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Raoul Korner und Isaiah Swann suchten nach Lösungen gegen die treffsicheren EWE Baskets. Foto: Ulf Duda/EWE Baskets

Deutliche Niederlage gegen starke Oldenburger

15.02.2014

Die New Yorker Phantoms Braunschweig konnten am heutigen Samstag, 15. Februar, nicht an die zuletzt gezeigten Leistungen anknüpfen und verloren deutlich bei den EWE Baskets Oldenburg. Mit 70:95 (31:53) musste sich die Mannschaft von Headcoach Raoul Korner gegen den stark aufspielenden und traumwandlerisch treffenden Tabellenvierten geschlagen geben. Zur Halbzeit lagen die Braunschweiger bereits mit 22 Punkten zurück, gaben sich aber nicht auf und kämpften bis zum Ende vor allem gegen die hohe Dreierquote der Gastgeber (62 Prozent) an. Beste Phantoms-Punktesammler waren Immanuel McElroy mit 14 und Isaiah Swann mit 13 Punkten. Bei Oldenburg waren Julius Jenkins, Nemanja Aleksandrov und Rickey Paulding mit je 14 Zählern beste Schützen.


Die New Yorker Phantoms starteten mit einer griffigen Verteidigung und sehr konzentriert in die Partie und lagen nach etwas mehr als zwei gespielten Minuten mit 2:6 (3. Minute) in Führung. Sie sorgten zunächst dafür, dass die Gastgeber in der Offensive schwer für ihre Punkte arbeiten mussten, fanden aber im Angriff auch selber gute Lösungen. Doch nachdem die Braunschweiger Korbjäger bis hierhin gut in der Partie waren und nach einem Mitteldistanzwurf von Isaiah Swann mit 7:10 (4. Minute) vorne lagen, zündeten die EWE Baskets plötzlich den Turbo: Sie legten einen 11:0-Lauf aufs Parkett und Phantoms-Headcoach Raoul Korner reagierte mit einer Auszeit. Nach zwei weiteren Zählern der Oldenburger war es dann aber Kapitän Harding Nana, der an der Freiwurflinie den Lauf des Gegners stoppte und die Punkte elf und zwölf für seine Mannschaft erzielte (20:12, 8. Minute). Aber es blieb dabei – die EWE Baskets hatten jetzt ihren Rhythmus gefunden, die New Yorker Phantoms diesen jedoch verloren. Nachdem die Gastgeber zum Viertelende auch noch eine Dreierserie gestartet hatten, ging es mit 28:16 in die zweiten zehn Spielminuten.

Hier war Maurice Pluskota jetzt für die Phantoms-Basketballer zur Stelle. Der Nachwuchs-Center erzielte vier Punkte, blockte seinen Gegenspieler und warf sein Team zusammen mit Harding Nana zum 31:22. Aber die Oldenburger konterten prompt und zeigten sich extrem sicher von der Dreierlinie. Julius Jenkins traf zum 36:22 (13. Minute) – und von da an gerieten McElroy und Kollegen stetig weiter ins Hintertreffen. Sie versuchten, die Intensität in der Verteidigung hochzuhalten, allerdings war gegen die hohe Trefferquote der EWE Baskets kaum ein Kraut gewachsen. Zwar zeigte Phantoms-Topscorer Isaiah Swann ebenfalls sein Können aus der Distanz, als er den bis dato ersten Braunschweiger Dreier zum 43:29 traf (16. Minute). Aber der Tabellenvierte diktierte klar das Spielgeschehen und hatte sich nach einem weiteren Dreier auf 48:29 abgesetzt (17. Minute). Die EWE Baskets spielten wie im Rausch (83 Prozent Dreierquote), während es bei den New Yorker Phantoms offensiv stockte. Lediglich 38 Prozent ihrer Würfe aus dem Feld fanden nach den ersten beiden Vierteln den Weg ins Ziel. Bei Oldenburg waren es 69 Prozent aus dem Feld. Dementsprechend ging die Mannschaft von Raoul Korner mit einem Rückstand von 22 Punkten (53:31) in die Halbzeitpause.

