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Heimschwäche trifft auf Auswärtsschwäche

23.04.2014

Für die New Yorker Phantoms Braunschweig stehen insgesamt noch drei Partien in der laufenden Beko BBL-Saison auf dem Spielplan. Zwei davon bestreitet die Mannschaft von Raoul Korner auswärts – und zwar innerhalb von drei Tagen: Am Freitag (25. April, 20 Uhr) tritt sie zunächst zur wichtigen Partie gegen die WALTER Tigers Tübingen und den „Braunschweiger Jung“ Nils Mittmann an, während Kyle Visser & Co. bereits am Sonntag (27. April, 17 Uhr) schon wieder in Bonn gegen die Telekom Baskets auf dem Parkett stehen.


„Das Spiel in Tübingen hat für uns einen ganz hohen Stellenwert. Dort treffen zwei Teams aufeinander, die beide um den Klassenerhalt spielen. Wir brauchen selber noch einen Sieg, um den Ligaverbleib aus eigener Hand zu schaffen, weshalb wir in dieser Begegnung gegen einen direkten Konkurrenten unbedingt gewinnen wollen. Damit das gelingt, müssen aber alle beteiligten Akteure begreifen, wie wichtig dieses Spiel ist und in welcher Situation wir uns befinden“, bringt der Phantoms-Trainer die gegenwärtige Tabellensituation auf den Punkt. Die New Yorker Phantoms haben zwar aktuell drei Siege mehr auf dem Konto als die WALTER Tigers, allerdings auch ein schweres Restprogramm mit den Partien in Tübingen sowie Bonn und am letzten Spieltag der Saison zu Hause gegen den FC Bayern München (1. Mai, 15 Uhr). Zudem kommt hinzu, dass die Tübinger zuletzt stark aufgetreten sind und sich am Ostermontag mit einem Sieg in Bremerhaven vom 17. auf den 16. Tabellenplatz vorgeschoben und damit seit längerer Zeit wieder die Abstiegsränge verlassen haben.

Auffällig ist jedoch mit Blick auf die Statistik der WALTER Tigers, dass sie von ihren insgesamt acht Siegen fünf auswärts, aber lediglich drei vor heimischem Publikum errungen haben. Zuletzt feierten sie allerdings einen starken 104:64-Heimsieg über die Artland Dragons, der für die Braunschweiger Basketballer mehr als nur ein Warnsignal ist. „Sicherlich ist Tübingen im Saisonverlauf nicht stark zu Hause aufgetreten. Aber wir haben auswärts bislang auch nicht überzeugt und selber nur drei Mal gewonnen. Man kann also sagen, dass Heimschwäche auf Auswärtsschwäche trifft. Allerdings hat der deutliche Sieg über die Artland Dragons den Tigers Selbstvertrauen gegeben, weshalb wir sie am Freitag entsprechend stark erwarten“, sagt Raoul Korner, der in Branislav Ratkovica eine der Schlüsselfiguren im Kader des Gegners ausmacht. Der Spielmacher wurde Ende Oktober von den Tübingern verpflichtet und kam am 2. November beim Hinrundenspiel gegen die Phantoms-Basketballer erstmalig zum Einsatz. Die Braunschweiger Korbjäger verloren die Partie mit 83:88 und Raoul Korner erinnert sich rückblickend, dass Ratkovica den Tigers in diesem Spiel schon viel gegeben hatte. „Er macht das Spiel, aber auch seine Kollegen besser“, sagt er über den Point Guard, der auf 8,8 Punkte und 5,5 Assists pro Spiel kommt. Beim Sieg in Bremerhaven steuerte der Serbe übrigens 23 Punkte bei.

Doch reiche es nicht aus, sich nur auf Branislav Ratkovica zu konzentrieren. Denn im Tübinger Team, das über vielseitige Offensivoptionen verfügt, würde die Last laut Raoul Korner auf mehrere Schultern verteilt werden. Und so zeigt sich dann auch in der Statistik, dass die Tigers mit den Guards Jonathan Wallace (14 Punkte, 41,1% Dreierquote), Alex Harris (11,3 Punkte, 41,4% Dreierquote) sowie dem nachverpflichteten und NBA-erfahrenen Daequan Cook (11,2 Punkte) über starke Scoring-Möglichkeiten verfügen. Darüber hinaus liefert Forward Tyrone Nash 9,9 Zähler (5,3 Rebounds), während der ebenfalls nachverpflichtete Center Anatoly Kashirov auch auf 9,9 Punkte (4,7 Rebounds) kommt. Zuletzt hatte sich zudem Nachwuchscenter Bogdan Radosavljevic stark präsentiert und erzielt acht Punkte im Schnitt. Der ehemalige Braunschweiger Kapitän Nils Mittmann steuert 3,2 Zähler und 3,5 Rebounds in durchschnittlich 18 Minuten Spielzeit bei.

„Abgesehen davon, dass die Tübinger viele Optionen haben, zu Korberfolgen zu kommen, verfügen sie auch über das Luxusproblem, mehr als sechs Importspieler im Kader zu haben. Für uns ist daher mit einem Fragezeichen versehen, wer pausieren und wer gegen uns spielen wird“, so Raoul Korner, der hingegen definitiv auf Maurice Pluskota verzichten muss. Der Nachwuchscenter hat sich im Training eine Handverletzung zugezogen und wird nun einen Spezialisten zur weiteren Behandlung aufsuchen. Die zuletzt aufgrund von Rückenbeschwerden pausierenden Immanuel McElroy und James Florence sind wieder ins Mannschaftstraining eingestiegen. Über ihren Einsatz wird jedoch in Abhängigkeit des weiteren Trainingsverlaufs entschieden.


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