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Tim Schwartz im Versuch, Julian Gamble zu stoppen. Foto: Jörn Wolter

Angeschlagene Löwen bei Playoff-Team Bonn ohne Chance

27.04.2018

Zum Auftakt des Saison-Endspurts haben unsere Löwen heute deutlich mit 56:87 (28:39) beim Tabellenfünften Telekom Baskets Bonn verloren. Die Hausherren starteten gut in die Partie, verteidigten stark und trafen hochprozentig aus der Distanz. Daraus resultierte schnell eine Führung, die nach dem ersten Viertel zehn Punkte betrug. Hinzukommend zum zweistelligen Rückstand mussten die Löwen neben Zygimantas Janavicius (Kreuzbandriss) und Nemanja Jaramaz (Pferdekuss) ab der 6. Spielminute auch auf Bazoumana Koné verzichten. Der hatte sich die Schulter ausgekugelt und konnte dementsprechend nicht mehr mitwirken. Bis zur Halbzeit konnten unsere Löwen trotz kurzer Bank noch mithalten, doch zogen die mit hoher Intensität agierenden und treffsicheren Bonner (48 Prozent Dreierquote) in der zweiten Spielhälfte unaufhaltsam davon. Für die Löwen war Scott Eatherton mit 15 Zählern erfolgreichster Punktesammler. Bei den Bonnern, die sich durch den Sieg für die Playoffs qualifiziert haben, avancierte Martin Breunig mit ebenfalls 15 Punkten zum Topscorer.


Unsere Löwen gerieten im Bonner Telekom Dome früh in Rückstand (4:11, 3. Minute). Allerdings ließen sie sich nicht abschütteln und waren nach guten Defensivaktionen wieder auf 10:11 dran. Wenig später verletzte sich Bazou Koné, der aufgrund einer ausgekugelten Schulter nicht mehr eingesetzt werden konnte. Und dann mussten unsere Löwen gegen die intensiv agierenden Bonner erneut etwas abreißen lassen, weil sie nicht gut trafen. Ganz anders die Bonner: Die hatten in diesem Viertel 67 Prozent ihrer Würfe jenseits der 6,75-Meterlinie versenkt.

Mit 15:25 gingen unsere Löwen ins zweite Viertel und gerieten prompt mit 14 Punkten ins Hintertreffen. Trotz der dünnen Rotation kämpften sie sich erneut über ihre gute Verteidigung heran: Nach einem Dreier von Tim Schwartz stand es 26:31 (15. Minute). In den letzten fünf Minuten bis zur Halbzeit erzielten die dezimierten Löwen aber nur noch zwei Punkte und gingen beim Stand von 28:39 in die Kabinen.

Zurück auf dem Parkett starteten unsere Löwen mit einem erfolgreichen Dreier von DeAndre Lansdowne zum 31:39. Doch war der Hoffnungsschimmer auf ein weiteres Verkürzen schnell verflogen. Die Bonner zogen defensiv an, machten die Würfe der angezählten Löwen schwer. Die Folge: Im dritten Viertel erzielte das Menz-Team nur elf Punkte, während die Bonner vor allem vom Perimeter heiß waren und auf 39:67 aus Löwensicht davonzogen.

Headcoach Frank Menz hatte schon im dritten Viertel vermehrt die „jungen Löwen“ eingesetzt und ließ ihnen auch im letzten Abschnitt viel Spielzeit zukommen. Die Bonner konnten derweil mit ihrer tiefen Rotation die Intensität hochhalten und kurz vor dem Ende ihre höchste Führung erzielen (82:47). Für die Löwen geht es jetzt darum, schnell zu regenerieren, denn bereits Sonntag geht es für sie beim amtierenden deutschen Meister Brose Bamberg weiter.

Viertel im Überblick: 15:25, 13:14, 11:28, 17:20;

Trainerstimmen zum Spiel:

Frank Menz (Basketball Löwen Braunschweig):
„Bonn hat über die gesamte Distanz des Spiels viel Druck auf uns ausgeübt und bewiesen, dass sie auch in den Playoffs ein unangenehmer Gegner sein werden. Ohne drei unserer sechs besten Spieler war diese Partie nicht repräsentativ für unsere bisherige, tolle Saison. Von daher war das heutige Ergebnis eher sekundär, vielmehr mussten wir Kräfte für die noch anstehenden beiden Begegnungen schonen.“

Predrag Krunic (Telekom Baskets Bonn): „Wir haben es geschafft, permanent mit hoher Intensität zu verteidigen und konsequent Druck auf den Ball auszuüben. Dadurch ist es uns vor allem nach der Pause viel besser gelungen, auch öfters in Transition zu einfachen Punkten zu kommen. Ich bin stolz auf meine Mannschaft, dass wir schon vor dem Ende der regulären Saison die Playoff-Qualifikation dingfest gemacht haben.“ 


Basketball Löwen Braunschweig: Nawrocki (3 Assists), Ebert 2, Figge 2, Lansdowne 11 (4 Assists), Klepeisz 8 (8 Assists), Alte 2, Jaramaz n.e., Schwartz 3, Morse 11 (5 Rebounds), Koné, Eatherton 15 (7 Rebounds), Lagerpusch 2.

Telekom Baskets Bonn:
Curry 8, Zubcic 9, Klein 8 (5 Assists), Djurisic 8, Gamble 2, Jasinski 6, DiLeo 7 (7 Assists), Breunig 15 (9 Rebounds), Bartolo 12, Mayo 2 (5 Assists), Hill 8, Falkenstein 2.

Boxscore zum Spiel


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