zudem 9 Rebounds und servierte acht Assists. Anthony Morse spielte nach überstandener Weisheitszahn-Entzündung ebenfalls stark und kam auf ein Double-Double (12 Punkte, 11 Rebounds), während Thomas Klepeisz mit 16 Punkten überzeugte.


Unsere Löwen starteten mit drei verwandelten Dreiern sehr treffsicher ins Spiel. Und weil das Menz-Team auch gut verteidigte, führte es angeführt vom starken DeAndre Lansdowne schnell mit 13:6. Dann kam allerdings ein Bruch ins Spiel: Unsere Löwen hatten zunehmend Schwierigkeiten, gegen die nun sehr intensiv verteidigenden Jenaer zu Abschlüssen zu kommen, vor allem ihr Center und Topscorer Scott Eatherton wurde gänzlich aus dem Spiel genommen. Und weil unsere Löwen auch noch zu oft den Ball verloren, gelang den Gastgebern ein 16:0-Lauf zum 13:22 aus Löwensicht.

In den verbleibenden anderthalb Minuten des ersten Viertels hatte sich das Menz-Team wieder gefangen und konnte über den mit viel Energie spielenden Anthony Morse auf 19:24 verkürzen. Es dauerte auch nicht lange, bis unsere Löwen nach einem Dreier des guten Thomas Klepeisz und Korbleger nach Schnellangriff von Zygimantas Janavicus wieder ausgeglichen hatten (24:24). Ab diesem Zeitpunkt verlief das Spiel eng und keine Mannschaft konnte sich in der umkämpften Partie entscheidend bis zur Halbzeit absetzen. In die Kabine ging es für die Löwen mit einem knappen 44:45-Rückstand.

Im dritten Viertel blieb es weiterhin spannend. Aber die Löwen bewegten den Ball sehr gut, fanden immer wieder den offenen Mann und trafen erneut sicher von außen. Vier Dreier netzte das Menz-Team in diesem Spielabschnitt ein. Die Treffsicherheit gepaart mit einer guten Verteidigung zog den Jenaern spätestens ab zwei Minuten vor dem Viertelende den Zahn: Beim Stand von 59:57 legten unsere Löwen mit einem 8:0-Lauf einen Zwischenspurt ein und lagen vor den letzten zehn Minuten mit 67:59 in Führung.

Angepeitscht vom heimischen Publikum kamen die Gastgeber wieder auf zwei Zähler heran und blieben bis zur 37. Minute an unserem Team dran. Ein Korbleger plus Freiwurf von Scott Eatherton verschaffte dem Menz-Team etwas mehr Luft, das sich nach einem weiteren Freiwurf von DeAndre Lansdowne auf 78:72 absetzte. Gewonnen war allerdings noch nichts, weil die Thüringer mit zwei Dreiern in Folge antworteten und anschließend mit 80:78 und mit 83:80 in Führung gingen. Thomas Klepeisz musste zu diesem Zeitpunkt mit dem fünften Foul auf die Bank. Dafür kam der ebenso früh foulbelastete Bazoumana Koné ins Spiel und konterte zwei Mal zum 83:83. 2,4 Sekunden vor Spielende ging DeAndre Lansdowne an die Freiwurflinie und traf beide Würfe. Die Thüringer bekamen noch einen letzten Wurf, verfehlten aber. Damit stand der neunte Saisonsieg fest, mit dem die Löwen gleichzeitig einen weiteren direkten Vergleich für sich entschieden haben.

Viertel im Überblick: 19:24, 25:21, 23:14, 18:24;

Trainerstimmen zum Spiel:

Frank Menz (Basketball Löwen Braunschweig):
„Ich glaube, dass die Zuschauer ein gutes und intensives Spiel gesehen haben. Ich bin in erster Linie froh, dass wir nach zuletzt drei Niederlagen in den Auswärtsspielen heute endlich gewinnen konnten. Die Jungs haben sich mit diesem Sieg für ihre harte Arbeit belohnt. Anthony Morse hat in den letzten 14 Tagen nicht am Training teilnehmen und konnte dennoch physisch mitspielen. Ich wünsche Björn und dem Team viel Erfolg für die nächsten Spiele.“

Björn Harmsen (Science City Jena): „Glückwünsche an Frank und seine Mannschaft zum Sieg. Die Braunschweiger haben verdient gewonnen. Wir waren in der Defensive zu nachlässig, haben keine Stops bekommen. Es ist uns nicht gelungen, dem Gegner die Penetration wegzunehmen. Dazu kommen viele dumme Fouls, die Braunschweig immer wieder an die Linie gebracht haben. Unsere Mannschaft hat 85 Punkte zu Hause zugelassen und das ist einfach zu viel, um ein Spiel zu gewinnen.“

Basketball Löwen Braunschweig: Nawrocki 7, Ebert, Figge, Lansdowne 26 (9 Rebounds, 8 Assists), Janavicius 7, Klepeisz 16 (3 Assists), Alte, Schwartz, Morse 12 (11 Rebounds), Koné 9, Eatherton 8 (3 Assists), Lagerpusch.

Science City Jena: Mazeika n.e., Ugrai 3, Reyes-Napoles 6, Clay 3, Jenkins 18 (5 Assists), Bowlin 20 (8 Assists), Allen 8, Wolf 4, McElroy 5 (6 Assists, 4 Ballgewinne), Weaver 10 (3 Assists), Mackeldanz 6.

Boxscore zum Spiel


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