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Foto: Daniel Loeb

Trotz klarer Niederlage: „Stolz auf die Leistung meiner Mannschaft“

29.04.2018

Nur zwei Tage nachdem unsere Löwen bei den Telekom Baskets Bonn angetreten waren, mussten sie am heutigen Sonntag (29. April) beim amtierenden deutschen Meister Brose Bamberg ran und verloren mit 55:82 (35:41). Ohne die drei verletzten Leistungsträger Bazoumana Koné, Nemanja Jaramaz und Zygimantas Janavicius zeigte das Menz-Team eine couragierte Leistung und spielte drei Viertel auf Augenhöhe mit dem Tabellensechsten mit. Im dritten Viertel entschied sich allerdings die Partie, weil die tief besetzten Bamberger sich hier um X-Faktor Louis Olinde in einen Rausch spielten und den Abschnitt klar mit 34:10 gewannen. Bemerkenswert aus Löwensicht war jedoch, dass die jungen Spieler um Luis Figge, Constantin Ebert und Co. fast die Hälfte der Gesamtspielzeit auf dem Parkett standen und einen guten Job machten. Für unsere Löwen war Thomas Klepeisz mit zehn Punkten am erfolgreichsten, bei den Gastgebern wurde Olinde mit 19 Zählern zum Topscorer der Partie.


Nach einem Bamberger Blitzstart kamen die dezimierten Löwen angeführt von Tim Schwartz immer besser ins Spiel und gestalteten es bis zur 5. Minute ausgeglichen (11:12). Dann folgte jedoch ein 8:0-Lauf des Meisters, von dem sich die Löwen aber schnell erholten. Sie zwangen die Hausherren zu schweren Würfen und machten selber wenig Fehler in der Offensive. Auf diese Weise kam das mutig aufspielende Menz-Team Stück für Stück auf 20:21 heran.

Die Löwen-Verteidigung sollte weiterhin Wirkung zeigen. Viertelübergreifend hielten sie die Bamberger knapp fünf Spielminuten lang bei null Punkten und hatten sich derweil über DeAndre Lansdowne die Führung geholt (23:21). Die wechselte in der 15. Minute wieder, allerdings blieben unsere Löwen am Gastgeber dran. Daran hatten auch die jungen Löwen um Lars Lagerpusch, Luis Figge & Co. einen Anteil, die viel Spielzeit bekamen und offensiv wie defensiv wichtige Akzente setzten. Erst in der letzten Spielminute des Viertels setzten sich die jenseits der 6,75-Meterlinie treffsicheren Bamberger (50 Prozent Dreierquote) auf 35:41 aus Löwensicht ab.

Nach dem Seitenwechsel bekamen die dünn besetzten Löwen die Qualität und Tiefe des Meisters zu spüren. Der schaltete einen Gang höher – und das galt vor allem für Louis Olinde. Der 20-jährige Forward wurde immer wieder von seinen Kollegen in Szene gesetzt und erzielte Punkt um Punkt, insgesamt waren es 17 Zähler in diesem Viertel. Die Bamberger waren jetzt im Offensiv-Rausch, während die Kräfte unserer Löwen nachließen. Und weil die Hausherren auch in der Verteidigung eine Schippe draufgelegt hatten, fiel beim Menz-Team kaum ein Wurf durch die Reuse.

Mit 45:75 ging es in die letzten zehn Minuten der bereits entschiedenen Partie und die verliefen ganz anders als der dritte Spielabschnitt, nämlich punktearm. Aber unsere Löwen hielten jetzt nochmal stark dagegen und hängten sich bis zum Ende rein. Sie gewannen dieses vierte Viertel mit 10:7, bei dem sich vornehmlich die jungen Löwen mit Punkten in die Statistik eintrugen.

Viertel im Überblick: 20:21, 15:20, 10:34, 10:7;

Trainerstimmen zum Spiel:

Frank Menz (Basketball Löwen Braunschweig):
„Glückwunsch an Bamberg zum Sieg. Wir mussten heute ohne zwei unserer Leistungsträger Kone und Jaramaz auskommen. Diese mussten verletzungsbedingt zuhause bleiben. Einige meiner Jungs haben noch nie gegen einen Gegner wie den amtierenden Deutschen Meister gespielt. Ebert, Figge, Alte und Lagerpusch spielen sonst für Wolfenbüttel, haben aber dennoch auf diesem Niveau eine gute Leistung heute gezeigt. Wir haben 30 Minuten gut gegen Bamberg mitgehalten, jedoch hat uns Brose im 3. Viertel den Zahn gezogen. Ich bin dennoch stolz auf die Leistung meiner Mannschaft und die Moral, die sie heute bewiesen hat.“

 

Luca Banchi (Brose Bamberg): „Ich freue mich über den heutigen Sieg. Für Braunschweig war es heute ein schwieriges Spiel, da ihnen 2 Leistungsträger mit Kone und Jaramaz fehlten. Das war nicht leicht, sie zu kompensieren. Wir haben das Spiel heute mit dem richtigen Fokus und der entsprechenden Energie gespielt und konnten einen wichtigen Sieg einfahren. Die Minuten konnten heute auf das komplette Team aufgeteilt werden. Es ist wichtig, dass Spieler wie Ricky Hickman mehr Minuten bekommen, um nach der Verletzung wieder Selbstvertrauen zu bekommen. Dafür konnten Rubit und Hackett für unser letztes Saisonspiel am Dienstag geschont werden. Das kommende Spiel wollen wir konzentriert zu Ende spielen und dann den Fokus auf die Playoffs legen.“

Basketball Löwen Braunschweig: Nawrocki 5, Ebert 4, Figge 5, Lansdowne 9 (3 Assists), Klepeisz 10 (5 Assists), Alte 2, Schwartz 7, Morse 2 (7 Rebounds, 3 Assists), Eatherton 8 (6 Rebounds), Lagerpusch 3.

Brose Bamberg: Hackett 9 (10 Assists), Hickman 8, Wright 8 (6 Rebounds), Nikolic 5, Staiger, Wolf n.e., Lo 16, Olinde 19, Edigin, Rubit 7, Musli 8 (7 Rebounds), Radosevic 2 (5 Rebounds).


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