Zurück aus der Kabine markierte Kyle Visser gleich vier Punkte in Folge. Doch wie sollte es anders sein? Die Hausherren konterten per Dreier zum 56:35 (22. Minute) und ließen nach einem technischen Foul gegen James Florence ein Vier-Punkte-Spiel zum 60:37 folgen. Aber die New Yorker Phantoms steckten den Kopf nicht in den Sand: Auf einen erfolgreichen Mitteldistanzwurf von Aaron Doornekamp schloss Immanuel McElroy einen Schnellangriff ab (60:41, 24. Minute). Doch es war zermürbend. Denn die Oldenburger Antwort war erneut ein Dreier, weshalb es auch bei einem Rückstand um die 20 Punkte blieb. Jetzt schlich sich auch etwas Frustration bei den Braunschweiger Korbjägern ein, was sich zuerst mit einem weiteren technischen Foul gegen Aaron Doornekamp (gleichbedeutend mit seinem fünften Foul) und kurz darauf mit einem unsportlichen Foul gegen Immanuel McElroy bemerkbar machte. Die Gastgeber nutzten diese Fouls, um sich weiter auf 72:43 abzusetzen (28. Minute). Phantoms-Kapitän Harding Nana stemmte sich jetzt noch einmal gegen einen noch größer werdenden Rückstand. Er erzielte fünf Punkte in Folge und ein weiterer Dreier von Isaiah Swann sorgte für das 79:53 nach drei Vierteln.

Mit Beginn der letzten zehn Minuten in diesem Spiel versenkte Isaiah Swann gleich einen weiteren Wurf von jenseits der 6,75-Meterlinie. Aber die Partie war dennoch schon längst entschieden. Zwar steckten die New Yorker Phantoms nicht auf, aber der starke Tabellenvierte ließ zu keinem Zeitpunkt nach. Ob des hohen Rückstandes fiel es auch nicht mehr ins Gewicht, dass Kyle Visser ebenfalls mit dem fünf Foul auf der Bank Platz nehmen musste. Raoul Korner gab jetzt noch einmal allen Spielern Einsatzzeit und Martin Bogdanov dankte es mit einem Dreier zum 93:63 (38. Minute). Den Schlusspunkt dieser Partie, die mit 95:70 endete, setzten jedoch Maurice Pluskota mit einem Korbleger und James Florence per Freiwurf.

Trainerstimmen zum Spiel:

Raoul Korner (New Yorker Phantoms Braunschweig): Zunächst möchte ich Sebastian zum wohlverdienten Sieg gratulieren. Wir haben die ersten Minuten gut begonnen und hatten eine guten Rhythmus. Der war aber schnell wieder dahin. Letztendlich muss man Oldenburg zu der sehr guten Dreierquote gratulieren und ihnen Respekt dafür aussprechen. Wenn sie zehn Mal so gegen uns spielen, würden wir auch zehn Mal gegen sie verlieren. Die Frage, die wir uns stellen müssen ist, was wir zu dieser Trefferquote beigetragen haben. Wir sind meiner Meinung nach Ende des ersten und Anfang des zweiten Viertels nicht aggressiv genug gewesen. Oldenburg ist dadurch sprichwörtlich heiß gelaufen und hat uns die Dreier um die Ohren geworfen. Und damit ist eigentlich alles zum Spiel gesagt, in dem wir chancenlos waren.

Sebastian Machowski (EWE Baskets Oldenburg): Vielen Dank für die Glückwünsche. Unsere sehr gute Dreierquote war der Wegbereiter zum Sieg. Aber es ist schon fast tragisch, dass unsere Dreierquote besser als die Freiwurfquote war. Aber die Art und Weise wie wir die Dreier rausgespielt haben, war sehr gut. Das ist der Team-Basketball, den wir offensiv zeigen wollen. Die spielerischen Mittel, die wir eingesetzt haben, sind das Ergebnis einer intensiven Trainingswoche. Ich hatte nach dem Sieg gegen Frankfurt das Gefühl, dass Siegen alleine nicht reicht. Ich denke aber, dass die Fans heute zufrieden nach Hause gehen. Ich wünsche den New Yorker Phantoms Braunschweig vor allem sportlich noch alles Gute für die Zukunft.

New Yorker Phantoms: Swann 13, Kulawick 2, Zazai, Visser 12, Nana 9, Florence 3 (8 Assists), Doornekamp 2, Pluskota 10 (7 Rebounds), Gertz, Land 2, McElroy 14, Bogdanov 3.


EWE Baskets Oldenburg:
Kramer 13, Joyce 10, Wysocki 8, Smeulders 6, Smit 1, Lockhart, Jenkins 14, Paulding 14 (5 Rebounds), Freese 6, Aleksandrov 14 (5 Rebounds), Neumann 9 (9 Rebounds).


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