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Foto: Hansjürgen Britsch

Ersatzgeschwächte Löwen haben sich gut verkauft

20.04.2018

Unsere Löwen waren am heutigen Freitag, 20. April, beim Tabellendritten sowie Champions League Final Four-Teilnehmer MHP RIESEN Ludwigsburg zu Gast und haben sich dort trotz dünner Personaldecke sehr achtbar geschlagen. 59:72 (29:36) endete das Spiel aus Sicht der Löwen, die ohne den verletzten Zygimantas Janavicius und Topscorer Scott Eatherton angetreten waren. Letztgenannter war erst am heutigen Vormittag Vater geworden und aufgrund dessen nicht mit in den Süden gereist. Obwohl sich die Löwen angeführt von Anthony Morse (17 Punkte) kämpferisch zeigten und mit hoher Intensität zu Werke gingen, war das Fehlen dieser beiden Spieler schwer zu kompensieren. Bis zur Halbzeit war das Menz-Team trotz zu vieler Ballverluste über seine gute Verteidigung an den RIESEN drangeblieben, musste allerdings im dritten Viertel abreißen lassen und fiel deutlich zurück (40:57). Im letzten Spielabschnitt kamen vornehmlich unsere „jungen“ Löwen zum Einsatz und konnten den Rückstand mit einer couragierten Leistung zwischenzeitlich auf elf Punkte verkürzen. Zur Überraschung reichte es aber nicht mehr. Die können unsere heimstarken Löwen aber vielleicht an diesem Sonntag schaffen, wenn sie den Tabellenzweiten ALBA BERLIN zum Top-Spiel in der Volkswagen Halle empfangen (Tip-Off: 17.30 Uhr). Tickets für die Begegnung gibt es an allen bekannten Vorverkaufsstellen sowie online im Löwen Ticketshop.


Unsere Löwen attackierten zu Beginn stark den Korb und zogen viele Fouls. Das war auch ein Grund, weshalb sie nach fünf Spielminuten mit 10:5 vorne lagen. Allerdings machten die Ludwigsburger den erwarteten Druck und forcierten etliche Ballverluste. Darüber kamen die RIESEN trotz durchwachsener Trefferquote wieder heran und konnten das erste Viertel mit 18:16 für sich entscheiden.

In der sehr umkämpften Partie starteten unsere Löwen mit einem 5:0-Lauf in den zweiten Spielabschnitt und verteidigten stark. Allerdings machte sich unter dem Korb das Fehlen des effektiven Scott Eatherton bemerkbar: Unsere Löwen trafen nicht gut aus der Nahdistanz und waren zunehmend im Rebound unterlegen. Und obwohl sie auch zu viele Freiwürfe vergaben, konnten unsere Löwen die Begegnung lange ausgeglichen gestalten. Erst zum Ende des Viertels setzten sich die RIESEN leicht ab, mit 29:36 aus Löwensicht ging es in die Pause.

Der Tabellendritte kam stark aus der Kabine und war in Person von Elgin Cook kaum zu stoppen. Während der Forward binnen vier Minuten zehn Punkte gemacht hatte, fand bei unseren Löwen kaum ein Wurf ins Ziel. Lediglich elf Punkte erzielten Anthony Morse & Co. in diesem Viertel und waren nach 30 Spielminuten deutlich mit 40:57 ins Hintertreffen geraten.

Im letzten Viertel ließ Frank Menz vor allem die jungen Löwen ran. Die zeigten einen couragierten Auftritt und knabberten angeführt von Dennis Nawrocki Stück für Stück was von ihrem Rückstand ab. Nawrocki erzielte in diesen letzten zehn Minuten acht Punkte und sein dritter Korb bedeutete das 52:63 (36. Minute). Wenn sich in dieser Phase nicht erneut ein, zwei Ballverluste eingeschlichen hätten, hätten unsere Löwen sogar noch näher herankommen können. Stattdessen setzten sich die RIESEN zwei Minuten vor dem Ende auf 16 Punkte ab und das war die endgültige Entscheidung.

Viertel im Überblick: 16:18, 13:18, 11:21, 19:15;

Trainerstimmen zum Spiel:

Frank Menz (Basketball Löwen Braunschweig): „Glückwunsch an Ludwigsburg zum Sieg. Wir wussten, dass das heute psychisch und physisch ein toughes Spiel wird. Wir mussten zum ersten Mal ohne Eatherton und Janavicius spielen, was für uns nur sehr schwer zu kompensieren ist. Wir wollten hier erhobenen Hauptes die Halle verlassen können und haben uns voll reingehängt. Mit der Intensität denke ich, können wir zufrieden sein. Ludwigsburg ist eine tolle Mannschaft und spielt sowohl national als auch international eine super Saison. Sie waren für uns heute letztlich zu athletisch und durch die Überlegenheit im Rebound hatten sie deutlich mehr Ballbesitze. Ich denke aber im Endeffekt haben wir uns gut verkauft und auch unsere jungen Spieler haben einen ordentlichen Job gemacht.“

 

John Patrick (MHP RIESEN Ludwigsburg): „Kompliment an Frank Menz und Braunschweig, sie haben dieses Jahr wirklich eine solide, starke Saison gespielt. Obwohl Braunschweig auf Scott Eatherton verzichten musste, hatten wir ein paar Probleme unter dem Korb und mussten sehr hart arbeiten. Am Ende haben wir aber intensiv über das ganze Feld verteidigt, ich denke das hat letztlich den Unterschied gemacht. Ich bin sehr stolz auf unseren 23. Saisonsieg, gleichzeitig hoffe ich aber auch, dass wir aus unseren Fehlern von heute lernen und auch die Freiwurfschwäche ablegen, um am Sonntag in Ulm deutlich besser zu spielen.“

Basketball Löwen Braunschweig: Nawrocki 8, Ebert 3, Figge 2, Lansdowne 6 (3 Assists), Klepeisz 9, Alte, Jaramaz 6, Schwartz (7 Rebounds), Morse 17 (7 Rebounds), Koné 6, Lagerpusch 2.

MHP RIESEN Ludwigsburg:
Walkup 7 (7 Rebounds, 7 Assists), Evans 9 (10 Rebounds), Johnson 11 (4 Assists), McCray 5, Sears 6 (6 Rebounds), Geske 3, Peter-McNeilly 5, Müller 3, Koch 1, Waleskowski 6, Cook 17 (6 Rebounds).

Boxscore zum Spiel


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