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Foto: Tilo Wiedensohler

79:98-Niederlage bei ALBA BERLIN - Visser und Florence disqualifiziert

29.12.2013

Im letzten Spiel des Jahres haben die New Yorker Phantoms Braunschweig am Sonntag (29. Dezember) auswärts beim Top-Team von ALBA BERLIN mit 79:98 (37:54) verloren. Die Partie, in der Achmadschah Zazai (Muskelfaserriss) fehlte und Kyle Visser angeschlagen auflief (leichte Bänderzerrung im linken Sprunggelenk), fing zunächst ausgeglichen an. Keine Mannschaft konnte sich im ersten Viertel entscheidend absetzen. Im zweiten Spielabschnitt gerieten die Braunschweiger Korbjäger dann stetig mehr in Rückstand, ehe es kurz vor der Halbzeit hektisch wurde und zu Rudelbildungen kam. Kyle Visser und James Florence wurden disqualifiziert, weshalb nach der Pause vor allem die Doppellizenzspieler zum Zug kamen. Die haben ihre Einsatzzeit laut Phantoms-Headcoach Raoul Korner gut genutzt und allesamt gepunktet. Bester Braunschweiger Punktesammler war Isaiah Swann mit 31 Zählern. Bei Berlin kam David Logan auf 15 Punkte.


Die New Yorker Phantoms starteten mit Maurice Pluskota anstelle von Kyle Visser in die Partie und lagen nach zwei Punkten des Erstgenannten nach drei Minuten erstmalig mit 5:7 in Führung. Die wechselte einige Male hin und her, auch weil Berlins David Logan immer wieder eine Antwort auf Braunschweiger Korberfolge fand. Aber die Mannschaft von Raoul Korner machte es der ALBA-Offensive insgesamt schwer, gab ihr keine leichten Würfe und so blieb das Spiel eng. Nach einem Dreier von James Florence lagen die Phantoms-Basketballer wieder mit 12:13 vorne (6. Minute). Und auch von einem technischen Foul gegen Isaiah Swann ließen sie sich nicht beirren und waren nach wie vor am deutlich favorisierten Gegner dran (15:15, 8. Minute). In den zweiten Spielabschnitt sollte es nach ausgeglichenen ersten zehn Minuten beim Stand von 21:19 gehen.

Kyle Visser, der kurz vor Ende des ersten Viertels eingewechselt wurde, erzielte in der 12. Minute seine ersten beiden Punkte in dieser Partie (23:21). Allerdings konnten sich die Berliner auf 30:21 absetzen, ehe Immanuel McElroy mit einem Dreier für die nächsten Braunschweiger Zähler in diesem Viertel sorgte. Die New Yorker Phantoms blieben aber weiterhin im Rückstand, auch weil die Gastgeber den Druck erhöhten. Die Differenz betrug zwischenzeitlich schon 13 Punkte (42:29, 17. Minute), doch dann lief Isaiah Swann heiß: Der Shooting Guard erzielte acht Zähler in Folge zum 44:37. Auszeit ALBA BERLIN. Sasa Obradovic hatte seiner Mannschaft offensichtlich die richtigen Worte mit auf den Weg gegeben, denn die markierte nun ihrerseits sechs Punkte in Serie (20. Minute). Aaron Doornekamp hatte in dieser Phase auch ein technisches Foul erhalten und das schürte eine hitzige Stimmung. Wenige Sekunden vor Viertelende kam es zu Rudelbildungen mit Handgemenge – und die hatten Folgen: Kyle Visser und James Florence erhielten disqualifizierende Fouls, ALBAs Alex King ein unsportliches. In die Halbzeit ging es schlussendlich beim Stand von 54:37.

Mit beruhigten Gemütern kamen beide Mannschaften wieder aus der Kabine und Isaiah Swann sorgte für die ersten Zähler nach der Pause. Und obwohl nun erheblich geschwächt, kämpften die New Yorker Phantoms darum, den Rückstand nicht wesentlich größer werden zu lassen und den Rhythmus nicht gänzlich zu verlieren. Angeführt von Isaiah Swann kamen nun auch die Doppellizenzspieler Brian Wenzel, Jörn Wessels, Maurice Pluskota und Martin Bogdanov zum Einsatz – und zeigten gegen das Top-Team viel Herz. Zwei Minuten vor Viertelende betrug der Rückstand zwar 19 Punkte, war aber in Anbetracht des nun noch offensichtlicheren Duells von David gegen Goliath mehr als in Ordnung. Nach Punkten von Jörn Wessels und Robert Kulawick in der letzten Spielminute dieses Abschnitts ging es jedoch mit 80:57 in das vierte Viertel.

Martin Bogdanov, Immanuel McElroy, Kenny Kadji, Maurice Pluskota und der jetzt ebenso eingewechselte Dominique Johnson standen nun auf dem Parkett. Sie mussten die Gastgeber, ebenfalls mit der zweiten Garde im Einsatz, zunächst aber weiter bis auf 29 Punkte Differenz davonziehen lassen. In der 36. Minute erzielte Martin Bogdanov seine ersten Punkte in der Beko BBL zum 90:64 und kurz darauf versenkte Robert Kulawick einen Dreier zum 95:69. Die arg dezimierten Phantoms-Basketballer schlugen sich nach der Halbzeit insgesamt sehr achtbar, auch weil sie mit viel Einsatz spielten und kämpften. Alle Doppellizenzspieler haben in dieser Partie gepunktet, die schlussendlich mit 98:79 endete.

Trainerstimmen zum Spiel:

Raoul Korner (New Yorker Phantoms Braunschweig): Glückwunsch an ALBA zu einem durchaus verdienten Sieg. Die Vorzeichen standen bei uns schon nicht gut, da Kyle Visser am Knöchel angeschlagen und nicht voll einsatzfähig war und Achmadschah Zazai ebenfalls verletzt ist. Wenn dann bei unserer eh schon schmalen Rotation kurz vor der Halbzeit zwei Starter disqualifiziert werden, erübrigt sich wohl jede Analyse des Spiels. Ich bin aber stolz wie mein Team in der zweiten Halbzeit trotzdem weitergekämpft hat. Die jungen Spieler haben einen guten Job gemacht und sich für weitere Spielzeit empfohlen.

Sasa Obradovic (ALBA BERLIN): Das war heute unser erstes Spiel einem nun beginnenden Spiele-Marathon und daher zählt vor allem der Sieg. Wir haben die Pause vorher genutzt, um viel konditionell zu arbeiten, da wir dazu nun keine Gelegenheit mehr haben. Vielleicht waren wir deswegen am Anfang etwas zu langsam. Zum Glück hatte Braunschweig aber auch nicht den besten Tag erwischt.

New Yorker Phantoms: Swann 31, Kulawick 8, Visser 2, Florence 8, Doornekamp 2, Johnson 3, Pluskota 4 (7 Rebounds), Wenzel 2, Wessels 2, McElroy 6 (6 Assists), Bogdanov 4, Kadji 7.

ALBA BERLIN: Logan 15, Schultze 5, King 9 (4 Assists), Akpinar 2, Vargas 10 (9 Rebounds), Kendall 8 (5 Rebounds), Redding 14 (5 Assists), Wohlfarth-Bottermann 3 (6 Rebounds), Stojanovski 2, Jagla 11 (7 Rebounds), Hammonds 5, Radosevic 14 (5 Rebounds).


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