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Phantoms reisen zu offensivstarken Ulmern

10.04.2014

Nach dem umjubelten Befreiungsschlag, der am vergangenen Dienstag mit dem Sieg über die FRAPORT SKYLINERS gelungen war, stehen die New Yorker Phantoms Braunschweig bereits am Samstag (12. April) vor der nächsten Herausforderung. Dann treffen sie ab 19 Uhr in der ratiopharm arena auf den frisch gebackenen Vizepokalsieger und Tabellensiebten ratiopharm ulm.


Die Süddeutschen um Trainer Torsten Leibenath mussten das Erfolgs-Team der letzten Jahre im Sommer etwas umbauen und die ein oder andere Systemumstellung vornehmen. Der wesentliche Grund: der zweifache Liga-MVP und überragende Center John Bryant verließ die Ulmer und wechselte nach München. Aber die „Spatzen“ haben in dieser Saison auch ohne den „Big Man“ eine starke und vor allem sehr ausgeglichene Mannschaft zusammengestellt. „Ulm ist sehr tief besetzt und hat durch die starke Bank kaum einen Qualitätsverlust“, sagt Phantoms-Coach Raoul Korner über den nächsten Gegner. Dies gebe ihnen die Möglichkeit viel durchzuwechseln, so das Tempo hochzuhalten und durch das entsprechend schnelle Spiel mit schnellen Abschlüssen viele Punkte zu erzielen. Das macht sich auch in der Statistik bemerkbar: ratiopharm ulm kommt auf 82,5 Punkte im Schnitt und liegt damit ligaweit an zweiter Stelle hinter dem FC Bayern München.

Topscorer der Mannschaft, die zuletzt drei Niederlagen in Serie hinnehmen musste, ist Shooting Guard Cameron Long mit 11,9 Zählern pro Spiel. Ihm dicht auf den Fersen ist Nationalspieler Per Günther. Der deutsche Spielmacher kommt auf 11,5 Punkte und 4,2 Assists pro Spiel. Der dritte Akteur mit zweistelliger Punkteausbeute ist Guard Edgar Sosa, der 10,8 Punkte erzielt. Hinzukommend zeichnet sowohl Günther wie auch Sosa eine starke Dreierquote von über 40 Prozent aus. Hinter diesen Dreien folgen vier weitere Spieler, die mehr als acht Punkte pro Spiel erzielen. Darunter ist die Big Men-Fraktion um die Power Forwards Matt Howard (9,9 Punkte) und Daniel Theis (8,1 Punkte) sowie um Center Trent Plaisted (8,7 Punkte) zu finden. Mit einer jeweiligen Einsatzzeit um die durchschnittlich 20 Minuten herum punkten diese drei Spieler nicht nur solide, sondern leisten vor allem auch einen entscheidenden Beitrag zur sehr guten Rebound-Arbeit der Ulmer. Plaisted ist dabei Top-Rebounder mit 6,1 gefangenen Abprallern, während der zuletzt sehr stark aufspielende und frühere Braunschweiger Daniel Theis auf 5,7 und Howard auf 5,2 Rebounds pro Spiel kommen.

Insgesamt fischt sich der Tabellensiebte 37,9 Rebounds im Schnitt und steht damit auch in dieser Kategorie ligaweit an zweiter Stelle. „Wir werden unseren Fokus entsprechend darauf legen müssen, durch eine hohe Intensität und viel Einsatz an den Brettern die Rebounds zu kontrollieren und vor allem auch die zweiten Chancen (11,7 Offensiv-Rebounds pro Spiel) zu unterbinden, die sie sich erarbeiten“, sagt Raoul Korner, der nach dem Sieg über Frankfurt eine Erleichterung innerhalb seiner Mannschaft vernommen hat. Es sei wichtig gewesen, die Negativspirale zu durchbrechen und ebenso, dass es gelungen ist, das Spiel am Ende drehen zu können, was dem Team vorher so gut wie nie geglückt ist. „Die Art und Weise, wie wir die letzten sieben bis acht Minuten gegen Frankfurt agiert haben, war sehr gut. Wir hatten in dieser Phase die Kontrolle und haben wenig Fehler gemacht. Das müssen wir nach Ulm mitnehmen und darauf aufbauen“, so der Phantoms-Coach, der bereits morgen mit dem Team gen Süden aufbricht.


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