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Es geht um was: Löwen empfangen Playoff-Kandidaten Ulm

13.04.2018

Zu ihrem drittletzten Heimspiel in dieser Saison 2017/18 empfangen unsere Löwen am Sonntag, den 15. April (17.30 Uhr), den Tabellenneunten ratiopharm ulm in der Volkswagen Halle. Für beide Teams geht es in dieser Begegnung um was: Während die Gäste noch um den Einzug in die Playoffs kämpfen und mit vier Punkten Rückstand auf den Tabellenachten unbedingt gewinnen müssen, wollen unsere Löwen sich ganz schnell von der deutlichen Niederlage in Würzburg rehabilitieren und den sechsten Heimsieg in 2018 holen. Tickets gibt es an allen bekannten Vorverkaufsstellen sowie online im Löwen-Ticketshop, Studenten zahlen lediglich 5 Euro für Tickets in der Kategorie 4.


„Für uns geht es um viel. Es geht darum, zu gewinnen und das wollen wir unbedingt“, macht unser Co-Trainer Steven Clauss deutlich. Um gegen die nächsten Top-Gegner besser auszusehen als zuletzt gegen s.Oliver Würzburg, müssen unsere Löwen Wege finden, ihren verletzten Spielmacher Zygimantas Janavicius zu ersetzen. „Wir merken jetzt, wie schwierig es ohne ihn ist. Denn Zygi ist eine außerordentlich gute Führungskraft, der das Team mit Entschlossenheit geführt hat. Und das hat uns in Würzburg gefehlt“, nennt der Löwen-Assistant Coach eine Ursache für die 45:72-Schlappe vom vergangenen Wochenende. Ein weiterer Grund war, dass die Löwen durch ihre schwache Wurfleistung keinen Rhythmus gefunden und es laut Steven Clauss auch nicht geschafft haben, ihre mentale Stärke zu finden. „Würzburg hat uns gezeigt, wie man uns empfindlich stören kann. Und wir müssen sehen, dass wir diese Probleme lösen.“

Aber es gab auch Positives aus der Begegnung mitzunehmen. Denn die Löwen-Verteidigung hatte die Würzburger bei nur 72 Punkten gehalten, sonst erzielt das Bauermann-Team knapp 79 Punkte pro Partie. Gegen die nun kommenden Ulmer wird eine gute Defensivleistung noch wichtiger werden. Die Süddeutschen sind trotz einer bislang durchwachsenen Saison offensiv sehr talentiert und vor allem wurfstark von der Dreierlinie. 38,9 Prozent ihrer Würfe vom Perimeter rauschen durch die Reuse, ligaweit trifft nur ALBA BERLIN besser aus der Distanz. Einer der besten Dreierschützen ist der vor einigen Wochen nachverpflichtete Katin Reinhardt. Der Shooting Guard erzielt 14,5 Punkte bei knapp 44-prozentiger Dreierquote und kam für ALLSTAR Trey Lewis, der nach Frankreich zum Erstligisten Bourg wechselte.

Einen Großteil der weiteren insgesamt 81,5 Punkte, welche der letztjährige Playoff-Halbfinalist im Schnitt erzielt, steuert ihr mittlerweile wieder tiefbesetzter Frontcourt bei. Der bewegliche Big Man Isaac Fotu legt 14,1 Punkte auf (66 Prozent Zweierquote), während Forward Da'Sean Butler 10,4 Zähler (39,6 Prozent Dreierquote) beisteuert. Bester Rebounder der Ulmer ist der seit Kurzem wieder genesene und NBA-erfahrene Luke Harangody (9,7 PpS, 6,2 RpS, 37,9 Prozent Dreierquote). Da auch Tim Ohlbrecht zu Saisonbeginn erneut pausieren mussten, verpflichteten die Spatzen Ende Oktober Jerelle Benimon. Der Power Forward kommt in knapp 20 Minuten im Schnitt auf 7,5 Punkte und 4,9 Rebounds und Small Forward Ryan Thompson erzielt 11,2 Punkte. Im Backcourt wirbelt das deutsche Duo um Per Günther und Nationalspieler Ismet Akpinar. Günther ist nach wie vor der Ulmer „Leader“ auf dem Parkett, erzielt 8,3 Punkte und ist mit 3,6 Assists pro Partie bester Vorlagengeber. Akpinar kommt auf 8,9 Punkte und trifft 43,8 Prozent seiner Dreier.

„Obwohl es für die Ulmer in dieser Saison nicht ganz rund läuft und sie von diversen Verletzungen zurückgeworfen wurden, sind sie dennoch eine sehr gute Mannschaft. Wir werden eine besonders gute Verteidigungsleistung erbringen müssen, um Ulm zu stoppen und die Werfer unter Druck zu setzen. Wir haben aber in Ulm gezeigt, dass wir mit ihnen mitspielen können und ich glaube, wir haben gute Chancen zu gewinnen“, so Steven Clauss, der Headcoach Frank Menz aufgrund einer Knieoperation im Hinspiel am 11. November an der Seitenlinie vertreten hatte. Unsere Löwen gestalteten das Spiel damals drei Viertel lang ausgeglichen und spielten sehr mannschaftsdienlich. Im letzten Spielabschnitt ging Scott Eatherton & Co. aber die Luft aus, weshalb sie mit einer 77:88-Niederlage die Heimreise antraten. Bemerkenswert: Unsere Löwen verteilten 28 Assists, der nun verletzte Zygimantas Janavicius (Kreuzbandriss) gab acht Vorlagen.


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