News

Dennis Nawrocki & Co. zeigten gegen den Tabellenzweiten aus Berlin eine starke Leistung. Foto: Robert Kagelmann

Luke Sikma und Rebounds machen den Unterschied

22.04.2018

In einer intensiven und defensivstarken Partie haben unsere Löwen heute mit 62:72 (33:27) gegen den Tabellenzweiten ALBA BERLIN verloren. Die gute Verteidigung beider Mannschaften hatte großen Anteil an den eher schwachen Wurfquoten – vor allem aus der Distanz ging sowohl für die Löwen wie auch für die Berliner so gut wie nichts (beide unter 20 Prozent). Dennoch sahen die 3.201 Zuschauer in der Volkswagen Halle eine packende Begegnung, in der das stark aufspielende Menz-Team beim Stand von 26:14 im zweiten Viertel seine höchste Führung erzielt hatte. Unsere Löwen nahmen einen Vorsprung von sechs Punkten mit in die Pause, aus der die Gäste um den kaum zu stoppenden Luke Sikma mit deutlich besserem offensiven Rhythmus zurückkamen. 29 Zähler markierte der Tabellenzweite im dritten Viertel, dominierte mittlerweile klar die Rebounds und drehte die Partie zum 50:56 nach 30 Spielminuten. Mehrere Ballverluste zu Beginn des letzten Spielabschnitts führten zu einer zweistelligen Berliner Führung, die für die müder werdenden Löwen nicht mehr aufzuholen war. In dem von unserem Premium Partner BS Energy präsentierten Spiel avancierte der frische gebackene Vater Scott Eatherton mit 16 Punkten zum Topscorer. Für die Berliner trumpfte Luka Sikma mit 25 Zählern auf.


Unsere Löwen hatten einen guten Start ins Spiel und waren vor allem defensiv sehr präsent: Nach fünf Minuten führten sie mit 12:4. Über gute Arbeit am offensiven Brett kamen die Berliner bis auf zwei Zähler heran (12:10), doch griff die Löwen-Verteidigung dann wieder. Das Menz-Team ließ bis zum Viertelende nur noch zwei weitere Gäste-Punkte zu und setzte mit einem Dunk von Tom Alte den Schlusspunkt der ersten zehn Minuten zum 17:12.

War Scott Eatherton im ersten Viertel noch sehr auffällig, so übernahm jetzt Nemanja Jaramaz: Er erzielte sieben Punkte in Folge zur 26:14-Führung (15. Minute). Außerdem stand die Defensive nach wie vor gut und hatte nach sechs Minuten im zweiten Viertel lediglich vier Berliner Punkte zugelassen. Dann taute allerdings MVP-Kandidat Luke Sikma auf und sorgte dafür, dass die Gäste bis auf 28:25 verkürzten. Die Endphase zur Pause gehörte aber DeAndre Lansdowne. Er machte fünf Punkte zum 33:27-Halbzeitstand.

Obwohl der erste Korb zurück auf dem Parkett für unsere Löwen fiel, übernahm ALBA danach mehr und mehr das Kommando. Nachdem die Berliner zur Halbzeit lediglich 31 Prozent der Würfe aus dem Feld getroffen hatten, fanden sie jetzt ihren offensiven Rhythmus. Angeführt von Luke Sikma erzielten die Gäste in diesem Viertel 29 Punkte, unsere Löwen hingegen 17. Folgerichtig wechselte die Führung und das Menz-Team ging mit einem knappen Rückstand von 50:56 in den letzten Spielabschnitt.

Hier schwanden die Kräfte unserer Löwen zunehmend, was sich in einer Reihe von Ballverlusten zeigte. Der Tabellenzweite schlug daraus und aus seiner klaren Rebound-Überlegenheit Kapital und lag zumeist zwischen acht und zehn Punkten in Führung. Zwar konnte Nemanja Jaramaz noch zwei weitere Dreier versenken – er war übrigens der einzige erfolgreiche Löwen-Dreierschütze in diesem Spiel – doch hatte das keinen entscheidenden Einfluss mehr.

Viertel im Überblick: 17:12, 16:15, 17:29, 12:16;

Trainerstimmen zum Spiel:

Frank Menz (Basketball Löwen Braunschweig):
„Glückwunsch an Coach Aito für die super Saison bisher. Wir haben gegen eine der besten Mannschaften der Liga gespielt. Die Leistung meiner Mannschaft hat mich beeindruckt. Das war ein ganz enges Spiel auf einem hohen Niveau. Den Unterschied hat heute Luke Sikma gemacht. Er ist der vielleicht beste Spieler der Liga und über weite Stecken konnten wir ihn nicht kontrollieren. Neben ihm waren die Rebounds das zweite große Problem für uns. Da war uns ALBA körperlich überlegen. Defensiv haben beide Mannschaften dafür gesorgt, dass die Quoten nicht sehr hoch waren. Wenn man die Überraschung gegen so eine starke Mannschaft wie Berlin schaffen will, dann muss man aber besser treffen.“

 

Aito Garcia Reneses (ALBA BERLIN): „In dem letzten Spiel hatten wir eine Dreierquote von mehr als 70 Prozent, heute weniger als 20 Prozent. Trotzdem hatten wir kein Problem, das Spiel zu gewinnen. Wir haben zwar schwach geworfen, dafür haben wir aber gut genug gereboundet.“

Basketball Löwen Braunschweig: Nawrocki, Ebert n.e., Figge, Lansdowne 14, Klepeisz 7 (8 Assists, 4 Ballgewinne), Alte 2, Jaramaz 14 (3 Ballgewinne), Schwartz, Morse 2 (5 Rebounds), Koné 3 (3 Assists), Eatherton 16 (13 Rebounds) Lagerpusch 4.

ALBA BERLIN: Saibou 9, Siva 2 (5 Assists), Giffey 3, Schneider, Vargas n.e., Grigonis 7 (5 Assists), Radosavljevic 13 (10 Rebounds), Butterfield 5, Clifford 4 (8 Rebounds), Sikma 25 (6 Rebounds), Peno 4.

Boxscore zum Spiel


DatenschutzImpressum